Ekzem

Ekzem

Ekzeme zeigen vielfältige Symptome: Die Haut ist gerötet, bildet nässende Bläschen und der Juckreiz ist stark ausgeprägt.

Bei einem Ekzem ist die Haut über einen langen Zeitraum entzündet und juckt so stark, dass der Betroffene sich unentwegt kratzen möchte. Vor allem für Kinder kann der Leidensdruck sehr groß werden. Dabei handelt es sich nicht um eine einzelne Erkrankung, sondern um eine Gruppe unterschiedlicher Hautkrankheiten. Ihnen ist gemein, dass es sich um nicht-infektiöse Entzündungsreaktionen der Haut handelt.

Rote, entzündete Stellen auf der Haut, die gemeinsam mit Juckreiz auftreten, weisen in vielen Fällen auf ein bestehendes Ekzem hin. Die nicht ansteckende Hauterkrankung wird auch als Juckflechte oder allgemeiner als Dermatitis (entzündliche Hautreaktion) bezeichnet.

 

Symptome von Ekzemen

In der Regel zeigen sämtliche Ekzeme, unabhängig vom Auslöser, ähnliche Symptome:

Bereits Babys und Kleinkinder können starke Ekzeme entwickeln.

  • Die Haut ist gerötet und möglicherweise geschwollen.
  • Das Ekzem wird von hartnäckigem Juckreiz begleitet.
  • Kleine, nässende Bläschen erscheinen auf der Haut, die später verkrusten und austrocknen.
  • Meist reagiert die Haut im Bereich des Ekzems empfindlich und kann spannen.
  • Verdickte Haut, Hautrisse und Hornbildung sind weitere Symptome bei langwierigen

 

In welchem Bereich das Ekzem auftritt, ist abhängig von der Ursache. Unterschieden werden das exogene und endogene Ekzem.

 

Exogenes Ekzem

Sogenannte Kontaktekzeme werden durch äußere Faktoren ausgelöst. Metalle (Nickel, Chrom), Duftstoffe, Konservierungsmittel oder Medikamente können beispielsweise zu einem allergischen Kontaktekzem führen. Reizende chemische Stoffe wie Waschmittel, Desinfektionsmittel oder Badezusätze sind Beispiele, die ein nicht-allergischen Kontaktekzem hervorrufen können. Wie der Name vermuten lässt, entstehen Kontaktekzeme an den Hautstellen, die zuvor mit dem Reizstoff in Berührung, also in Kontakt, gekommen sind. Vor allem bei einem allergischen Kontaktekzem kann es eine Weile dauern (teilweise über 24 Stunden), bis sich erste Symptome auf der Haut zeigen.

 

Endogenes Ekzem

Neurodermitis der Handinnenfläche

Atopisches Ekzem an der Handinnenfläche.

Innere Einflüsse (wie Veranlagung oder Umwelteinflüsse) können ebenfalls an der Entstehung eines Ekzems beteiligt sein. Am häufigsten tritt das atopische Ekzem, auch als Neurodermitis bekannt, auf. Meist zeigt sich diese Variante bereits im Kindesalter, sie kann aber auch erst im Erwachsenenalter entstehen. Das atopische Ekzem verläuft in der Regel schubweise. Die Beschwerden sind mal schwächer und mal stärker ausgeprägt, manchmal verschwinden die Symptome ganz. Das endogene Ekzem kann sich an verschiedenen Hautstellen zeigen, meist sind Ellenbeugen, Kniekehlen, Hände, Nacken oder Schultern betroffen. Darüber hinaus gehören Heuschnupfen, Nahrungsallergien oder Asthma bronchiale zu den typischen Begleiterscheinungen einer Neurodermitis.

 

Behandlung von Ekzemen

Pflegen Sie Ihre gereizte Haut. Verzichten Sie auf heiße Bäder, extremes Sonnen, alkoholische Zusätze in Körperlotionen und all das, was Ihre Haut austrocknet. Meiden Sie nach Möglichkeit Kleidungsstücke aus Wolle, die auf der Haut reiben und zusätzlich Juckreiz auslösen können. Besser geeignet ist Kleidung aus Baumwolle, die zudem leicht kühlende Eigenschaften besitzt.

Patientin und Ärztin

Bei Hautproblemen können Ultraschall-Behandlungen helfen.

Patienten mit chronischen Ekzemen können einen heilsamen Aufenthalt in den Bergen oder am Meer in Erwägung ziehen. Die dortigen Klimaeinflüsse können sich positiv auf Immunsystem und Hautbild auswirken. Viele physikalische Therapien, wie Wärmebehandlung, Behandlung mit UV-Licht, Massagen oder Wasseranwendungen, sind darüber hinaus wohltuend für die Haut.

Vor allem Neurodermitis belastet die Psyche und führt letzten Endes zu Stress. Dieser wiederum kann einen Schub auslösen und verstärken. Empfehlenswert ist es daher, sich Methoden zur Stressbewältigung anzueignen. Vielen Menschen helfen Entspannungsübungen wie Meditation, Yoga oder Autogenes Training.

Salben und Cremes bei Ekzemen

Zur Behandlung von Ekzemen und Linderung des Juckreizes stehen Ihnen rezeptfreie Medikamente zur Verfügung. Es sind einige, auch kortisonfreie Salben im Handel, unter anderem mit den Wirkstoffen Heparin-Natrium, Levomenol und Panthenol.

 

Unsere Produkttipps bei entzündlichen Hautveränderungen:

·         Sensicutan® Creme

·         Bepanthen® Sensiderm Creme

·         Halicar® Salbe N

 

Ekzem in der Ellenbeuge

Frau trägt Salbe bei Ekzem an der Ellenbeuge auf

In schweren Fällen wird Ihr Arzt eine kortisonhaltige Salbe verschreiben, mit der Sie Ihr Hautleiden behandeln können. Wenden Sie die Salbe immer nur kurzfristig an und bis zum Abheilen der Entzündung. Es gilt: so wenig wie möglich und so lange wie nötig. Halten Sie sich dabei immer an die Anwendungsempfehlung des Arztes.


Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 

Wir stehen mit unserer Beratungshotline gern für Sie bereit.


Stand vom: 30.04.2018