Mittel bei Insektenstichen

Das hilft gegen Bienen- und Mückenstiche

Insektenstiche erfolgen zum einen durch sich bedroht fühlende Honigbienen, Wespen und Hornissen, seltener aber auch durch Hummeln oder Vertreter einiger Insekten wie Mücken oder Bremsen.

Wenn Mücken stechen

Mückenstich
Oft bemerken wir eine blutsaugende Mücke nicht. Ist sie fort, beginnt die betroffene Stelle unangenehm zu jucken. Bildquelle: © Peter Heimpel – Fotolia.com

Ein Mückenstich ist genau genommen kein Stich. Der Rüssel der Mücke hat winzige Zacken. Diese ritzen die Haut auf. Daraufhin spritzt die Mücke Speichel in die kleine Wunde. So betäubt sie die Stelle und wir merken den lästigen Blutsauger nicht. Der Speichel hat jedoch noch eine zweite Funktion: Er verdünnt unser Blut, sodass die Mücke unser Blut bequem aufsaugen kann. Die im Speichel enthaltenen Eiweiße lösen bei uns jedoch eine allergische Reaktion aus. Die Haut beginnt zu jucken, rötet sich und schwillt leicht an. Es entsteht eine klassische, juckende Quaddel, die größer wird, wenn wir uns kratzen.

Schon gewusst?

Nur weibliche Mücken stechen. Sie benötigen unser Blut für ihre Eier. Die männlichen Mücken ernähren sich vom Blütennektar.

Wenn Bremsen stechen

Bremse, Makro, Insekt, Hautnah, Auge, Tierwelt, Natur
Bremsen sehen aus wie Fliegen. Sie sind lautlos und ihr Stich ist überraschend.

Bremsen werden schnell mit Fliegen verwechselt. Sie beißen besonders gern an schwülen Sommertagen und halten sich in Wassernähe auf. Sie werden vom Schweißgeruch angelockt. Besonders perfide: Sie sind lautlos und können durch Kleidung durchstechen. Der Stich ist schmerzhaft, da die Mundwerkzeuge sehr groß sind. Die Wunde blutet daher oft nach.

Schon gewusst?

Nicht nur Zecken übertragen gefährliche Infektionskrankheiten. Bremsen können auch Borreliose übertragen. Bildet sich – wie bei einem Zeckenbiss – ein roter Hof um die betroffene Stelle, sollte man einen Arzt aufsuchen. Dieser verschreibt ein Antibiotikum, um die Borrelien unschädlich zu machen.

Wenn Bienen und Wespen stechen

Biene
Wenn Bienen stechen, wird es schmerzhaft.

Das Stichgift von Bienen und Wespen verursacht Schmerzen, Juckreiz, leichte Schwellungen und Hautröte. 2,5 Millionen Menschen in Deutschland sind allerdings Insektengiftallergiker. Diese leiden tagelang unter massiven Schwellungen an der Einstichstelle. Das Gift von Bienen und Wespen ist erst bei mehreren hundert Stichen lebensgefährlich. Bei Allergikern jedoch kann schon ein einziger Stich zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Besonders Stiche im Mund oder in die Zunge sind gefährlich, da durch die Schwellung die Atemzufuhr behindert werden kann. So sterben in Deutschland jährlich tatsächlich 20 Personen an den Folgen eines Insektenstiches.

Wenn Hornissen stechen

Wespe, Insekt, Nest, Natur, Gelb, Käfer, Insekt, Tier
Hornissen sind harmloser als ihr Ruf. Zwar hält sich hartnäckig der Mythos, dass 7 Stiche zum Tod führen, aber tatsächlich sind Hornissenstiche weniger gefährlich als Bienenstiche.

Hornissen sind friedfertig und scheu. Ihr Gift ist sogar harmloser als das von Wespen und Bienen. Es brennt jedoch mehr und wird daher intensiver wahrgenommen. Auch ist der Stachel größer und länger. Er dringt tiefer in die Haut ein. Es kommt zu juckenden Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und Schmerzen. Die Schwellung kann hagelkorngroß und größer werden. Die Rötung nimmt einen Durchmesser von etwa 10 Zentimetern ein.

Schon gewusst?

In der Regel sind Hornissenstiche nicht lebensgefährlich. Bei etwa 2 bis 3 Prozent der Bevölkerung verursachen Hornissenstiche allergische Reaktionen. Wie bei Bienen und Wespen auch sind Hornissenstiche in Mund-, Hals- und Rachenraum gefährlich. Die verursachte Schwellung kann Atemnot verursachen.

Den Schmerz nach einem Insektenstich lindern

So gehen Sie vor:

  • Entfernen Sie bei Bienenstichen als erstes den Stachel aus der Einstichstelle.
  • Kühlen Sie die betroffene Stelle, z. B. mit kühlenden Gels, Stiften oder Sprays. Diese helfen gegen den lästigen Juckreiz und wirken beruhigend auf die schmerzende Einstichstelle.
  • Der Saft von Bohnenkraut- oder Kohlblättern, eine frische Zitrone, frischer Meerrettich oder eine aufgeschnittene Zwiebel sind alte Hausmittel, um Schmerzen zu lindern. Schnelle Hilfe versprechen auch Eiswürfel.

Hilfe bei Insektenstichen – unsere Produkttipps:  Soventol® Gel  | Fenistil Gel  | AZARON® Stift  | DR. STORZ® ALOE VERA Gel  | Autan® AKUT Gel

Tipps für Allergiker: Erste Hilfe bei Insektenstichen

Bienenstich
Ein Insektenstich in den Atemwegen kann lebensbedrohlich werden.
  • Bei allergischen Reaktionen ist eine Behandlung mit entsprechenden Medikamenten notwendig.

  • Diverse Antiallergika blockieren die Freisetzung des Botenstoffs, der Allergiesymptome hervorruft. Zu den typischen Antihistaminika gehören die Wirkstoffe Cetirizin und Loratadin. Sie werden häufig in Form von Tabletten verabreicht.
  • In schweren Fällen ist eine Behandlung mit Adrenalin möglich. Es hilft gegen den massiven Blutdruckabfall und Kreislaufstillstand durch Verengung der Blutgefäße.
  • Insektengiftallergiker sollten sich generell ein Notfallset verschreiben lassen.
  • Dauerhaft kann die Gefahr durch eine Immuntherapie, die 3 bis 5 Jahre dauert, reduziert werden.
  • Hilfe bei Insektenstichen – unsere Produkttipps für Allergiker: Cetirizin HEXAL® bei Allergien  | Loratadin®– ratiopharm 10 mg Tabletten

    Insektenstiche vorbeugen

    Durch Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko, gestochen zu werden, vermindern: Unterlassen Sie aggressive Bewegungen und meiden Sie Blüten, Fallobst, Süßgetränke oder Wiesen.

    Vorsorglich können Sie sich vor dem Gang ins Freie zumindest vor Mückenstichen schützen, indem sie Anti-Mücken-Sprays auftragen. Manche wirken gleichzeitig gegen Zecken.

    Insektenstiche vorbeugen – unsere Produkttipps:  ANTI BRUMM® FORTE Pumpzerstäuber |  Autan® Protection plus Pumpspray | mosquito® protect mückenschutzspray

    Weitere Tipps gegen lästige Plagegeister erhalten Sie hier:

    Was tun, wenn die Zecke sticht?

    Zecken beim Hund


    Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt.

    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    Wir stehen mit unserer Beratungshotline gern für Sie bereit.


    Stand vom: 22.05.2019

    Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.