Anti-Aging-Mittel

Wichtige Inhaltsstoffe in Anti-Falten-Cremes und Co.

Altern ist ein natürlicher Prozess. Wir können diesen nicht aufhalten, aber verzögern. Im Falle der Hautalterung heißt das vor allem oxidativen Stress vermeiden und mit Antioxidantien entgegen wirken. Wer zudem für genügend Feuchtigkeit sorgt, ist gut beraten.

Ursachen für Hautveränderungen

Man nimmt an, dass freie Sauerstoff-Radikale Schäden an Zellen verursachen. Radikale werden zum einen über die Nahrung, Umweltgifte, bestimmte Arzneimittel und Zigarettenkonsum aufgenommen und entstehen zum anderen beim Nährstoffabbau oder unter UV-Strahlung.

Nur 20 % des Alterungsprozesses wird von Genen bestimmt. Wie schnell wir altern, entscheiden wir mit unserem Lebensstil selbst.

Oxidative Schäden machen sich beispielsweise durch Altersflecken, Fältchen, aber auch Hautkrebs bemerkbar. Mit Antioxidantien setzt sich der Körper jedoch zur Wehr. Sie gelten als Radikalfänger und verzögern den Alterungsprozess.

Den Alterungsprozess entschleunigen

Rauchen und Biertrinken
Wer lange eine schöne und jugendliche Haut haben möchte, sollte weder übermäßig viel Alkohol trinken noch rauchen.

 Das beste Anti-Aging-Mittel ist die Vermeidung von oxidativem Stress:

  • Ernähren Sie sich gesund und essen sie Lebensmittel mit Antioxidantien: Mit Obst und Gemüse nehmen Sie ausreichend Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E auf.
  • Nutzen Sie Gesichts- und Körperpflegemittel, die Antioxidantien enthalten sind.
  • Rauchen Sie nicht und trinken sie äußerst wenig Alkohol.
  • Vermeiden Sie es sich ungeschützt in der Sonne aufzuhalten.
  • Stehen Sie zu Ihrer Blässe und lassen Sie die Sonnenbank sein.
  • Schlafen Sie mindestens 7 und besser 8 Stunden am Tag.

Bedürfnisse einer älter werdenden Haut

Anti-Aging-Mittel
Gesichtspflege ist auch etwas für Männer.

 Je älter eine Person wird, umso trockener wird in der Regel auch ihre Haut. Vor allem Haut, die in jungen Jahren bereits oft zu Trockenheit neigte, hat im Alter deutlich Feuchtigkeit verloren. Die Produktion von Fett und den natürlichen Feuchthaltefaktoren lässt schon ab 30 Jahren langsam nach. Die kollagenen Fasern in der Lederhaut verlieren ihre Elastizität. Deshalb enthalten viele Anti-Falten-Cremes mehr Feuchtigkeit.  Wer jedoch über eine Mischhaut verfügt, sollte zu Light-Produkten greifen, da diese nicht ganz so reichhaltig sind.

Wichtige Inhaltstoffe in Anti-Aging-Mitteln

 Anti-Aging-Mittel sollten Feuchtigkeit spenden und oxidativem Stress entgegen wirken. Es gibt eine Reihe von Inhaltstoffen, die diesen Anforderungen gerecht werden. Vor allem in den letzten Jahren haben Mittel auf Basis verschiedener Pflanzenöle ihren Siegeszug angetreten.

Pflanzenöle

Badeöl
Pflanzenöle sind ein wichtiger Bestandteil in Anti-Aging-Mitteln.

Für die Pflege und Rückfettung der Haut sind Pflanzenöle wichtige Bestandteile in Hautpflegemitteln. Sie bestehen aus Fettsäuren, Vitaminen, Provitaminen und Phytosterolen.  Dabei kann ihre Zusammensetzung sehr unterschiedlich sein. Da die einzelnen Fettsäuren wiederum über unterschiedliche Eigenschaften verfügen, werden Pflanzenöle oft in Kombination eingesetzt.  

Eigenschaften von Fettsäuren

Fettsäure Eigenschaften Vorkommen
Laurinsäure antimikrobiell, pilzabtötend, kühlend, lässt sich gut verteilen, leicht konsistenzgebend, erzeugt glattes Hautgefühl Babassuöl, Kokosöl, Palmkernöl
Linolsäure entzündungshemmend, beruhigend, juckreizstillend und regenerierend Aprikosenkernöl, Arganöl, Distelöl, Erdnussöl, Hanföl, Maiskeimöl, Mandelöl, Nachtkerzenöl, Rapsöl, Sheabutter, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Traubenkernöl, Walnussöl, Weizenkeimöl
α-Linolensäure fördert die Zellregeneration und aktiviert die Neubildung von Zellen, wirkt entzündungshemmend Hanföl, Wildrosenöl, Sanddornkernöl
γ-Linolensäure entzündungshemmend Borretschsamenöl
Ölsäure feuchtigkeitsspendend, gute Gleiteigenschaften, fördert Penetration von Wirkstoffen in die Hautbarriere, sorgt für weiches Hautgefühl Aprikosenkernöl, Arganöl, Avocadoöl, Erdnussöl, Haselnussöl, Kakaobutter, Kameliensamenöl, Leinöl, Maiskeimöl, Mandelöl, Olivenöl, Pfirsichkernöl, Rapsöl, Sesamöl, Sheabutter, Sonnenblumenöl, Traubenkernöl, Walnussöl, Weizenkeimöl
Palmitinsäure natürlich in unserer Haut vorkommend, jedoch mit dem Alter abnehmend, leicht rückfettend und konsistenzgebend, aber auch leicht komedogen Kakaobutter, Palmöl, Sanddornfruchtfleischöl
Myristinsäure antimikrobiell und konsistenzgebend, verleiht zartes Hautgefühl Babassuöl, Kokosöl, Palmkernöl
Stearinsäure konsistenzgebend, bildet rückfettenden Hautfilm Kakaobutter, Sheabutter

Exkurs: Sheabutter und Olivenöl

Sheabutter
Sheabutter ist ein wichtiger Bestandteil in der Naturkosmetik. 

Am aus Afrika stammenden Karité-Baum wachsen die Sheanüsse wie Trauben. Die Früchte des Baumes sind jedoch weder Nüsse noch Trauben. Sie gehören zu der Familie der Beeren und schmecken süßlich. Aus dem Fruchtkern, der Karité-Nuss, wird die Sheabutter  hergestellt. In Sheabutter sind viele wichtige Stoffe enthalten:

  • Ölsäuren
  • Stearinsäure
  • Linolsäure
  • Palmitinsäure

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Sheabutter hilft aufgrund ihrer einzigartigen Zusammensetzung der Regeneration und dem Aufbau der Zellen, wirkt hautpflegend sowie entzündungshemmend und lässt trockene Haut elastischer werden.

Olivenöl
Olivenöl ist nicht nur eng mit einer gesunden Küche verknüfpft, auch in Kosmetika wird das gesunde Pflanzenöl gern eingesetzt.

Olivenöl enthält etwa 75 % Ölsäure und 10 % Linolsäure. Daneben besteht Olivenöl aus:

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Hyaluron

Tagescreme
Hyaluron ist ein wichtiger Inhaltsstoff in Anti-Aging-Cremes.

Die Hyaluronsäure ist eine gelartige, durchsichtige Flüssigkeit. Als wichtiger Bestandteil unseres Bindegewebes, der Knorpel und der Gelenkflüssigkeit wird sie von unserem Körper selbst hergestellt. Jedoch nimmt die Produktion von Hyaluron mit den Jahren ab und die Spannkraft lässt nach.

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Die in Pflegeprodukte beigemengte Hyaluronsäure sollte niedermolekular sein, um tatsächlich in die Haut eindringen zu können. Nur dann kann sie dafür sorgen, dass Wasser im Bindegewebe gespeichert wird und die Haut dadurch straffer erscheint.

Hochmolekulare Hyaluronsäure hingegen hat ergänzende Vorteile: Sie bildet mit Keratin beim Verdunsten einen Schutzfilm, der die Haut kurzfristig mit Feuchtigkeit versorgt. Hochmolekulare Hyaluronsäure hat quasi einen eher pflegenden und wohltuenden Effekt.

Kollagen

Kollagen ist ein im Körper vorkommender Stoff, der als Bestandteil der elastischen Fasern dem Gewebe Struktur verleiht und Feuchtigkeit bindet. Im Alter nimmt der Anteil an Kollagen im Körper ab. Das Kollagen in Anti-Falten-Mitteln wird von der Haut gut angenommen. Das auf die Hautalterung mindernd wirkende Kollagen wird in den Erneuerungsprozess der Haut eingebunden.

Glycerin

Glycerin schützt mit seiner Fähigkeit, Feuchtigkeit in der Hornschicht zu speichern. Trockene Hautschüppchen lösen sich unter Einsatz von Glycerin rasch. Dadurch trägt der Stoff zur Verjüngung der Haut bei.

Mikronährstoffe

  • Anti-Aging-Mittel mit Vitamin A stärken die Zellteilung. Die Haut bekommt einen rosigen Teint.
  • Vitamin B5 unterstützt das Feuchthaltevermögen der Haut. Es wirkt besänftigend und ausgleichend bei Hautirritationen.
  • Vitamin C und Vitamin E wirken gegen oxidativen Stress. Die Antioxidantien bekämpfen freie Radikale und wirken so Fältchen und Altersflecken entgegen. Außerdem regen sie die körpereigene Kollagen-Produktion an.

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  • Die Produktion des Coenzyms Q10 nimmt ähnlich wie bei der Hyaluronsäure ab dem 30. Lebensjahr deutlich ab. Da das Coenzym ebenfalls zu den Radikalfängern gehört, wird es sehr gern in Anti-Aging-Produkten eingesetzt.
  • Anti-Falten-Mittel mit Calcium und Magnesium stärken die Schutzmechanismen der Haut.

Anti-Falten-Mittel von Creme bis Maske

Cremes, Seren, Fluide – für jeden Hauttyp gibt es auch das richtige Anti-Aging-Mittel.

Anti-Aging-Cremes

Anti-Aging-Creme
Die tägliche Pflege mit einer guten Gesichtscreme, die auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist, ist das A und O für eine schöne Haut im Alter.

Anti-Aging-Cremes werden meist im Gesicht, Hals und Dekolleté angewendet. Sie unterteilen sich sehr häufig in Tagescreme und Nachtcreme.

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Es bietet sich an, beide Cremes von einem Hersteller zu verwenden, da sie sich in ihrer Wirkstoffkombination ergänzen:

  • Die Tagescreme bildet die Basispflege und wird nach der morgendlichen Gesichtsreinigung aufgetragen. Sie versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und Vitamine. Besonders sinnvoll sind Anti-Aging-Cremes mit einem Lichtschutzfaktor. Sie weisen meist eine leichte Konsistenz auf und regulieren die Talgproduktion.
  • Die Nachtcreme hilft bei der Regeneration der Haut. Kleine Zellschäden werden in der Nacht repariert. Hierbei unterstützt eine Nachtcreme mit besonders nährenden Eigenschaften. Oft werden für die Nachtcreme natürliche Öle verwendet. Diese sind reich an Vitaminen und Mineralien. Daneben enthält die Anti-Aging-Nachtcreme meist Kollagen.

Anti-Aging-Seren und Anti-Aging-Fluide

 Anti-Aging-Seren haben eine flüssige oder gelartige Konsistenz. Die Wirkstoffe sind besonders hoch konzentriert. Nach der Reinigung wird das Serum als erstes aufgetragen. So können die Inhaltsstoffe tief in die Haut eindringen. In der Regel enthält ein Serum weniger pflegende Stoffe, sodass noch eine Pflegecreme nötig wird. Das Anti-Aging-Serum und die Creme sollte man morgens und abends in die Pflegeroutine einbauen.

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Auch Anti-Aging-Fluide verfügen über weniger Fette (Lipide) als Cremes und spenden mehr Feuchtigkeit. Fluide ziehen schnell ein und hinterlassen keinen Fettfilm auf der Haut. Vor allem als Unterlage für einen Make-up-Auftrag eignen sie sich.

Anti-Aging: Gesichtsmasken und Kuren

Gesichtsmaske
Gesichtsmasken können einmal in der Woche aufgetragen werden.

Masken und Kuren dienen der Intensiv-Behandlung. Sie steuern einer besonders trockenen Haut entgegen.

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Crememasken haben vor allem eine aufbauende und regenerierende Wirkung. Nach dem Auftrag bleiben sie geschmeidig. Später werden sie abgetupft.


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Stand vom: 19.11.2018