Mandelöl

Beliebtes Öl in der Küche und Kosmetik

Das Öl aus den Mandelkernen findet seine Verwendung seit mehreren Jahrtausenden weltweit als Nahrungsmittel und Pflegeprodukt. Kaltgepresst enthält es viele Nährstoffe, die die Haut pflegen und einen angenehmen Duft versprühen. Auf das Immunsystem, den Kreislauf und den Stoffwechsel sind die positiven Effekte vielfältig. Zu Recht bezeichnen daher Ernährungsenthusiasten die Mandel als „Superfood“.

Wie gewinnen wir Mandelöl?

Mandeln
Wir pressen Mandelöl aus süßen Mandeln gepresst.

Aus den Kernen des Mandelbaumes pressen wir Mandelöl. Hauptsächlich nutzen wir zur Herstellung süße Mandeln. Ein geringer Anteil aus Bittermandeln ist beigemischt.

Reines Öl aus Bittermandeln ist als „Bittermandelöl“ erhältlich und zählt zu den ätherischen Ölen.

Um hochwertiges Öl aus den Mandelkernen zu gewinnen, pressen die Hersteller wiederholt kalt und filtern diese. Kalt gepresstes Öl enthält im Vergleich zu raffiniertem Öl mehr Nährstoffe, da Hitze diese zerstört. Qualitativ gutes Mandelöl erkennen wir schon mit bloßem Auge – es ist dünnflüssig, klar und blassgelb. Einen spezifischen Geruch weist es nicht auf.

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Woraus besteht Mandelöl?

Die Inhaltsstoffe des Mandelöls sind sehr vielfältig. Fettsäuren stellen den Hauptbestandteil dar. Die Ölsäure hat hiervon mit ca. 75 % den größten Anteil, gefolgt von der Linolsäure (25 %) und Palmitinsäure (5 %). Der hohe Gehalt an Vitamin A, Vitamin B, Vitamin E und Vitamin D ist charakteristisch für den Saft der Mandel. Des Weiteren sind die Mineralstoffe Kalium, Magnesium, Calcium und Proteine enthalten.

Mandelöl

Wie wirkt das Mandelöl?

Die positiven Effekte des Mandelöls sind bedingt durch die genaue Abstimmung der einzelnen Bestandteile. Das Zusammenspiel aus Fetten und Mineralien führt zu einer optimalen Aufnahme der Nährstoffe in den Körper, sodass sie dort ihre Wirkung entfalten.

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Wirkung des Mandelöls auf den Stoffwechsel

Der regelmäßige Verzehr von Mandelöl-haltigen Nahrungsmitteln wirkt sich positiv auf den Blutzuckerhaushalt aus. Die Inhaltsstoffe erhöhen die körpereigene Sensibilität für Insulin. Sie führen damit zu einem ausgeglichenen Insulin-Glucose-Stoffwechsel. Das im Mandelöl enthaltene Polyphenol senkt zusätzlich den Cholesterinspiegel. So beeinflusst Mandelöl insgesamt das metabolische System günstig und verringert Risikofaktoren für diverse Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Wirkung des Mandelöls auf die Haut

Babyöl
Das gefällt der Babyhaut: Mit dem milden Babyöl gelingt die Pflege.

Achten Sie bei der Anwendung auf der Haut auf eine gute Qualität des Mandelöls. So ist das Öl für alle Hauttypen und sogar bei Hautproblemen gut verträglich.

Selbst für die Säuglingspflege ist es empfehlenswert. Besonders bei trockener und empfindlicher Haut ist eine Behandlung mit Mandelöl anzuraten. Es wirkt rückfettend, Feuchtigkeit spendend und entzündungslindernd.

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Schon gewusst?

Bereits Kleopatra badete in Mandelöl, um die Schönheit ihrer Haut zu bewahren!

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An Neurodermitis Erkrankte profitieren oftmals von einer Basispflege mit dem Öl aus der Mandel. Es spendet Feuchtigkeit, lindert den Juckreiz und verringert das Spannungsgefühl der Haut. Vor einer intensiven Nutzung empfiehlt sich bei Neurodermitikern ein Verträglichkeitstest. Dafür tragen Sie einen Tropfen des Öls auf das Innere der Unterlippe auf. Anzeichen für eine Unverträglichkeit sind Juckreiz, Rötungen und Schwellungen. Treten diese Symptome auf, ist von einer Nutzung des Mandelöls abzuraten.

Hinweis

Tragen Sie das Mandelöl nie auf offene Wunden auf! Warten Sie bis zur Abheilung und pflegen Sie die Haut im Anschluss mit dem Öl. Eine Verschlimmerung des Hautzustandes kann sonst die Folge sein.

Die Inhaltsstoffe im Mandelöl glätten Falten. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, lassen Sie die Pflegeprodukte mindestens 15 Minuten einwirken.

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Wirkung des Mandelöls auf die Haare

Nasses Haar
Mandelöl wird oft bei Spliss eingesetzt.

In der Haarpflege gelten Haaröle und -shampoos auf Mandelölbasis als wahre Wundermittel. Sie befreien die Kopfhaut von Schuppen und lindern den Juckreiz. Das Mandelöl baut die Haare von innen auf und schützt sie gegen Reize von außen. Dabei reduziert es die Splissbildung und verleiht ihnen einen seidigen Glanz. Das Öl sorgt für volleres Haar, in dem es den Haarwuchs anregt und den Haarausfall mindert.

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Anwendung des Mandelöls

Generell ist ein kaltgepresstes Öl dem raffinierten Öl vorzuziehen.

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Mandelöl auf der Haut

Pflegeprodukte für die Haut massieren Sie kreisförmig ein. So dringen die Wirkstoffe bis in die tieferen Schichten vor, was besonders bei der Milderung von Falten eine wichtige Rolle spielt.

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Mandelöl auf dem Haar

Haarpflegeprodukte werden sanft bis in die Spitzen massiert und dort belassen. So bildet sich ein Schutzfilm gegen äußere Umwelteinflüsse.

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Tipp

Massieren Sie das Mandelöl in das noch feuchte Haar und lassen es anschließend an der Luft trocknen.

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Mandelöl in der Ernährung

Brennnesselsalat
Mandelöl ist ein perfektes Salatdressing.
Bildquelle: Mykola Lunov (Canva.com)

Bei der Ernährung empfiehlt es sich, das Öl roh zu verzehren. Ein Erhitzen würde zu einem starken Verlust der Nährstoffe führen. So ist das Mandelöl v. a. im Salatdressing geeignet. Ein Verzehr von rohen Süßmandeln ist ebenfalls sehr gesund. Allerdings sind hier im Vergleich zum reinen Öl für dieselben Effekte größere Mengen zu verzehren.

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Stand vom: 15.04.2022

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.

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