Fußpflege

So pflegen Sie Ihre Füße gesund und schön

Unsere Füße tragen uns Tag für Tag und halten uns im Gleichgewicht. Sie springen, klettern, balancieren. Auch Schadstoffe werden über die Füße ausgeschieden. Doch enge, unbequeme Schuhe mit hautunfreundlichen Stoffen machen es den Füßen schwer. Dicke Hornhäute verdecken wichtige Reflexzonen. Risse, Verwachsungen und Pilze kommen schnell hinzu. Dabei ist jedem von uns bewusst: Rein optisch sind schöne, gepflegte Füße zauberhaft. Zeit, etwas für die Gesundheit unserer Füße zu tun.

Das beinhaltet eine Rundum-Pflege

Zur kosmetischen Behandlung der Füße brauchen Sie nur eine kleine Ausstattung. Die basalen Hilfsmittel sollte jeder im Haus haben. Je nach Bedürfnis kann man noch Produkte für den individuellen Verwöhneffekt hinzufügen.

Füße reinigen: Fußbäder

Fußbad
Ein Fußbad mit ätherischen Ölen ist eine Wohltat.

Am Anfang des Beauty-Programms steht das Säubern der Füße. Ein circa 38 °C warmes Fußbad mit speziellen Zusätzen oder ätherischen Ölen macht die Füße weich und entspannt den gesamten Körper. Das Bad sollte nicht zu lang andauern, da die Füße sonst zu sehr austrocknen und die anschließende Pflege erschweren. Fünf Minuten sind durchaus ausreichend. Wichtig ist, auch den Raum zwischen den Zehen zu säubern, da hier schnell Fußpilz entsteht.

Fußbäder können alle möglichen Wirkungen haben. Häufig enthalten sie ätherische Öle wie Latschenkiefer (durchblutungsfördernd), Menthol (kühlend) oder Kampfer (erfrischend), Lavendel (beruhigend), Thymian, Minze, Rosmarin oder Salbei (durchblutungsfördernd und desodorierend).

Unser Produkttipp: Gehwol® Fußbad | Fußbadesalz Repair und Protect | Efasit® Classic Vital Fußbad | Efasit® revitalisierendes Urea Fußbad

Der Zusatz von Salicylsäure macht raue Stellen weich, Öle wirken rückfettend. Nach dem Bad sollen die Füße und Nägel schön geschmeidig und weich sein.  Die Bäder gibt es als Salze, Konzentrate, Öle und Cremebäder.

Aloe Vera, Urea, Meersalz unterstützen über die intensive Durchfeuchtung die Widerstandskraft der Haut gegen Keime.

Hornhaut entfernen: Bimsstein, Hornhautraspel und Co.

Bimsstein
Mit einem Bimsstein können Sie der Hornhaut den Kampf ansagen.

Nach dem gründlichen Trocknen der Füße kann die aufgeweichte Hornhaut an Fersen, Ballen und Zehen mit einer Hornhautraspel, einem Bimsstein, einem rotierenden Hornhautgerät oder einem Hornhautschwamm abgetragen werden. Ungeübte sollten keine scharfen Hornhautklingen benutzen, da sonst zu viel Hautschichten abgetragen werden oder die Haut verletzt werden könnte.

Die harte Hornhaut an den Füßen lässt sich schmerzfrei durch Abschleifen bearbeiten. Man sollte dabei aber stets sanft vorgehen, weil schnell empfindliche Hautschichten verletzt werden und die Hornhaut auch eine wichtige Schutzfunktion hat.

Unser Produkttipp: Scholl Velvet Smooth Hornhautentferner |
Lebewohl Hornhautfeile | Hansaplast Anti-Hornhaut-2in1-Peeling

Neben Hornhautfeilen ist ein besonders praktisches Hilfsmittel das elektrische Fußpeeling. Eine diamantbesetzte Rolle schleift in 3 verschiedenen Körnungen gut kontrollierbar die verhornten Hautstellen ab. Spezielle Cremes mit Bimssteinpartikel und feuchtigkeitsspendenden Stoffen peelen und pflegen gleichzeitig die Füße.

Füße eincremen
Das Eincremen der Füße hilft, Hornhaut zu vermeiden.

Neben der mechanischen Beseitigung der Hornhaut kann man auch Salben und Peelings zur Hornhautreduktion und Heilung von Schrunden nutzen. Die Produkte setzen auf die Kraft der intensiven und langanhaltenden Durchfeuchtung und Regeneration trockener Stellen mit Urea, Jojobaöl, Ceramiden oder Panthenol.

Unser Produkttipp: Efasit® classic Hornhaut-und-Schrundensalbe | Allgaeuer Latschenkiefer® Hornhaut-Schälcreme | Compeed® Hornhautpflaster

Säuren, wie Salicylsäure und Milchsäure eignen sich hervorragend, um Hühneraugen, Schwielen und Verhornungen aufzuweichen. Pflaster und Lösungen mit den Wirkstoffen können intensiv auf die betroffenen Stellen einwirken und so das Problem ohne weiteres Zutun beseitigen. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die Wirkstoffe nicht mit empfindlicher, gesunder oder wunder Haut in Berührung kommen.

Auf die feuchte Wundheilung setzen Pflaster mit Hydrocolloid-Technologie. Sie schaffen ein feuchtes Milieu, in dem alte Haut aufgeweicht wird und sich neue Epithelzellen wunderbar entwickeln können.

Fußnägel schneiden und feilen: Fußnagelschere, Nagelfeile und Co.

Fußpflege - Pediküre
Eine ausführliche Fußpflege ist für unsere Füße wohltuend. Doch dafür müssen Sie nicht ins Nagelstudio gehen. Mit wenigen Hilfsmitteln können Sie im eigenen Bad ähnliche Ergebnisse erzielen. 

Auch die weichen Fußnägel lassen sich unmittelbar nach dem Bad gut mit einer speziellen Fußnagelschere, einer gefederten Nagelzange oder einem Nagelknipser (Clipper) schneiden.

Dabei sollten Sie darauf achten, dass die Nägel nur an der Kuppe kürzen,  sodass sie eine gerade Form annehmen. Sie sollten mit den Zehen enden. Die Ecken dürfen nicht ausgefeilt werden, sonst drohen Nagelbettentzündungen und eingewachsene Nägel.

Unser Produkttipp: Apoline® Fußnagelschere  |  Apoline® Nagelzange  | Apoline® Nagelknipser

Eine Sandblatt- oder Glas-Nagelfeile sorgt für den Feinschliff und hilft beim Zurückschieben der Nagelhaut.

Nagelöle sorgen dafür, dass die Nägel glänzend, gesund und pilzfrei bleiben. Nagelpflegemittel mit Vitamin E oder Urea, Ölen und naturreinen ätherischen Zusätzen machen brüchige Fußnägel schön glatt, geschmeidig und fest und beugen einer Infektion mit einem Nagelpilz vor.

Unser Produkttipp: Gehwol Nagelpflege

Wenn die Nägel bereits weiß-gelblich oder braun verfärbt, brüchig, schuppig oder gerillt sind, könnte ein Pilz die Nägel infiziert haben. Zu den ersten Symptomen einer Infektion zählen die Nagelverhärtung oder Nagelverdickung. Der Pilz lässt sich mit Spezialpräparaten gut behandeln, in schwereren bzw. länger andauernden Fällen sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden.

Der Nagellack gegen Nagelpilz kann meist unter dem farbigen Nagellack aufgetragen werden.

Unser Produkttipp: Loceryl Nagellack gegen Nagelpilz

Die Präparate gegen Nagelpilz enthalten in der Regel Antimykotika, wie Amorolfin und Bifonazol, die lokal angewendet werden und den Pilz abtöten können.

Füße verwöhnen: Pflegemittel

Anschließend kann der gesamte Fuß mit einer feuchtigkeitsspendenden Pflege massiert werden. Die speziellen Produkte sorgen dafür, dass die Füße langanhaltend mit Feuchtigkeit versorgt werden und die Hornhaut nicht so schnell nachwächst.

Unser Produkttipp: Allgaeuer Latschenkiefer® Fußbutter

Am Ende jeder Fußpflege kann man die Füße noch einmal mit einer Creme oder Lotion, Balsam oder Schaum verwöhnen. Schaumcremes ziehen besonders schnell ein und eignen sich für alle, die direkt nach der Fußpflege los wollen. Je nach Inhaltsstoffen können sie verschiedene Wirkungen haben und fetthaltig, durchfeuchtend, kühlend, hautberuhigend, durchblutungsfördernd oder desinfizierend sein.

Fußgeruch vermeiden: Antitranspirantien

Füße
Stecken Sie Ihre Füße vor allem im Sommer nicht in festes Schuhwerk. Laufen Sie doch einfach mal barfuß. Bildquelle: © Dmytro Titov – Fotolia.com

Schwitzen ist ein normaler Vorgang, der den Körper vor Überhitzung schützt. Der Schweiß beginnt erst zu riechen, wenn Bakterien der Haut ihn zu Buttersäure zersetzen. Hermetisch abgeschlossene Plastik-Schuhe und synthetische Socken mit ihrem warm-feuchten Milieu sind ideale Bedingungen für Bakterien. Daher wird fast jeder Mensch früher oder später einmal mit Fußgeruch konfrontiert.

Unser Produkttipp: Perspirex Lotion | Efasit® Antitranspirant-und-Fußpilz-Spray

Probate Wirkstoffe, um den schwitzenden Füßen, der Geruchsbildung und der Besiedlung mit Pilzen entgegenzuwirken, sind Präparate mit Aluminiumchlorid und Alkohol, Silber oder Zinkoxid, Bisabolol und Clotrimazol.

Je nach Vorliebe kann man Antitranspirantien gegen Fußgeruch in Form von Lotionen, Cremes, Sprays oder Puder erwerben. Manche werden in die Schuhe gesprüht, andere wiederum direkt auf die Füße aufgetragen.

Unsere Produkttipps: Gehwol medizinisches Fußpuder | Teebaumoel Amax Ma-100

Wer eher auf natürliche Inhaltsstoffe setzt, kann dem Fußgeruch auch mit ätherischen Ölen hervorragend zu Leibe rücken. Besonders gut eignen sich dafür die antibakteriell und fungizid wirkenden Teebaum-, Thymian-, Eukalyptus-, Rosmarin-, Lavendel- und Pfefferminzöle, die zudem die gereizte Haut beruhigen und den Fußschweiß stoppen.

Die Grenzen der Fußpflege

Die Fußpflege in Eigenregie ist eine rein kosmetische Maßnahme, die die Füße verschönern soll. Es gibt jedoch auch Beschwerden der Füße, mit denen man besser zur medizinischen Fußpflege (Podologie) geht.

Dazu gehören:

  • diabetische Füße
  • Nagel- oder Fußpilz
  • schmerzhafte Risse der Hornhaut (Rhagaden)
  • eingewachsenen oder deformierten Nägeln
  • Druckstellen aufgrund der Fehlstellung der Zehen
  • Warzen
  • offenen Wunden
  • Ekzeme
  • rheumatische Füße
  • Hühneraugen (Clavus)
  • krankhafte Schweißbildung

Die medizinische Fußpflege beim Podologen kann u. U. von den Krankenkassen bezuschusst werden.


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Stand vom: 15.11.2019

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.