Warzen

Warze an Fußunterseite

Dornwarzen finden sich unter den Fußsohlen. Sie reichen tief in die Haut rein und schmerzen beim Auftreten.

Scharf begrenzte, gutartige Hautwucherungen an Haut oder Schleimhaut mit einer rauen, schuppigen Oberfläche werden als Warzen bezeichnet. Warzen werden durch Humane Papillomviren (HPV) übertragen, von denen mehr als 100 Unterarten bekannt sind.

 

Infektion mit Papillomaviren

Die Viren gelangen durch kleine Verletzungen oder Risse in die obere Hautschicht und verdicken bzw. verhornen sich erst Wochen später an der Eintrittsstelle zu unschönen Wucherungen.

Human papillomavirus (HPV)

Humane Papillomaviren (HPV)

Die Erreger vermehren sich und treten an der Oberfläche der betroffenen Stelle wieder aus. Berührt man die Warze, kann man sich anstecken, v.a. wenn man selbst kleine Wunden hat. So gelangen die Viren an andere Stellen des eigenen Körpers oder werden von Mensch zu Mensch übertragen.

Aber auch eine indirekte Übertragung, z.B. in Duschräumen von Schwimmbädern ist möglich. Die aufgeweichte Haut ist für die Viren anfälliger. Menschen mit schlecht durchbluteten, kalten oder schwitzigen Händen, aber auch Personen mit einer trockenen Haut sind besonders anfällig.

 

Unterschieden werden die Warzen nach Aussehen und Ort ihres Auftretens:

  • Verrucae vulgares

    Gewöhnliche Warzen sind hautfarben und wenige Millimeter groß.

    Die am häufigsten vorkommenden sogenannten gewöhnlichen Warzen, Verrucae vulgares, sind harmlos und man findet sie v.a. bei Kindern und Jugendlichen an Händen und Füßen. Sie sind anfänglich meist 2–3 mm groß, hautfarben, hart und gewölbt. Durch zunehmende Verhornung bekommen die später größer werdenden Warzen eine raue Oberfläche. An Fingern und Handrücken sind Warzen häufig halbkugelförmig, zwischen Fingern und Zehen eher flach, an Augenlidern oft faden- und stielförmig.

  • Die sogenannten Dornwarzen sitzen auf den Fußsohlen und reichen tief in die Haut hinein. Unter Belastung wie Druck können sie sehr schmerzhaft sein.
  • Mosaikwarzen treten beetartig in großer Zahl unter den Fußsohlen auf, machen jedoch keine Unannehmlichkeiten. Sie gehören wie die Dornwarzen zur Gruppe der Verrucae plantares.
  • Kleine, flache, rundlich-ovale Knötchen, die vor allem im Gesicht auftreten, bezeichnet man als Flachwarzen. Sie haben die Eigenschaft sich mitunter plötzlich stark zu vermehren.
  • Die Genitalwarzen bzw. Feigwarzen (Condylomata acuminata) sind sehr schnell ansteckend und werden beim Geschlechtsverkehr übertragen. Einige von Ihnen sind zwar unschön, lassen sich aber gut behandeln und beseitigen. Andere von ihnen sind weniger harmlos, da sie Gebärmutterkrebs verursachen können.
  • Treten Warzen im Mund auf, spricht man von Mundschleimhautwarzen bzw. einer fokalen epithelialen Hyperplasie (Heck-Krankheit). Sie werden durch HPV 13 und 32 ausgelöst, erscheinen hautfarben oder weißlich verdickt und befinden sich an den Lippen, der Wangenschleimhaut und der Zunge.

Gewächse, die bis zu 5 mm groß, hellrot sowie perlähnlich sind und bei denen die größeren Knötchen eine Delle aufweisen, heißen Dellwarzen. Sie gehören aber gar nicht zur Gruppe der Warzen, da sie von einer anderen Virusgruppe verursacht werden.

 

Alterswarze

Alterswarze

Unter Alterswarzen versteht man eine harmlose Veränderung der Haut. Auch hier sind die Humanen Papillomviren nicht im Spiel. Die dunklen Flecken bilden sich oft im Gesicht, Brustbereich, auf dem Bauch, den Schultern oder dem Rücken. Zu Beginn sehen sie matt aus, später wirken sie schuppig und zerklüftet.

 

Warzen behandeln

Nicht jede Hautveränderung ist gutartig.  Hautkrebs kann warzenähnliche Gebilde verursachen. Daher ist es wichtig, dass Sie zum Arzt gehen, wenn sich Hautbereiche auf einmal verändern.  Der Hautarzt entnimmt Hautgewebe, welches im Labor untersucht werden kann, um die Ursache der Hautveränderung zu ermitteln.

 

Mittel gegen Warzen

Mitunter heilen Warzen von selbst ab. Mittel wie Warzentinkturen oder Warzenpflaster enthalten Säuren wie die Salicylsäure oder die Milchsäure, die ätzend auf die Gewöhnlichen Warzen wirken. Beim Auftragen sollte man nur die erkrankten Stellen mit dem Heilmittel einstreichen, damit die gesunde Haut nicht verletzt wird. Zum Schutz eignet sich z.B. Zinkpaste, die man um die Warze herum aufträgt. Eine Behandlung kann sich einige Zeit hinziehen bzw. muss wiederholt werden, da Warzen hartnäckig sind oder sich neu bilden können.

 

Unsere Produkttipps bei Warzen:

·         Axisis Warzenpflaster

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·         wortie® spezial gegen Stielwarzen Punktgenaue Vereisung

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Der Arzt behandelt Warzen oft mit flüssigem Stickstoff. Die betroffene Stelle wird vereist. Gerade bei Dornwarzen ist dies eine gängige Praxis. Aber auch Ausschaben, elektrisches Verschorfen oder Lasern gehören zu den gängigen Behandlungsmethoden. Zurück kann allerdings eine kleine Narbe bleiben.

Achtung: Versuchen Sie niemals selbst eine Warze wegzuschneiden, da Sie sich an anderen Stellen infizieren können oder sich die Wunde mit anderen Erregern infizieren kann. Verhornte Hautschichten können Sie vorsichtig mit einem Bimsstein abtragen, ohne die Stelle zum Bluten zu bringen, bevor Sie weitere Lösungen oder ätzende Pflaster auftragen. Wenn Sie selbst die Warzen vereisen wollen, achten Sie bitte darauf die gesunde Haut nicht mit zu vereisen.

 

Unsere Produkttipps – Hilfsmittel bei Warzen:

·         Zinksalbe BW

·         Pharmadies Bimsstein

 

Warzen vorbeugen

Es gibt einige Maßnahmen, um Warzen vorzubeugen. Ein starkes Immunsystem ist eine gute Grundvoraussetzung beim Kampf gegen die Warzen. Gesunde Ernährung und sportliche Aktivität halten unsere körpereigene Abwehr fit.

 

Gewöhnliche Warzen vorbeugen

In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbad oder Saunen ist es ratsam, Badeschuhe zu tragen. Trocknen Sie zudem Finger- und Zehenzwischenräume nach dem Baden in öffentlichen Einrichtungen sorgfältig ab.


Lesetipp: Wie stärke ich mein Immunsystem?


Feigwarzen vorbeugen

Kondom

Safer Sex vermeidet Krankheiten.

Beim Geschlechtsverkehr schützen in vielen Fällen Kondome vor einer Ansteckung. Eine Impfung gegen humane Papillomaviren schützt vor einer Infektion mit bestimmten HPV-Typen. Dadurch wird das Risiko auf Gebärmutterhalskrebs gesenkt. Derzeit wird sie für Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren, vor dem ersten Geschlechtsverkehr, empfohlen. Gegen andere Warzenarten hat die Impfung keinen vorbeugenden Effekt.

 

3 Tipps, um Familienmitglieder zu schützen

  • Wenn Sie eine Warze haben, benutzen Sie keine Handtücher und Waschlappen gemeinsam mit den anderen Familienmitgliedern.
  • Waschen Sie Handtücher und Kleidung, die mit der Warze direkt in Berührung gekommen sind, bei mindestens 60 Grad.
  • Desinfizieren Sie die Gegenstände, die mit der Warze in Berührung kamen und ihre Hände.