Osteoporose

human radiography scan with glowing bonesOsteoporose wird auch als Knochenschwund bezeichnet und ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der die Knochenmasse abgebaut wird und die Knochen an Stabilität verlieren. Werden die Knochen zu porös, kann es zu schmerzhaften Knochenbrüchen als Folgeerscheinung kommen.

 

Wie entsteht eine Osteoporose?

Knochen bestehen aus formgebendem Gewebe, der sogenannten Matrix und den Mineralstoffen Calcium und Phosphat, die in der Matrix eingelagert werden, um die Knochen hart und dicht werden zu lassen. Die lebende Verbindung aus Zellen wird mit Hilfe von Hormonen ständig auf-, um- und abgebaut. Vitamin D und das Schilddrüsenhormon Calcitonin sind für das Lagern von Calcium verantwortlich. Das Parathormon aus der Nebenschilddrüse löst Calcium aus den Knochen heraus. Die Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen wiederum sind für die Bildung und Wirkung der regulierenden „Knochenhormone“ von Wichtigkeit.

Ist der Regulationsmechanismus gestört, wird das Knochenmaterial über ein erhöhtes Maß hinaus abgebaut.

Osteoporose

Entwicklung bei einer Osteoporose: Die Knochen werden immer löchriger.

Calcium wird nicht ausreichend eingelagert, die Matrix wird löchrig, die Knochen werden dünner und verlieren an Festigkeit. Die Zerstörung der Knochenstruktur kann mit starken Schmerzen einhergehen und letztendlich dann zu den Knochenbrüchen führen.

Osteoporose - Frauen leiden viel häufiger darunter als Männer

Erleiden Frauen einen Östrogenmangel in den Wechseljahren, kann es bereits etwa 10 Jahre nach der Hormonumstellung zum ersten Knochenbruch, meist der Wirbelkörper oder des Oberschenkelhalses, kommen. Die Altersosteoporose tritt bei beiden Geschlechtern ab dem 70. Lebensjahr auf.

Gründe für die Altersosteoporose sind vor allem jahrelanger Mangel an Calcium, Vitamin D und Bewegung.

 

Welche Faktoren tragen zu einer Osteoporose bei?

Generell sind folgende Faktoren Osteoporose fördernd:

  • ein spätes Eintreten der ersten Regel
  • ein frühes Einsetzen der Wechseljahre
  • die Entfernung der Eierstöcke oder eine Funktionsstörung
  • Funktionsstörung der Hoden

    Rauchen und Biertrinken

    Ein hoher Alkohol- und Zigarettenkonsum ist für die Knochensubstanz schädlich.

  • mangelnde Bewegung
  • übermäßige Diäten
  • überhöhter Kaffee-, Alkohol– oder Nikotinkonsum
  • zu intensiver Gebrauch von Abführmitteln
  • zu viele phosphathaltige Nahrungsmittel
  • genetische Faktoren
  • eine übermäßige Produktion von Kortison im Körper
  • Langzeitbehandlung mit Kortisontabletten oder Kortisonspritzen
  • eine nicht behandelte Schilddrüsenüberfunktion
  • eine Überfunktion der Nebenschilddrüse
  • ein Mangel an Wachstumshormonen
  • langjährige Erkrankung der Bauchspeicheldrüse oder des Darms
    Blutzucker messen

    Ein hoher Blutzuckerspiegel ist ein Risikofaktor für Knochenschwund.

    wie Morbus Crohn, chronische Dickdarmentzündung

  • Magersucht
  • Milchzuckerunverträglichkeit
  • Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus
  • Rheuma
  • Morbus Bechterew
  • Lupus erythematodes, eine systemische Autoimmunkrankheit
  • manche Tumore

 

Welche Symptome treten bei einer Osteoporose auf?

Zu Beginn des Knochenschwundes kommt es zu gelegentlichen Rückenschmerzen.

Osteoporose zeigt sich durch Rückenschmerzen

Rückenschmerzen zeigen sich gerade am Beginn der Krankheit.

Bei einer fortgeschrittenen Osteoporose brechen die Knochen ohne erkennbaren Anlass. Die Spontanfrakturen führen zu starken, akuten Schmerzen und zu Fehlstellungen, die Muskelverspannungen auslösen können.

Typisch für die hormonell bedingte Osteoporose sind die Brüche der Wirbelkörper, die häufig als „Hexenschuss“ fehlinterpretiert werden. Im Alter führen sie zum sogenannten „Witwenbuckel“, da diese Patienten immer kleiner werden und sich ihr Rücken zu einem Rundrücken krümmt.

 

Wie kann man eine Osteoporose vorbeugen?

Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung und sportliche Aktivitäten kann man dem Knochenschwund den Kampf ansagen.

 

Ernähren Sie sich gesund

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Knochenstruktur: Achten Sie vor allem auf eine ausreichende Kalziumzufuhr durch die Einnahme von Milchprodukten oder kalziumhaltigem Mineralwasser.

 

Empfohlene Kalziumzufuhr mg/Tag
Ab einem Jahr 800
Ab zwölf Jahren 1200
Frauen ab 25 bis 45 Jahren 1000
Schwangere/Stillende 1200
Frauen ab 45 Jahren 1500
Männer ab 25 bis 65 Jahren 1000
Männer über 65 Jahren 1500

 

Michprodukte

Milch und Milchprodukte sorgen für eine Abdeckung des Kalziumbedarfs.

Nicht jeder kann durch seine Ernährung den Calcium-Bedarf abdecken, etwa wenn eine Milcheiweißallergie oder eine vegane Ernährweise vorliegt und daher auf Milchprodukte verzichtet wird. In vielen Fällen können Nahrungsergänzungsmittel den Ausgleich schaffen.

Vitamin D finden Sie im Fisch, in Eiern, Milch oder Milchprodukten. Bei Ihrer sportlichen Betätigung im Freien können Sie ebenfalls Vitamin D tanken. Gerade ältere Personen sollten darauf achten, pro Tag mindestens eine halbe Stunde im Freien verbracht zu haben. Ist keine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr gewährleistet, kann man auch hier auf Präparate  zurückgreifen.

 

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·         Ortho expert® osteofemin

 

Vermeiden Sie:

  • übermäßig viele phosphathaltige Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Schmelzkäse oder Softdrinks (Phosphate tragen die Nummern E338–341 sowie 450)
  • übermäßigen Alkoholkonsum
  • übermäßigen Kaffeekonsum
  • Nikotinkonsum

 

Raucherentwöhnung – unsere Produkttipps:

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Körperliche Aktivität

Mit gymnastischen Übungen bleibt man auch im Alter noch fit.

Bleiben Sie aktiv

Wichtig sind vorbeugende Maßnahmen wie Bewegung, z.B. durch:

  • regelmäßige Spaziergänge
  • Rückenschwimmen
  • Wassergymnastik
  • Kraft- und Koordinationstraining
  • Geh- und leichtes Lauftraining

 

Wie wird Osteoporose behandelt?

In erster Linie wird der Arzt Sie bitten, ihre Ernährung entsprechend umzustellen. Wenn die Osteoporose bereits einen schwereren Verlauf nimmt, sollten Stürze dringend vermieden werden, um Knochenbrüche zu verhindern.

 

Maßnahmen, um Knochenbrüche vermeiden

Hierzu sind folgende Maßnahmen zu beachten:

  • Richten Sie Ihr Zuhause so ein, dass Sie wenig Stolperfallen haben, Teppiche nicht rutschen können und die Räumlichkeiten gut ausgeleuchtet sind.
  • Lassen Sie Ihre Sehkraft testen.
  • Heben Sie nicht schwer.
  • Meiden Sie es bei Glatteis aus der Wohnung zu gehen.
  • Tragen Sie flache und zweckmäßige Schuhe.

 

Manche Medikamente wie Schlafmittel, Betablocker oder Antidepressiva können verlangsamte Reaktionen hervorrufen. Falls Sie solche Präparate zu sich nehmen, beobachten Sie genau die Reaktion Ihres Körpers und besprechen Sie die Ergebnisse in Hinblick auf Ihre Osteoporose mit dem Arzt.

 

Medikamentengabe

Bei Frauen werden nach der Menopause für 3–5 Jahre, manchmal auch länger, unterschiedliche Medikamente eingesetzt, um Brüche durch Osteoporose vorzubeugen. Ein übermäßiger Knochenabbau wird durch Bisphosphonate verhindert und die vorhandene Knochenmasse wird gestärkt. Infusionen können einmal im Jahr verabreicht werden, sodass man bei diesem Medikament auf eine tägliche Einnahme verzichten kann.

Medikamente

Lebenslange Unterstützung durch Tabletten.

Den Knochenabbau verhindern selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM), die zudem den Knochenstoffwechsel regulieren. Die Zufuhr erfolgt hier einmal täglich in Tablettenform. Strontium Ranelat hemmt nicht nur einen übermäßigen Abbau der Knochenmasse, sondern steigert die knochenaufbauende Zellaktivität. Es ist als Pulver täglich einzunehmen. Der dem Parathormon verwandte Stoff Teriparatid fördert den Knochenaufbau und die Neubildung von Knochenstrukturen. Teriparatid wird häufig bei Frauen, die nach ihrer Menopause bereits einen Knochenbruch erduldet haben, einmal pro Tag für höchstens 18 Monate unter die Haut gespritzt.

 

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