Tipps gegen Schwangerschaftsstreifen

Dehnungsstreifen mindern

Während der Schwangerschaft muss das Bindegewebe an Bauch, Beinen, Hüften und Schenkeln enorme Belastungen aushalten. Durch die starke Dehnung können besonders am Bauch feine Risse im Bindegewebe unter der Haut, die sogenannten Schwangerschafts- oder Dehnungsstreifen, entstehen.

Ab dem 4. Monat, wenn der Bauch allmählich rund wird, sollten Sie Ihre Haut auf diese Strapaze vorbereiten. Durch eine intensive Pflege können Sie die Haut und das Gewebe geschmeidig halten. Die Bildung von Schwangerschaftsstreifen wird damit nicht ausgeschlossen, aber minimiert.

Schwangerschaftsstreifen sind Dehnungsnarben

Die Haut einer Schwangeren muss sich aufgrund des wachsenden Platzanspruchs des ungeborenen Kindes enorm dehnen. Hormone sorgen in der Regel dafür, dass die Kollagen- und Elastinfasern im Stützgewebe aufgelockert werden. Ist die Haut zu trocken, überdehnt sich das Hautgewebe und es entstehen rote bis violette Schwangerschaftsstreifen am Bauch, aber auch an Oberschenkeln, Po oder Brüsten. Erst 6 Monate nach der Geburt beginnen die Dehnungsstreifen zu verblassen bis schließlich narbenähnliche, silberne Streifen zurückbleiben.

Schon gewusst?

50 bis 80 % der werdenden Mütter bekommen Schwangerschaftsstreifen.

Ursachen von Schwangerschaftsstreifen

Für die Entstehung von Dehnungsstreifen sind mehrere Faktoren verantwortlich: Zum einen spielt die Hormonumstellung eine Rolle und zum anderen haben bestimmte Frauen eine genetische Veranlagung zu einem schwachen Bindegewebe. Aber auch der Ernährungsstil und der Wasserhaushalt im Körper können zur Bildung der Dehnungsstreifen beitragen.

Wer bereits in der Pubertät Dehungsstreifen durch Wachstum erlitten hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in der Schwangerschaft unter Dehnungsstreifen leiden. Wer in der Schwangerschaft viel Gewicht zunimmt oder ein großes Kind bzw. mehrere Kinder erwartet, hat ebenfalls ein höheres Risiko.

Risikofaktoren für Schwangerschaftsstreifen

  • erbliche Veranlagung
  • Dehnungsstreifen in der Pubertät
  • Übergewicht
  • starke Gewichtszunahme in der Schwangerschaft
  • großes Kind oder Mehrlingsschwangerschaft

Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Schwangerschaftsstreifen
Da sich die Haut schnell dehnt, entstehen bei vielen Schwangeren sogenannte Schwangerschaftsstreifen.

Leider wird nicht jede Frau, um Schwangerschaftsstreifen herum kommen. Sie können jedoch die Ausprägung beeinflussen.

Dehungsstreifen vorbeugen

1. Tipp: Cremen Sie die Gegend rund um den Bauchnabel ein

Wenn trockene Haut zu Dehungsstreifen führt, ist die Lösung sehr naheliegend! Sorgen Sie dafür, dass Ihre Haut geschmeidig bleibt. Sie können dafür Massageöle verwenden oder Ihre normale Bodylotion. Milde Öle wie Mandelöl, Weizenkeimöl oder Jojobaöl sind gut geeignet. Viele Mütter empfehlen Ringelblumencreme. Auch Kokosbutter soll helfen die Schwangerschaftsstreifen zu reduzieren.

Unsere Produkttipps zur Minderung von Schwangerschaftsstreifen:  RIVIERA Ringelblumen Salbe  | Bi-Oil  | EXCIPIAL® MANDELÖLSALBE

Achtung

Verwenden Sie das Massageöl etwa eine Woche vor einem Ultraschalltermin nicht mehr, da sonst die Qualität der Untersuchung leidet.

2. Tipp: Wenden Sie Zupfmassagen an

Krampfadern in der Schwangerschaft
Regelmäßiges Eincremen und Massieren mindert Dehnungsstreifen bei Schwangeren.

Eine Zupfmassage sorgt für eine gute Durchblutung. Sie fördert die Dehnungsfähigkeit der Haut und beugt damit Schwangerschaftsstreifen vor.

  • Cremen Sie Ihren Bauch zunächst mit Pflegelotion oder Pflegeöl ein.
  • Nehmen Sie etwas Haut der gefährdeten Bereiche zwischen Daumen und Zeigefinger.
  • Zupfen Sie die Haut mit leichtem Druck vorsichtig vom Körper weg.
  • Eine Sekunde halten und loslassen.
  • Massieren Sie danach mit den Fingerkuppen mit leicht mit kreisenden Bewegungen Ihren gesamten Bauch.

Hinweis

Die Gegend um das Schambein sollten Sie bei der Massage auslassen, um keine Reizung zu verursachen. Etwa 3 Wochen vor der Geburt sollten Sie keine Zupfmassage anwenden, um keine Wehen auszulösen. Pflegen Sie dann Ihre Haut nur noch mit Creme oder Hautöl.

3. Tipp: Führen Sie regelmäßige Wechselduschen durch

Wechselduschen
Wechselduschen hilft gegen Cellulite und Dehnungsstreifen.

Regelmäßige Wechselduschen fördern die Durchblutung der Haut und sorgen für Elastizität. Ein weiterer Nebeneffekt: der Kreislauf kommt in Schwung!

  • Beginnen Sie behutsam mit kühlem Wasser.
  • Halten Sie den Duschkopf über Ihren rechten Fuß und führen Sie dann den Strahl über das rechte Bein bis zur Hüfte hin zu ihrem Babybauch.
  • Nehmen Sie sich dann das linke Bein vor. So gewöhnen Sie sich langsam an die kalte Temperatur.
  • Für den nächsten Durchgang wechseln Sie zu warmen, nicht heißem, Wasser.
  • Wiederholen Sie das Prozedere 3- bis 5-mal.
  • Enden Sie mit einem kalten Durchgang. So werden die Gefäße wieder zusammengezogen.

4. Tipp: Ernähren Sie sich vitaminreich

Obst und Gemüse
Achten Sie besonders in Ihrer Schwangerschaft darauf, reichlich Obst und Gemüse zu essen.

Eine vitaminreiche Ernährung unterstützt die Belastbarkeit des Gewebes. Besonders Vitamin E ist hier gefragt. Setzen Sie daher Vitamin-E-haltige Lebensmittel wie Nüsse, Paprika, Schwarzwurzel oder Sojabohnen auf Ihren Speiseplan. Auch Sonnenblumen- und Walnussöl enthalten dieses wichtige Vitamin.

5. Tipp: Treiben Sie Sport

Gymnastik
Gymnastische Übungen sind auch in der Schwangerschaft gut machbar.

Während der Schwangerschaft können Sie auch Sport treiben. Sportliche Aktivitäten wie Gymnastik oder Schwimmen sollen der Entstehung von Schwangerschaftsstreifen entgegenwirken.

Lesetipp

Welche Sportarten noch für Schwangere empfehlenswert sind, erfahren Sie unter: Sport in der Schwangerschaft.

Nicht nur während des Sports, sollten Sie zudem Ihre Brüste mit einem gut sitzenden BH stützen.

Dehungsstreifen behandeln

Ultraschallbehandlung
Ultraschallbehandlung verbessern das Erscheinungsbild.

Trotz vieler Bemühungen lassen sich Schwangerschaftsstreifen häufig nicht vermeiden, insbesondere bei genetischer Veranlagung. Dehnungsstreifen sind irreparable Risse in der Unterhaut. Durch Ultraschallbehandlungen kann man das Erscheinungsbild verbessern. Lassen Sie sich hierzu von geeigneten Fachkräften beraten.


Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 Wir stehen mit unserer Beratungshotline gern für Sie bereit.


Stand vom: 20.01.2019