Prellungen

Junge beim Fußballspiel verletzt

Gerade beim Fußballspielen ziehen sich Kinder und auch Erwachsene Prellungen zu.

Wer Kinder hat, die sportlich aktiv sind, wird häufiger mit Prellungen zu tun haben. Sie schmerzen, sind aber eher harmloser Natur. Leichte Prellungen können Eltern selbst behandeln: In der Hausapotheke sollten deshalb Eisspray und Schmerzgel nicht fehlen.

Eine Prellung ist eine kleine, geschlossene Verletzung, die durch Kompression entsteht. Ursächlich sind ein Schlag oder ein Stoß und ein damit zusammenhängender Aufprall. Dabei wird Gewebe – wie Haut, Muskeln Sehnen oder Fettgewebe – gequetscht. Im Anschluss schwillt die betroffene Stelle unter Bildung eines Blutergusses an.

 

Prellung versus Quetschung

Wurde Gewebe zerstört spricht man nicht mehr von Prellung, sondern von einer Quetschung.

 

Prellungen gehören zu den typischen Sportverletzungen. Sie kommen häufig beim Ausüben von Sportarten wie Fuß- und Handball, Tennis, Squash oder Sprints vor.

Je nach betroffener Stelle und Art der Prellungen unterteilt man u. a. in:

  • Knieprellung
  • Oberschenkelprellung
  • Rippenprellung
  • Schulterprellung
  • Augapfelprellung
  • Gehirnprellung
  • Lungenprellung
  • Knochenprellung
  • Muskelprellung

 

Symptome einer Prellung

Die Symptome sind je nach betroffenem Körperteil unterschiedlich. Gemeinsam haben Prellungen in der Regel folgende Symptome:

Blauer Fleck am Knie

Bluterguss nach Sportunfall

  • Schmerzen an der betroffenen Stelle
  • Schwellungen

 

Eine starke Augapfelprellung führt zu Schwellungen und Unterblutungen der Lider sowie der Bindehaut. Das Sehvermögen kann sich einschränken. Gegebenenfalls verlagert sich die Augenlinse aus der Achse.

Bei einer Gehirnprellung treten Bewusstlosigkeit und neurologische Symptome wie epileptische Anfälle, Sprach- und Sehstörungen oder Verlust des Riechsinnes auf.

Ein Erguss kann sich bei einer Gelenkprellung bilden. Dabei wird vermehrt Flüssigkeit in die Gelenkhöhle abgesondert. Wenn Blutgefäße zerstört wurden, kommt es durch die Ansammlung von Blut in der Gelenkhöhle zum Bluterguss.

Bei manchen Prellungen – etwa bei der Oberschenkelprellung – kommt es zur Bewegungseinschränkung.

 

Ursachen und Risikofaktoren

Eine Prellung entsteht durch direkte, äußere, stumpfe Gewalteinwirkung durch:

Sturz bei eisigem Fußweg

Glatte Wege im Winter erhöhen die Sturzgefahr.

  • einen Schlag
  • einen Sturz
  • einen Stoß
  • einen Aufprall herabfallender Gegenstände
  • eine Einklemmung

 

Sehr oft ziehen Sportarten, vor allem Kontaktsportarten wie Fußball oder Eishockey Prellungen mit sich. Daneben ist ein besonderes Risiko in der Winterzeit gegeben. Durch glatte Wege kann es schnell zu Stürzen kommen.

 

Prellungen vorbeugen

Spezielle Schutzkleidung, wie Helm, Knie- und Schienbeinschützer, senken während der Ausübung der jeweiligen Sportart das Risiko, eine Prellung zu erhalten. Für Snowboarder und Mountainbiker werden Rückenprotektoren empfohlen.

Prellungen behandeln

Hämatom am Arm – jetzt heißt es Schmerzen lindern und kühlen.

Kühlen Sie die betroffene Stelle unverzüglich mit Eispackungen oder Umschlägen aus kaltem Wasser für 15 bis 20 Minuten. Damit es nicht zu Gewebeerfrierungen kommt, sollten Sie unbedingt zwischen dem kühlendem Element und Ihrer Haut Stoff dazwischen legen. Die Kälte verhindert, dass mehr Blut austritt, da sich bei Kälte die Blutgefäße zusammenziehen. Zudem wird der Schmerz gelindert, die Schwellung gemildert und die Heilung kann einen schnelleren Verlauf nehmen. Gerade wer unterwegs ist, kann sich mit einem Eisspray oder Kühlsticks behelfen. Die verletzte Stelle sollte hoch gelagert werden. Zur Heilung trägt eine anschließende Behandlung mit Sportsalben bei.

 

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Haben Sie eine starke Prellung mit einem sehr großen Bluterguss kann der Arzt punktieren. Dabei wird mit einer Nadel die Flüssigkeit abgesogen. Bei einem verfestigten Hämatom wird der Arzt entweder einen Schnitt vornehmen oder eine Substanz in den Bluterguss spritzen, die bewirkt, dass nach einem Tag die entstandene Flüssigkeit abgesaugt werden kann.

 

Mit dem Sport kann der kleine oder auch große „Patient“ vorsichtig wieder beginnen, wenn die Schwellung abgenommen hat und auch bei Beanspruchung der betroffenen Stelle keine Schmerzen mehr spürbar sind.

 


 

Exkurs: Sportverletzungen

Neben einer Prellung kann es bei der Ausübung von vielen verschiedenen Sportarten auch zu Bänder- und Muskelzerrungen sowie Bänder- und Muskelrissen kommen.

2 Läuferinnen

Bitte nicht stolpern! Wer mit hohem Tempo fällt, riskiert einen Bänder- oder Muskelriss.

Eine Überdehnung der Kapsel-Bandanteile eines Gelenkes nennt man Bänderzerrung. Hier kommt es zu einem Hämatom, zu einer Schwellung und zu Schmerzen, die vor allem bei Belastung der entsprechenden Stelle auftreten und bei Ruhe abklingen. Meistens kommt eine Bänderzerrung bei Hand- und Sprunggelenken, Ellenbogen, Knie und Schulter vor. Wenn ein Band durch eine Überdehnung zerreißt, spricht man von einem Bänderriss.

Eine Muskelzerrung geschieht aufgrund einer zu starken Dehnung der Muskelfasern. Ist diese stark ausgeprägt, kommt es zu einer Einblutung in den Muskeln und das zu ertastende Hämatom fühlt sich gummiartig sowie elastisch an. Wenn jedoch der Muskel sich zu weit dehnt und reißt, spricht man von einem Muskelriss.