Richtig Saunieren

Mit diesen Tipps gelingt der Saunabesuch

Immer mehr Deutsche gehen regelmäßig in die Sauna. Nicht nur der wunderbare Entspannungseffekt beim Saunieren ist dafür der Grund. Das Schwitzbad wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus. Der Wechsel zwischen Heiß und Kalt trainiert das Herz-Kreislauf-System. Der Körper lernt, sich an wechselnde Temperaturen anzupassen und wird so bei unbeständigem Wetter widerstandsfähig.

Das Schwitzen und die Kühlung reinigen die Haut. Auch der Heilungsprozess von Hautinfektionen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte wird durch Saunagänge unterstützt.

Den gesundheitlichen Aspekt des Saunierens wird laut Deutschem Sauna-Bund e.V. von 13 Millionen Frauen und 17 Millionen Männern in Deutschland genutzt.

Sauna
Datenquelle: Deutscher Sauna-Bund e.V.

Was Sie für den Saunabesuch benötigen

Paar sitzt gemeinsam in einer Sauna
Saunagänge werden aufgrund ihrer gesundheitlichen Wirkung immer beliebter. Wer den Platz hat, plant eine kleine Sauna im Eigenheim ein. Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com

Damit der Saunabesuch zu einem wohltuenden Erlebnis werden kann, ist die richtige Vorbereitung alles.

Planen Sie genügend Zeit ein

Ein Saunabad dauert insgesamt circa 2 Stunden. Planen Sie diese Zeit ein, um Ihren Saunagang wirklich genießen zu können. Schließlich dient das Saunieren auch zur Entspannung. Ein eiliges Abarbeiten der einzelnen Sauna-Schritte würde eine Belastung für den Körper darstellen.

Essen Sie vorher eine Kleinigkeit

Mikronährstoffe findet man im Obst.
Ein voller Magen ist bei einem Saunagang störend, ein leerer auch. Ideal ist eine Portion Obst.

Der Wechsel zwischen Heiß und Kalt regt den Kreislauf – wie ein sportliches Training – an.

Gehen Sie daher nicht hungrig in die Sauna, aber auch nicht mit vollem Bauch, da das zusätzlich anstrengen würde.

Trinken Sie genug

Wasserglas
In Wasser sind viele Mineralien enthalten.

Während des Saunabades sollten Sie keine Getränke zu sich nehmen. Trinken Sie daher vorher genügend. Empfohlen sind Mineralwasser und Fruchtsaftschorlen. Das unterstützt die Wirkung des Schwitzbades.

Packen Sie Ihre Saunatasche

Vor dem Saunabesuch sollten Sie folgende Dinge in Ihre Tasche packen:

  • ein großes Badetuch, das Ihren ganzen Körper bedeckt
  • Handtücher zum Abtrocknen
  • Badeschuhe
  • einen Bademantel
  • Shampoo, Spülung und Duschgel

Vor dem Saunagang: Duschen und Abtrocknen

Wechseldusche mit Massageschwamm hilft Frau bei niedrigem Blutdruck
Vor dem Saunagang: Duschen nicht vergessen.

Nehmen Sie vor dem ersten Saunagang eine Dusche. Dies ist nicht nur aus hygienischen Gründen empfohlen. Die Dusche spült den störenden Film aus Hautschüppchen, Schweiß und Fett von der Haut. Trocknen Sie sich anschließend gut ab, denn trockene Haut schwitzt besser. Ein warmes Fußbad bereitet den Körper auf die Wärme in der Sauna vor und unterstützt das Schwitzen.

Der Saunagang: Kurz und intensiv

Frau liegt in der Sauna
Stress abbauen: Wohlfühlen ist angesagt.

Der erste Aufenthalt in der Saunakabine braucht etwa 8 bis maximal 15 Minuten. Hören Sie dabei auf Ihren Körper und Ihr Gefühl. Verlassen Sie die Sauna, wenn Sie sich nicht gut fühlen.

Nehmen Sie ein großes Badetuch, das Ihren gesamten Körper bedeckt, mit in die Sauna. Setzen bzw. legen Sie sich auf Ihr Badetuch. So tropft der Schweiß nicht auf die Holzbretter und auch nachfolgende Saunagäste sitzen auf sauberen Bänken.

Gehen Sie auf die mittlere oder die obere Bank. Heiße Luft steigt nach oben, also ist es auf den obersten Plätzen am heißesten. Anfängern wird empfohlen, zuerst die unterste oder die mittlere Bank zu benutzen.

Wenn Sie sitzen möchten, dann stellen Sie ihre Beine mit auf die Sitzbank, sodass rund um den Körper die gleiche Temperatur herrscht.

Wichtig wenn Sie im Liegen saunieren: Setzen Sie sich während der letzten beiden Minuten hin, sodass sich der Kreislauf wieder an diese aufrechte Position gewöhnt.

Der Aufguss

Saunakübel
Der Saunakübel steht für Aufgüsse mit ähterischen Ölen bereit.

In manchen Saunen wird von einem Saunameister ein Aufguss durchgeführt. Der Aufguss bildet dann den Höhepunkt des Saunaganges. Die Luftfeuchtigkeit steigt an und der Hitzereiz wird kurz verstärkt. Das fördert das Schwitzen und steigert die Abhärtung.

Für den Aufguss wird Aufgusswasser in einem Saunakübel vorbereitet. Oft werden mit ätherischen Ölen besondere Sauna-Düfte hinzugemischt. Eukalyptus wirkt anregend und wohltuend auf die Atemwege. Sein inspirierender Duft belebt den gesamten Organismus und verleiht neue Energien. Birke wirkt belebend, erfrischend und unterstützt die Reinigung der Haut. Ingwer-Limette ist ein exotisch-anregender Duft. Minze wirkt besonders in der Erkältungszeit stimulierend auf die Abwehrkräfte.

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Nach dem Saunagang: Frische Luft und Ruhe

Sauna
Bei dieser Sauna gehört der Gang an die frische Luft einfach dazu.

Die gesundheitsfördernde Wirkung der Sauna erhalten Sie dann, wenn die Abkühlung stark genug ist. Der Körper braucht nach dem Saunagang Sauerstoff. Schnappen Sie deshalb nach der Sauna, wenn möglich, etwas frische Luft. Das kühlt zudem auch die Atemwege.

Danach kühlen Sie sich mit dem Kneipp-Schlauch oder einer kalten Dusche ab. Beginnen Sie bei den Füßen und kühlen Sie in Richtung des Herzens. Wenn Sie das Tauchbecken benutzen, denken Sie bitte daran, den Schweiß vorher abzuspülen. Auch nach dem Abkühlen ist ein warmes Fußbad empfehlenswert. Es sorgt für einen Ausgleich zwischen den Temperaturen des Körpers und verhindert ein Nachschwitzen des Körpers.

Nun ist Zeit für eine Pause. Sie können sich in den Ruheraum zurückziehen, um die Ruhe und Erholung zu genießen.

Danach können Sie noch weitere Saunagänge durchführen. Um die gesundheitsfördernden Wirkungen der Sauna zu erzielen, genügen normalerweise insgesamt 3 Saunagänge.

Hinweis: Erst nach dem letzten Saunagang sollten Sie wieder etwas trinken. Calcium- oder magnesiumreiches Mineralwasser ist dafür ebenso empfehlenswert wie verdünnte Fruchtsäfte. Auf Sport sollten Sie nach der Sauna verzichten. Eine anschließende Massage wirkt dagegen unterstützend auf die entspannende Wirkung der Sauna.


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Stand vom: 29.02.2019