Muskelkater

Kreuz- und Rückenschmerzen

Muskelkater kann jeden Muskel betreffen, der ungewohnt beansprucht wird.

Muskelkater – jeder kennt das unschöne Phänomen. Die Muskelschmerzen – meist einige Stunden nach körperlicher Anstrengung oder sportlicher Aktivität mit ungewohnten Bewegungen – sind oft stark, aber harmlos.

 

Ursachen: Wie Muskelkater entsteht

Lange Zeit wussten Mediziner nicht genau, was bei einem Muskelkater im Gewebe geschieht. Zunächst war die Ansicht verbreitet, dass eine Übersäuerung der beanspruchten Muskeln durch Milchsäure ein wichtiger Faktor für die Entstehung der Beschwerden sei. Andere Wissenschaftler machten Blutergüsse für die Symptome eines Muskelkaters verantwortlich.

Heute weiß man, dass durch die Überlastung des Muskels kleine Risse im Muskelgewebe entstehen. Die Mikroverletzungen an den Muskelfasern kommen durch eine Muskeldehnung zustande. Diese kann durch Abbrems- und Stoppbewegungen bei ungewohnten Bewegungsmustern entstehen, etwa beim Fußball, Tennis oder Krafttraining.

Durch die Einrisse dringt Wasser in die Fasern. Die vielen kleinen Wassereinlagerungen – Ödeme – bewirken, dass der Muskel anschwillt und die Dehnungsschmerzen auslöst.

 

Risikogruppen: Wer von Muskelkater betroffen ist

Vor allem untrainierte Sportler oder Sportler, die ein neues Bewegungsmuster eintrainieren, können einen Muskelkater bekommen.

2 Läuferinnen

Wer mit dem Sport gerade erst anfängt, kann einen Muskelkater bekommen. Sind die Bewegungsabläufe für den Körper Routine, muss man Muskelschmerzen in der Regel nicht mehr fürchten.

Auch Marathonläufer können trotz gleichförmiger Bewegungsabläufe von einem Muskelkater betroffen sein. Durch die mehrere Stunden andauernde Belastung des Stoffwechsels werden Entzündungsreaktionen ausgelöst, die dann den Muskelschmerz verursachen.

Personen, die einen epileptischen Anfall erleiden, können im Anschluss Muskelschmerzen verspüren. Patienten, denen muskelentspannende Medikamente verabreicht werden, können ebenfalls betroffen sein.

 

Symptome: Wie sich Muskelkater zeigt

Bei einem Muskelkater kommt es in der Regel zu folgenden Symptomen:

  • Die Bewegung der von Muskelkater betroffenen Muskelpartien löst Schmerzen aus.
  • Die Muskeln fühlen sich steif und hart an. Sie sind druckempfindlich und kraftlos.
  • Die Schmerzen können die angrenzenden Gelenke in ihrer Beweglichkeit einschränken.

 

Ein Muskelkater ist harmlos, aber unangenehm. Die Schmerzen halten etwa eine Woche an und ein weiteres Training ist erst einmal unangebracht.

Denn: Wer mit der gleichen Intensität weitertrainiert, riskiert einen Muskelfaserriss.

 

Muskelkater versus Muskelfaserriss

Bei einem Muskelfaserriss liegen nicht nur Mikroverletzungen an den Muskelfasern vor, die unkompliziert heilen, sondern die Muskelfasern reißen tatsächlich durch. Bei der Reparatur des Gewebes entstehen Narben.

 

Eine Massage bringt bei Muskelschmerzen keine Punkte. Denn die schmerzende Stelle ist bestens durchblutet. Die Regeneration des Muskels kann sogar behindert werden.

 

Risiko minimieren: Wie sich Muskelkater vorbeugen lässt

Dehnübungen

Vor und nach dem Sport helfen Dehnübungen den Muskelkater vorzubeugen.

Muskelkater muss nicht sein. Er kann ganz einfach verhindert werden: Vor und nach dem Training sind Dehnübungen durchzuführen. Zudem sollte die Intensität des Trainings nur langsam und stufenweise gesteigert werden. Dadurch können sich die Muskeln besser an die größer werdende Belastung anpassen. In diesem Zusammenhang spricht man auch von „Aufwärmen“.

 

Schmerz lindern: Wie man Muskelkater behandelt

Bei einem Muskelkater ist in der Regel keine ärztliche Therapie erforderlich. Die betroffenen Muskelpartien sollten lediglich für die Dauer des Muskelkaters geschont werden, da der Körper eine gewisse Zeit braucht, um seine Selbstheilungskräfte zu entfalten. Als rezeptfreie Helfer kommen Salben, Cremes und Schmerzgele zu Einsatz.

 

Unsere Produkttipps bei Muskelkater:

·        Kytta® Geruchsneutral Creme

·        Finalgon® CPD Wärmecreme

·        Diclo-ratiopharm® Schmerzgel

 

Nur bei stark ausgeprägten Beschwerden kann der Arzt muskelentspannende oder schmerzlindernde Arzneien verordnen.

 

Komplikationen: Wann ein Arztbesuch erforderlich ist

In der Regel macht sich ein Muskelkater ein bis zwei Tage nach einer körperlichen Anstrengung bemerkbar und klingt nach wenigen Tagen wieder ab. Wenn die Beschwerden länger als 10 Tage unvermindert andauern, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Mediziner kann Muskelfaserschäden ausschließen oder diese behandeln. Weitere Symptome, bei denen ein Arzt konsultiert werden sollte, sind:

  • Muskelkrämpfe
  • ein Taubheitsgefühl im Muskel
  • eine starke Muskelschwellung