Was tun bei Kinderwunsch?

Kinderwunsch

Sie möchten eine Familie gründen? Bei Kinderwunsch gilt es, einiges zu beachten. Bildquelle: © lassedesignen – Fotolia.com

Sie wünschen sich sehnlich ein Kind, aber bisher blieb eine Schwangerschaft aus? Jetzt fragen Sie sich, was Sie aktiv tun können? Tatsächlich steigern Paare ihre Chancen, wenn Sie einige Tipps berücksichtigen. 

 

Tipp 1: Ruhe bewahren

Ist der Wunsch nach einem Kind gefasst, kann es mehrere Monate oder sogar Jahre dauern bis eine Schwangerschaft eintritt. Das liegt vor allem daran, dass viele Körperteile und Körperfunktionen bei Ihnen und Ihrem Partner zusammenspielen müssen.

Yoga

Setzen Sie sich nicht unter Druck. Entspannungstechniken helfen, zu sich zu finden und in sich zu ruhen.

Haben Sie deshalb etwas Geduld und setzen Sie sich nicht selbst unter Druck. Das ist sehr wichtig, denn durch seelischen Stress kann Ihr Hormonhaushalt ins Schwanken kommen und eine Schwangerschaft somit verhindert werden.

Kommen Sie auch sonst zur Ruhe. Entspannen Sie sich beispielsweise durch autogenes Training oder Yoga.

 

Tipp 2: Gesund leben                                         

Neben Stress können auch körperliche Überanstrengung, ungesunde Ernährung oder Schlafdefizit den Hormonhaushalt stören. Gestalten Sie daher Ihr tägliches Leben harmonisch, gönnen Sie sich genug Ruhephasen, schaffen Sie sich Auszeiten mit schönen und vor allem gemeinsamen Erlebnissen.

Gesunde Ernährung hilft Herpes-Ausbruch zu vermeiden

Es lohnt sich, seine Lebensgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen und die Ernährung auf gesunde Kost mit reichlich Obst und Gemüse anzupassen.

Auch Übergewicht kann eine Schwangerschaft verhindern. Treiben Sie Sport, gönnen Sie sich Vitamine in Form von Obst und Gemüse. Zudem gibt es eine Reihe an Präparaten, die auf die Bedürfnisse des weiblichen Körpers bei Kinderwunsch abgestimmt sind.

Ein Mangel an Folsäure beispielsweise, gerade in den ersten Wochen der Schwangerschaft, führt zu Fehlbildungen. Besteht der Kinderwunsch, sollte die Frau vorbeugend genügend Folsäure zu sich nehmen. Dies verhindert den Neuralrohrdefekt bei Neugeborenen.

Unsere Produkttipps – Folsäure bei Kinderwunsch:

·         Folsan® 5 mg

·         femibion® BabyPlanung

·         CLAVELLA®

 

raucherentwöhnung

Wer schwanger werden möchte, sollte auf Nikotin verzichten. Ohnehin wäre der Genuss von Zigaretten in der Schwangerschaft für das Kind schädlich.

Der Konsum von Nikotin und Alkohol sollten bei Kinderwunsch stark eingeschränkt bzw. unterlassen werden. Eine Tasse Kaffee pro Tag ist unbedenklich, aber auch hier sollte man auf ein niedriges Maß achten.

Der Umgang mit Quecksilber, Blei oder Kadmium können die Fruchtbarkeit mindern. Überlegen Sie, ob Sie gegebenenfalls mit diesen Stoffen beruflich  zu tun haben. Aber auch die Einnahme mancher Medikamente kann eine Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.

 

Tipp 3: Fruchtbare Tage bestimmen

Der Zyklus einer Frau dauert etwa 26 bis 32 Tage. In den ersten 2 Wochen reift eine Eizelle heran. In der Zyklusmitte kommt es zum Eisprung, das heißt zur Freisetzung der reifen und empfängnisbereiten Eizelle. Diese hat eine Überlebensdauer von maximal 24 Stunden. Kommt es nicht zur Befruchtung wird das Ei mit Teilen der zur Einnistung aufgebauten Schleimhaut aus dem Körper der Frau herausgespült. Da Spermien circa 48 bis 72 Stunden im Körper der Frau überleben können, ist die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung an ungefähr 3 Tagen im Monat, nämlich an 2 Tagen vor bis zu einem Tag nach dem Eisprung, gegeben.

Kinderwunsch

Sie können Ihre fruchtbaren Tage mithilfe der Kalender- oder Basaltemperatur-Methode ermitteln.

Zwar können Zyklen bei Frauen unterschiedlich lang sein, eines haben sie aber alle gemeinsam: Die zweite Phase vom Eisprung bis zum letzten Tag dauert recht zuverlässig 14 Tage. Wenn Ihr Zyklus beispielsweise regelmäßig 30 Tage lang ist, wissen Sie, dass der Eisprung mit hoher Wahrscheinlichkeit um den 16. Tag Ihres Zyklus liegt. Sind Ihre Zyklen unregelmäßig, sollten Sie sich auf die Kalendermethode nicht verlassen.

Wenden Sie stattdessen die Basaltemperatur-Methode an. Messen Sie täglich um die gleiche Zeit, morgens vor dem Aufstehen, an der gleichen Körperstelle Ihre Körpertemperatur mit einem Fieberthermometer und tragen Sie diese in eine Tabelle ein. Vergleichen Sie Ihre Werte über mehrere Monate, so bekommen Sie ein Gefühl dafür, wann Ihr nächster Eisprung ist.

Zudem sondert Ihr Körper Signale ab, die Sie deuten können. Während des Eisprungs wird von den Gebärmutterdrüsen ein eher flüssiger und klarer Schleim produziert. Er ist zwischen zwei gespreizten Fingern „spinnbar“. Je näher der Eisprung kommt, umso leichter entsteht ein zarter Faden zwischen den Fingern, wenn man diese leicht auseinander bewegt.  Manche Frauen spüren Ihren Eisprung sogar. Mitunter kann sich dieser durch ein leichtes Ziepen, ähnlich einer beginnenden Menstruation, bemerkbar machen.

 

Tipp 4: Alternative Methoden nutzen

Akupunktur

Akupunktur gehört zu den alternativen Heilmethoden. Kann sie auch bei Kinderwunsch helfen?

Akupunktur kann auf den Hormonhaushalt einwirken. Studien zeigen auch, dass Akupunktur möglicherweise die Beweglichkeit der Spermien positiv beeinflusst.

Bei einer Fußreflexzonen-Massage massiert man unterhalb des Knöchels am Außenfuß vom ersten Tag der Regel täglich morgens und abends bis zum Eisprung. Drücken Sie dafür mit dem Daumen kräftig in ausstreichenden Bewegungen.

Naturheilmittel können die körpereigene Fähigkeit zur Selbstregulierung und Selbstheilung unterstützen. Hier seien einige für Sie wichtige Mittel vorgestellt:

  • Frauenmantel soll den Zyklus regulieren und wird traditionell bei Kinderwunsch zur Verbesserung der Durchblutung des Beckens und damit zur Förderung der Reifung der Eibläschen und des Aufbaus der Gebärmutterschleimhaut eingesetzt werden.
  • Auch Himbeerblättertee sorgt für eine bessere Durchblutung der Gebärmutter und somit für einen besseren Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.
  • Kamille hilft ebenfalls bei der Durchblutung der weiblichen Organe und kann als Tee zubereitet, auf den Bauch eingestrichen bzw. auch als Badezusatz eingesetzt werden.

 

Heilkräuter aus Ihrer Apotheke – unsere Produkttipps:

·         KLENK Frauenmantelkraut ARZNEI-TEE

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Tipp 5: Zeugungskraft des Mannes erhöhen

Voraussetzung für eine durchschnittliche Zeugungsfähigkeit ist eine hinlängliche Anzahl gut beweglicher, gesunder Samenzellen. Ein Milliliter Samenflüssigkeit sollte mindestens 20 Millionen Spermien enthalten – davon sollten 50 Prozent gut beweglich sein.

Eine nicht ausreichende Menge gut beweglicher Spermien verringert die Chancen auf eine Schwangerschaft.

 

Unser Produkttipp für Männer:

·         FOLANDROL® enthält eine Nährstoffkombination mit Folsäure, Myo-Inositol, L-Carnitin, Selen, L-Arginin und Vitamin E

 

Die Fruchtbarkeit beim Mann kann unter anderem eingegrenzt sein durch:

Blutzucker messen

Diabete-mellitus-Patienten können unter einer verminderten Fruchtbarkeit leiden.

  • Hormonstörungen, hervorgerufen durch Stress, Überanstrengung, Schlafdefizit oder ungesunde Ernährung
  • genetische Störungen
  • Entzündungen
  • Krampfadern im Hodensack
  • Hodenhochstand
  • Hodenverletzung nach einem Unfall
  • das Vorhandensein eines Tumor
  • Chemotherapie oder Bestrahlung
  • dauerhafte Überwärmung des Hodens, beispielsweise durch enganliegende Kleidung
  • Konsum von Nikotin und Alkohol
  • Umweltgifte
  • Diabetes

 

Hat man die Ursache für eine verminderte Zeugungskraft gefunden, kann man unter Umständen entsprechende Maßnahmen ergreifen, um diese zu verbessern.

Grundsätzlich sollten Sie auf folgende Dinge achten:

·         auf Nikotin und Alkohol verzichten

·         auf eine geringe Kaffee- und Schwarztee-Menge achten

·         Ernährung umstellen und vitaminreich essen

·         den Blutzucker im Griff haben

·         Stress vermeiden und sich gezielt entspannen

·         ausreichend schlafen

·         luftige, und nicht zu enge, Kleidung tragen

·         auf zu heißes Baden verzichten

·         regelmäßig Sport treiben

·         Kontakt mit schädlichen Schwermetallen meiden

·         Medikamente auf Nebenwirkungen prüfen und mit einem Arzt nach Alternativen suchen

                                                                                                                                                                                                                 o

Tipp 6: Fruchtbarkeit testen

Arzt

Ein Arzt kann die Ursache finden und gegebenenfalls eine entsprechende Behandlungsmethode wählen.

Gerade, wenn Sie seit mehreren Jahren trotz ungeschütztem Verkehr nicht schwanger werden, sollte die Fruchtbarkeit beider Partner getestet werden. Frauen suchen ihre Gynäkologin auf, Männer den Urologen. Die Ursache für eine Einschränkung der Fortpflanzungsfähigkeit kann oft bei beiden Partnern liegen. Daher sollten sich auch beide untersuchen lassen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn bei einem Partner nach einem negativen Testergebnis ein Eingriff in die Körperfunktionen vorgesehen ist.

Mitunter lässt sich durch eine kleine medikamentöse Gabe das Problem schon lösen. Bleibt ein Eisprung bei der Frau beispielsweise aus, kann der Arzt entsprechende Mittel verschreiben.

 

Tipp 7: Nicht über Grenzen gehen

Aufgrund der Untersuchungen und deren Ergebnisse kann ein Arzt Ihnen Vorschläge für ein weiteres Vorgehen machen:

  • Bei einer Samenübertragung bringt man aufbereiteten Samen in die Gebärmutter oder Eileiter ein, um den Weg der Samen zum Ei zu verkürzen.
  • Bei einer künstlichen Befruchtung (IVF) bringt man Ei und Samenzelle im Reagenzglas zusammen. Die Embryonen werden in die Gebärmutter eingepflanzt. Wenn der Samen außerhalb des weiblichen Körpers direkt in die Eizelle injiziert wird, spricht man von einer Spermieninjektion (ICSI). Mitunter werden Spermien aus dem Hoden bzw. Nebenhoden direkt mittels einer Operation gewonnen (Spermiengewinnung TESE/MESA).

Besprechen Sie gemeinsam Erfolgschancen und Belastungen, die mit den jeweiligen Verfahren einhergehen und ob Sie gewillt sind auch verschiedene Risiken in Kauf zu nehmen.


Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wir stehen mit unserer Beratungshotline gern für Sie bereit.


aktualisiert am: 18.04.2018