Yoga

Yoga

Fitness für Körper und Geist

Mehr als 3 Millionen Menschen praktizieren Yoga in Deutschland. Tendenz steigend. Das verwundert nicht. Denn laut einer Studie des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland e. V. haben 86 % der Yoga-Praktizierenden positive Veränderungen mit dem Beginn Ihres Trainings verspürt. Studien stützen die subjektiven Eindrücke. Yoga hat eine positive Wirkung auf Körper und Geist.  

Was ist Yoga?

Viele assoziieren mit Yoga Gymnastikübungen zum Zwecke körperlicher Fitness. Doch Yoga ist mehr. Die über 3.000 Jahre alte philosophische Lehre aus Indien verbindet das körperliche Training mit geistigen Übungen. Denn Ziel des Praktizierenden ist es, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Die körperlichen Übungen (Asanas) sowie entsprechende Atemübungen (Pranayama) sind neben weiteren Praktiken für den Yogi und die Yogini Hilfsmittel, um eine langanhaltende Meditation zu ermöglichen.  

Mit anderen Worten: Yoga war ursprünglich ein rein spiritueller Weg. Es ging darum, durch Meditation zur Erleuchtung zu kommen. Die Übungen dienten zur Kräftigung des Körpers, sodass Praktizierende einen längeren Zeitraum im Lotossitz verharren konnten. Doch die positive Wirkung der körperlichen Ertüchtigung auf das gesamte Wohlbefinden fiel den Gelehrten auf. Sie entwickelten die Asanas weiter. So entstand das Hatha Yoga, welches den Schwerpunkt auf gymnastische Übungen legte.

Schon gewusst?

Männer, die Yoga ausüben, bezeichnet man als “Yogi” und Frauen als “Yogini”.

Warum ist Yoga gesund?

Yoga
Viele Übungen sind auch für Anfänger:innen geeignet. Doch manche Stellungen im Yoga sind eine sportliche Herausforderung.
Bild: fizkes – Getty Images (Canva)

Das Praktizieren der körperlichen Übungen hat positive Effekte auf die Gesundheit. Die Asanas stärken die Koordinationsfähigkeit, die Flexibilität, die Kraft und die Ausdauer. Sie wirken positiv auf den Stoffwechsel ein, beugen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vor und stärken den Halte- sowie Bewegungsapparat. Daher ist Yoga ideal für Personen, die Durchblutungsstörungen aufweisen oder an Rückenschmerzen leiden.

Darüber hinaus ist Yoga nachweislich Balsam für die Seele. Die Konzentration auf den eigenen Atem und die Bewegung fördert die Selbstwahrnehmung. Gerade in unserer hoch technisierten Welt haben viele das Gefühl, den Kontakt zu sich und zu ihrer Umwelt zu verlieren. Yoga unterstützt zum eigenen Ich zu finden, Verhaltensmuster zu erkennen und Änderungen zu ermöglichen.

Es hilft, Stress besser zu bewältigen, Depressionen und Angststörungen vorzubeugen sowie Migräne und Schlaflosigkeit zu vermeiden.

Yoga hilft, zu sich zu finden und wieder Wurzeln zu schlagen. Praktizierende kommen mit ihrer Umgebung ins Reine.

Welche Yoga-Arten gibt es und wie unterscheiden sich diese?

Lotossitz
Die Stellung zum Meditieren ist der Lotossitz.
Bild: Marcus Aurelius – Pexels (Canva)

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Yoga lässt sich in viele verschiedene Stile unterteilen. Die alten indischen Schriften nennen 4 Hauptpfade des Yoga. Das Bhakti-Yoga, Inana-Yoga, Karma-Yoga und die Königsdisziplin Raja-Yoga.

4 traditionelle Hauptrichtungen des Yoga

Yoga-ArtSchwerpunktBeschreibung
Raja-Yoga (Ashtanga Yoga)das königliche Yoga, der Pfad der körperlichen und geistigen Kontrolleeines der 4 älteren Yoga-Stile und die höchste Form des Yoga, Ziel ist die Entwicklung und Beherrschung des Geistes, es erfolgt in 8 Stufen: Selbstkontrolle, gesunder Lebensstil, Körperübungen, Atem, Rückzug der Sinne, Konzentration, Meditation und Stille
Jnana-Yoga (Inana Yoga)Yoga der Erkenntnis, Weisheit und des Wissensder Intellekt steht im Vordergrund
Karma-YogaYoga der Tatdas selbstlose Handeln steht im Vordergrund
Bhakti-YogaYoga der Liebe, Verehrung und Hingabeder Pfad der Hingabe durch Gebet und Gottesverehrung

Raja-Yoga

In der westlichen Welt ist Raja-Yoga mit der Kombination aus Körperübungen, Atemtechniken und Meditation am bekanntesten. Patanjali, ein indischer Gelehrter, der als Vater des Yoga gilt, hat diesen Weg in 8 Stufen untergliedert.

8 Stufen des Yoga

  • Yama: der Umgang mit der Umwelt (Verhalten)
  • Niyama: der Umgang mit sich selbst (Selbstdisziplin)
  • Asanas: der Umgang mit dem Körper (Schulung und Reinigung des Körpers mittels Yogastellungen)
  • Pranayama: der Umgang mit dem Atem (Atemkontrolle)
  • Pratyahara: der Umgang mit den Sinnen (Zurückziehen der Sinne aus der Außenwelt)
  • Dharana: Konzentration auf nur einen Gedanken
  • Dhyana: Meditation und Kontemplation (konzentriertes Nachdenken, innere Sammlung und geistiges Sichversenken)
  • Samadhi: Erlangung der inneren Freiheit (Über- bzw. Einheitsbewusstsein)

Patanjali verfasste das Yogasutra. Es gilt auch heute noch als klassischer Leitfaden des Yoga.

Hatha-Yoga

Das in Europa praktizierte Hatha-Yoga ist einer Stufe des Raja-Yoga gleichzusetzen. Der rein körperbezogene Übungsweg entstand im 9. bis 12. Jahrhundert.

Schon gewusst?

“Ha” bedeutet im Sanskrit “männliche Energie”. Die Silbe “tha” hingegen steht für die weibliche Energie. Hatha-Yoga ist somit das Zusammenbringen beider Energien, die in jedem Menschen existieren.

Faszien-Yoga

Aktuell ist ein besonderer Yoga-Stil im Trend. Der sogenannte Faszien-Yoga unterscheidet sich lediglich in der Länge von den klassischen Übungen des Hatha Yoga. Sinn ist die Dehnung des gesamten Körpers und das Lösen tiefliegender Verspannungen. Durch die Dehnung der Faszien erzeugt der Körper später mehr Kraft. Das so geschmeidige Bindegewebe ist besser gegen Verletzungen geschützt.

Yoga für Kinder

Yoga mit Kindern
Auch Kinder haben an den Yoga-Übungen Spaß.
Bild: pixelshot (Canva)

Yoga ist für jede Altersklasse geeignet. Kinder haben besonders viel Spaß daran, Übungen wie „Hund“ oder „Katze“ auszuprobieren. Sie verbinden mit diesen Asanas ganz bildliche Geschichten, fühlen sich wie ein „Kranich“ oder wie ein „Krokodil“. Neben den Asanas lernen Kinder, auf ihre Atmung zu achten, zu meditieren und zu entspannen.

Die Yoga-Stunden für Kinder verfolgen unterschiedliche Ziele. Sie beruhigen, aktivieren oder harmonisieren.

Kinderyoga ist äußerst gesund. Die Yoga-Übungen helfen, die motorische Leistungsfähigkeit zu verbessern, sorgen für Flexibilität und stärken den Rücken. Darüber hinaus ist die sportliche Aktivität geeignet, Übergewicht bei Kindern zu reduzieren und Kraft sowie Ausdauer aufzubauen.

Neben den körperlichen Aspekten verhilft Kinder-Yoga auch der Seele und dem Geist: So bauen die Yoga-Übungen für Kinder Stress ab und helfen den Kleinen, mit Aggression umzugehen, die eigene Mitte zu finden und Selbstbewusstsein aufzubauen. Yoga für Kinder stärkt die Wahrnehmung, die Konzentration und das kognitive Denken. Kinder-Yoga hilft ebenso bei Schulangst, ADHS, Essstörungen oder Depressionen.

Was benötigen Sie, um Yoga auszuüben?

Eigentlich benötigen Sie kein Equipment. Yoga lässt sich überall lediglich mit Ihrem eigenen Körper durchführen. Wer jedoch häufiger Yoga ausübt, wird die Yogamatte lieben lernen. Sie ist einfach komfortabler. Für manche Yoga-Übungen sind der Yoga-Block, der Yoga-Bolster und die Yoga-Rolle hilfreich. Spezielle Yoga-Kleidung liegt im Trend. Ist aber nicht unbedingt nötig. Sie sollten Sportkleidung tragen.


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Stand vom: 12.06.2023

Coverbild: Marcus Aurelius – Pexels (Canva)

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