Ringelröteln

Hautausschlag

Der Hautausschlag beginnt im Gesicht und wandert dann weiter über Hals und Schultern zur Brust.

Ringelröteln sind in der Regel harmlos, oft verlaufen sie unbemerkt oder zeigen Beschwerden wie bei einer leichten Erkältung. Für Schwangere kann der Virus jedoch gefährlich werden.

 Ringelröteln sind nicht mit Röteln zu verwechseln. Sie werden durch den Parvovirus B19 ausgelöst, während bei Röteln der Rubella-Virus verantwortlich ist. Beide Erkrankungen gehören neben Masern, Scharlach und Windpocken zu den 5 Kinderkrankheiten, die Ausschlag verursachen können.

 

Ursache für Ringelröteln: Ansteckung

Ringelröteln verbreiten sich rasend schnell. Das liegt daran, dass Betroffene häufig keine Symptome bemerken und daher in die Schule oder den Kindergarten gehen. Vor allem in der Inkubationszeit, das heißt in der Zeit von der Infizierung bis zum Auftreten des Hautausschlags, sind Ringelröteln ansteckend – und das sind rund 2 Wochen!

Buntstifte

Das gemeinsame Nutzen von Gegenständen im Kindergarten oder in der Schule kann zu einer Übertragung von Krankheiten führen.

Beim Niesen und Husten werden kleine Sekrettröpfchen im Raum verteilt und durch die Atemluft eingeatmet (Tröpfcheninfektion). Die widerstandsfähigen Viren haften zudem gut auf der Haut oder auf Gegenständen. So kommt es, dass Ringelröteln durch Händeschütteln oder gemeinsames Nutzen von Gegenständen übertragen werden können.

 

Symptome bei Ringelröteln

An Ringelröteln erkranken in der Regel Schulkinder. Nur bei einem Fünftel machen sich Symptome bemerkbar, wie:

 

  • Fieber

    Bei Ringelröteln kann es zu grippeähnlichen Symptomen, wie Fieber und Kopf- sowie Gliederschmerzen, kommen.

    Fieber

  • allgemeines Krankheitsempfinden
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • geschwollene Lymphknoten
  • leicht gerötete und juckende Wangen
  • Hautausschlag auf den Wangen und im weiteren Verlauf auf Schultern, Armen und Beinen

 

Bei Erwachsenen verläuft eine Infektion schwerer, insbesondere bei Personen, die unter einer Abwehrschwäche leiden, etwa AIDS. Hier kann es zu einer bedrohlichen Blutarmut und chronischer Gelenkentzündung kommen.

 

Ringelröteln: Eine Gefahr für das ungeborene Kind

Schwangere

Ringelröteln sind sonst harmlos, können aber für das ungeborene Kind tödlich sein.

Gefährlich werden die Viren für Schwangere: Sie können auf das ungeborene Kind übergehen. Sie schädigen die blutbildenden Zellen, sodass es zur Blutarmut und schließlich zur Schädigung des Kinderherzens kommt. Ferner sammelt sich Flüssigkeit in verschiedenen Körperhöhlen an. Stellt ein Arzt die Infektion rechtzeitig fest, kann er über die Nabelschnur eine Infusion mit roten Blutkörperchen verabreichen und so gegebenenfalls eine Todgeburt verhindern.

an Ringelröteln erkrankt jeder nur einmal

Für Frauen, die schwanger werden möchten, empfiehlt sich eine Antikörper-Bestimmung. Sind im Blut Antikörper vorhanden, brauchen sie sich keine Gedanken über eine mögliche Ansteckung machen. Schwangere, diebisher noch nicht an Ringelröteln erkrankt waren, sollten sich von Kindergärten und Schulen bzw. Ansammlung von Kindern fernhalten.

Infizierte Schwangere sollten in engmaschiger ärztlicher Behandlung sein und regelmäßig Ultraschalluntersuchungen durchführen lassen.

 

Behandlung von Ringelröteln

Die Beschwerden klingen in der Regel nach ein bis zwei Wochen von allein ab. Ihr Kind sollte jedoch zuhause bleiben, um keine weiteren Kinder anzustecken und Gefahren für Schwangere zu vermeiden. Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen können mit fiebersenkenden Schmerzmitteln, etwa mit dem Wirkstoff Paracetamol, behandelt werden.

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Stand vom: 18.04.2018