Badeöl

Badeöl

Badeöle haben eine lange Tradition und erfreuen sich heute wieder einer großen Beliebtheit.

Ein wärmendes Bad und die aromatische Atmosphäre eines angenehmen Badezusatzes lassen alle Sorgen schnell vergessen. Badeöle reichern das Badewasser mit pflegenden Inhaltsstoffen an und dienen der Entspannung. Sie sind vor allem für eine empfindliche und trockene Haut geeignet. Mitunter haben Badeöle sogar medizinische Zwecke.

 

Badeöl als Alternative zu Schaumbädern

Badezusätze, die für viel Schaum sorgen, enthalten oft Tenside. Diese schwächen den schützenden Fettfilm und lassen die Haut austrocknen. Bei besonders empfindlicher Haut führt dann so ein Schaumbad mitunter zu Hautreizungen.

Eine Alternative für sensible Haut ist das Badeöl. Wer unter Hauttrockenheit und Juckreiz leidet, sollte es mit einem Badeöl probieren. Daneben wirkt der ölige Badezusatz der Hautalterung entgegen. Denn beim Badeöl kommen reichhaltige Öle zum Einsatz, die:

  • eine geschmeidige Oberfläche erzeugen
  • den natürlichen Schutzfilm der Haut unterstützen und verstärken
  • die tieferen Schichten mit Feuchtigkeit sowie ausreichend Nährstoffen versorgen

Ein weiterer Vorteil: In der Regel muss nach einem Ölbad die Haut nicht eingecremt werden, denn die Wirkstoffe des Öls legen sich schon während des Badens um die Haut.

 

Inhaltsstoffe – das sollte drin sein

Badeöle, die Pflanzenöle als Basis haben, sind besonders verträglich. Als Basisöl werden oft Weizenkeimöl, das hautglättende Mandelöl oder Jojobaöl verwendet. Besonders hautschonend sind Nachtkerzenöl und Sojaöl. Zu einem geringeren Anteil sind des Weiteren häufig ätherische Öle enthalten. Sie machen in der Regel den Duft und die Wirkung aus.

Den unterschiedlichen ätherischen Ölen werden verschiedene Eigenschaften nachgesagt:

  • Fußbad

    Ein Fussbad mit ätherischen Ölen, wie Eukalyptus oder Minze, ist bei Erkältung gut.

    Arnikaöl: antiseptisch und schmerzlindernd

  • Eukalyptusöl: anregend und konzentrationssteigernd
  • Fichtennadel: erfrischend und stimulierend
  • Jasminöl: krampflösend und schmerzlindernd
  • Lavendelöl: ausgleichend, beruhigend, stimmungsaufhellend
  • Melissenöl: aufmunternd und beruhigend
  • Orangenöl: muskelentspannend und stimmungsaufhellend
  • Rosenholzöl: antiseptisch, krampflindernd und pflegend
  • Rosmarinöl: belebend und kreislaufaktivierend
  • Salbeiöl: Schweiß- und fettproduktion reduzierend
  • Sandelholzöl: antiseptisch, aufheiternd und beruhigend

 

 

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Für ein Erkältungsbad sind Badeöle mit Eukalyptus, Fichte, Pfefferminze und Thymian geeignet. Sie stärken das Immunsystem. Fichtennadel hilft bei starkem Husten. Nach dem Erkältungsbad sollte man es sich am besten unter der warmen Bettdecke bequem machen und schwitzen.

 

Badeöle richtig anwenden

  • Vollbad

    Aromatherapie mit Rosen gefällig? Ein Bad ist für Körper und Geist wohltuend.

    Für ein Vollbad geben Sie nur einige Tropfen des Badeöls ins einlaufende Badewasser.

  • Die Temperatur des Wassers sollte zwischen 36 und 38 °C liegen.
  • Baden Sie etwa 15 bis 20 Minuten.
  • Reinigen Sie nach dem Bad zeitnah die sollte die Badewanne, da durch den öligen Badezusatz Rutschgefahr besteht.

 

Andere Badezusätze mit Wohlfühlcharakter

  • Badekugeln, Badepralinen oder auch Badebomben sind feste Badezusätze, die sich im Wasser mit einem leichten Sprudel auflösen. Badebomben haben einen höheren Wert an Zitronensäure und basischem Natron. Daher sprudeln sie mehr als Badekugeln. Sie sind für Kinder gut geeignet, während Badekugeln und Badepralinen eher für Erwachsene das Bad in eine kleine Wohlfühloase verwandeln. Sie dienen der Entspannung und sind häufig mit getrockneten Kräutern und Blütenblättern versehen.
  • Badeperlen sind kleine Kügelchen, die im Inneren mit Öl gefüllt sind. Die äußere Schicht löst sich im Wasser langsam auf, sodass der Inhalt nach und nach entweichen kann. Badeperlen gibt es in vielen verschiedenen Farben, mitunter auch in besonderen Formen.
  • Badesalz ist ein körniger Badezusatz, der aus anorganischen Salzen, wie Natriumchlorid oder Natriumphosphat, besteht. Da Badesalz das osmotische Gleichgewicht des Wassers verändert, werden dem Körper weniger Salze durch die Haut entzogen. Damit wirkt Badesalz der Faltenbildung entgegen.
  • Badeschokoladen haben als Basisstoffe meist Kakaobutter, Sheabutter und Buttermilch. Sie können mit Blütenblättern, getrockneten Kräutern und ätherischen Ölen verfeinert werden und sind sehr dekorativ.
  • Badetabletten sind Badesalze, die in Tablettenform gepresst wurden. Neben den üblichen Inhaltsstoffen bestehen sie deshalb meist noch aus Stärke oder Talkum.

 

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