Sonnenbrand: Was hilft beim Behandeln und Vorbeugen?

Ein Rücken mit Sonnenbrand und einem Ausrufezeichen aus Sonnencreme: Was hilft beim Behandeln?

Ein Sonnenbrand ist oft recht schmerzhaft – was hilft dann beim Behandeln und wie kann man vorbeugen? ©Markomarcello – Fotolia.com

Gerade im Sommerurlaub hat er viele Menschen schnell erwischt: der Sonnenbrand. Doch schon im Frühjahr kann sich auf blasser Winterhaut schnell ein Sonnenbrand bilden, zum Beispiel im Gesicht. Auch wenn die Symptome meist nach wenigen Tagen von allein zurückgehen, erhöht jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko. Wer dem vorbeugen möchte, sollte daher darauf achten, die Haut mit Sonnenschutzmittel einzucremen und längere Aufenthalte in der Sonne zu vermeiden. Ist trotz aller Vorsicht ein Sonnenbrand entstanden, eignen sich zum Behandeln Kühlung und spezielle Cremes oder Gele. Erfahren Sie hier mehr.

 

Was passiert bei Sonnenbrand mit der Haut?

Gegen ein gewisses Maß an Sonnenstrahlung hat die Haut einen eigenen Schutzmechanismus: Melanin (ein dunkler Farbstoff) sorgt nicht nur für Bräunung, sondern dient auch dazu, Sonnenstrahlen zu reflektieren. Ein Sonnenbrand entsteht, wenn die Haut ungeschützt oder zu lange der Sonne ausgesetzt wird. Die Sonnenstrahlen dringen hierbei tief in die Haut ein und schädigen die Zellen – eine Entzündungsreaktion ist die Folge, die sich durch Rötung zeigen kann, einem typischen Symptom bei Sonnenbrand.

Je nach Ausprägung teilen Ärzte Sonnenbrand in verschiedene Schweregrade ein:

  • Grad 1 entspricht einem leichten Sonnenbrand, bemerkbar zum Beispiel durch eine Rötung der Haut.
  • Grad 2 ist ein mittelschwerer Sonnenbrand, bei dem sich oftmals Bläschen
  • Grad 3 gilt als schwere Verbrennung und gehört in ärztliche Behandlung.

Schädigend ist jedoch nicht das gesamte Lichtspektrum, sondern vor allem die Ultraviolett-Strahlung (UV-Strahlung) der Sonne. Für akute Beschwerden wie Sonnenbrand oder Langzeitfolgen wie Hautkrebs sind in erster Linie die UVB-Strahlen verantwortlich, wohingegen die UVA-Strahlen das Bindegewebe beeinträchtigen und so zum Beispiel zu einer früheren Faltenbildung beitragen können.

 

Bläschen und andere Symptome eines Sonnenbrandes

Erhöhte Sonneneinstrahlung führt zu einer Schädigung und Entzündung der Haut: dem Sonnenbrand. Meist dauert es vier bis sechs Stunden, bis sich erste Symptome zeigen. Voll ausgeprägt sind sie in der Regel nach 12 bis 24 Stunden. Nach mehreren Tagen sollten die Beschwerden wieder abklingen, sodass der Sonnenbrand nach einer Dauer von ein bis zwei Wochen wieder verschwunden ist. Wie lange ein Sonnenbrand anhält, ist letztlich aber auch davon abhängig, wie stark ausgeprägt er ist.

Typisch für einen leichten Sonnenbrand (1. Grades) sind folgende Beschwerden:

  • scharf begrenzte Rötung der betroffenen Haut, zum Beispiel im Gesicht
  • oft auch eine leichte Schwellung
  • Spannungsgefühl
  • Hitzegefühl (das entzündete Gewebe wird stärker durchblutet)
  • Brennen oder Schmerzen, vor allem bei Druck auf die betroffenen Stellen
  • auch Juckreiz ist möglich

Bei schwerem Sonnenbrand können sich Bläschen bilden, die nässen und im Verlauf Krusten ausbilden können. Nach einem Sonnenbrand schält sich die abgestorbene Haut in der Regel ab.

Besonders bei großflächigem Sonnenbrand sind abseits der Haut Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber möglich. Häufig liegt in dem Fall eine Verbrennung zweiten oder dritten Grades vor. Ein Arztbesuch ist dann ratsam. Bei derart schweren Sonnenbränden kann unter Umständen eine Vernarbung des Hautgewebes auftreten.

Spezielle Risikofaktoren, die einen Sonnenbrand begünstigen

Nicht jeder Mensch bekommt gleich schnell Sonnenbrand und nicht in jeder Umgebung ist das Risiko gleich hoch, einen Sonnenbrand zu erleiden. Welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, lesen Sie hier:

  • Hauttyp

Menschen mit einem besonders hellen Hauttyp (Hauttyp I und II) neigen dazu, schnell einen Sonnenbrand zu bekommen. Der Eigenschutz für hellhäutige Hauttypen ist in der Sommersonne schon nach nur fünf bis zehn Minuten bei Typ I und nach 10 bis 20 Minuten bei Typ II komplett aufgebraucht. Hellhäutige Menschen sollten deswegen besonders auf ihren Sonnenschutz achten. Doch auch Personen, die über einen dunkleren Hautton und dadurch über einen stärkeren natürlichen Sonnenschutz verfügen, sollten die Stärke der UV-Strahlung nicht unterschätzen und mittels Sonnencreme einem Sonnenbrand vorbeugen.

  • Region

Wie stark die UV-Belastung ist, hängt auch von der Umgebung ab. So können Wasser oder Schnee die Sonnenstrahlung reflektieren und so das Risiko für einen Sonnenbrand erhöhen. Daher sollten besonders Menschen, die ans Meer oder in die Berge fahren, ausreichend Sonnenschutz dabeihaben; bei Skifahrern ist vor allem wichtig, dass sie sich vor einem Sonnenbrand im Gesicht schützen.

  • Jahreszeit

Wie leicht man einen Sonnenbrand bekommt, ist auch von der Jahreszeit abhängig. Denn nach dem Winter ist die Haut meist blasser und nicht viel Sonnenlicht gewöhnt. Wer nun nicht richtig vorbeugt, bekommt rascher als gewohnt einen Sonnenbrand. Hinzu kommt, dass sich viele Menschen sich nach dem Winter sehr auf ein Sonnenbad freuen. In der Folge bleiben sie zu lange in der direkten Sonne und erhöhen auf diese Weise ebenfalls das Risiko für einen Sonnenbrand, vor allem im Gesicht.

Kinder haben zudem ein höheres Risiko, einen Sonnenbrand zu bekommen, als Erwachsene. Ihre Haut besitzt noch keinen so starken Eigenschutz, ist dünner und sensibler. Aus diesem Grund sind bei Kindern Eincremen und weitere Maßnahmen zum Vorbeugen eines Sonnenbrands besonders wichtig.

 

Sonnenbrand richtig vorbeugen

Wer einem Sonnenbrand vorbeugen möchte, tut dies am besten, indem er sich nicht für längere Zeit der Sonnenstrahlung aussetzt und vor allem die starke Mittagssonne meidet. Da Kleidung und selbst Fenster einen gewissen Anteil an gefährlicher Strahlung passieren lassen, ist ein Schutz durch geeignete Sonnenschutzmittel unerlässlich. Hinzu kommt, dass man auch im Schatten seine Haut vor reflektiertem Sonnenlicht schützen sollte.

Hierbei empfehlen sich verschiedene Sonnenschutz-Produkte, wie Sonnenmilch für den Körper. Um einem Sonnenbrand im Gesicht vorzubeugen, gibt es spezielle Gesichtscremes mit hohem Lichtschutzfaktor, wie sie beispielsweise Vichy anbietet.

 

Sonnenbrand schnell loswerden? Tipps zum Behandeln

Die schmerzhaften Symptome eines Sonnenbrandes können durch Kühlung gelindert werden. Feuchte Tücher und Umschläge verringern das Hitzegefühl. Entzündungshemmende Mittel oder Après-Sonnencremes, wie von Roche Posay, helfen dabei, die entzündete Haut zu beruhigen.

Sobald man Anzeichen eines beginnenden Sonnenbrands entdeckt wie Rötung oder ein Hitzegefühl auf der Haut, sollte außerdem weitere UV-Belastung gemieden werden. Bei starken Verbrennungen, die sich in Form von Schmerzen, Bläschen und sich lösender Haut zeigen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er kann schweren Sonnenbrand fachmännisch behandeln.

Ein Sonnenbrand sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da UVA- und UVB-Strahlung das Erbgut der Haut angreifen und dadurch Hautkrebs auslösen können. Häufiger Sonnenbrand, selbst wenn er behandelt wird, erhöht die Gefahr einer Krebserkrankung und führt zu Falten und Verfärbungen der Haut. Besonders für Kinder stellt ein Sonnenbrand einen Risikofaktor für schwarzen Hautkrebs dar, also einem bösartigen Tumor.

 

Sonneneinstrahlung und das Auge

Das Auge reagiert besonders empfindlich auf UVB-Strahlung. Durch mangelnden UV-Schutz, zum Beispiel durch fehlende UV-sichere Sonnenbrillen, kann es im Alter zu grauem Star und anderen Sehbeeinträchtigungen kommen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn UV-Strahlung von der Umwelt reflektiert werden kann! Deswegen sollten Sie in Regionen mit Schnee, hellem Sand oder viel Wasser besonders auf das Tragen einer Sonnenbrille achten.

 

Informationen rund um das Thema Sonnenbrand finden Sie in unseren Tipps vom Apotheker unter:

Sonnenschutz im Sommer

Mittel gegen Sonnenbrand

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