Hirse

Traditionsgetreide Hirse

Neben Hafer hat Hirse die größte Menge an wichtigen Nährstoffen zu bieten: Vitamine aus dem B-Komplex, Vitamin C, Beta-Carotin und vor allem sehr viele Mineralien und Spurenelemente. Für Vegetarier und Veganer gilt die Hirse als gute Eisenquelle.

Hirse ist der Name einer Spelzgetreideart. Sie gehört zu den Süßgräsern und unterteilt sich in 10 bis 12 Untergruppen. Zwei Hauptgruppen sind dabei zu unterscheiden:

  • die Sorghumhirse hat größere Samenkörner und ist ertragreich
  • die Millethirse, deren Samenkörner kleiner sind und ihr Ertrag geringer ist

Zur letzteren Gruppe gehören die meisten Untergruppen, die für die Ernährung eine wichtige Rolle spielen, wie zum Beispiel:

  • die Rispenhirse
  • die Kolbenhirse
  • die Perlhirse

 

Hirse – einst Grundnahrungsmittel

Die Bezeichnung „Hirse“ geht auf die altgermanische Form „hirsi“ (ebenso „hirsa“ oder „hirso“) zurück, was soviel bedeutet wie Sättigung, Nahrhaftigkeit oder Nährung.

Hirse ist das älteste bekannte Getreide.

Die Ursprünge liegen in Asien, besonders in China und der Mongolei. Archäologische Funde belegen die Verwendung von Hirse bis etwa 8000 v. Chr. zurück. Im Mittelalter war Hirse als Nahrungsmittel auf allen Kontinenten bekannt. Als ab dem 16. Jahrhundert die Kartoffel und auch der Mais von Südamerika in die Küchen Europas eingeführt wurden, verlor Hirse allmählich an Bedeutung für die Ernährung. Im Zuge von Trends in den Bereichen Fitness und gesunder Ernährung entdeckte man die Besonderheiten der Hirse wieder.

 

Hirse – ein sehr nährstoffreiches Getreide

Hirse verfügt über einen reichhaltigen Anteil an Mineralstoffen. So enthält Hirse unter anderem Silizium (Kieselsäure). Dieser Bestandteil unterstützt das Bindegewebe und das Wachstum von Fingernägeln und Haaren. Daneben ist viel von dem zahn- und knochenfreundlichen Fluor enthalten. Andere Mineralstoffe und Spurenelemente der Hirse sind:

 

Der Eisengehalt ist etwa 2- bis 3-mal höher als beim Weizen. Hirse unterstützt damit die Blutbildung im menschlichen Körper.  In Hirse sind auch Vitamin C, Vitamine aus dem B-Komplex und Beta-Carotin enthalten. Daneben verfügt Hirse über sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien, die unsere Körperzellen vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen.

Hirse ist damit nach Hafer das nährstoffreichste Getreide.

 

Zusammensetzung von Hirse auf 100 g

Die folgende Übersicht zeigt Angaben zur Zusammensetzung von Hirse bezogen auf je 100 g essbarem Anteil in ganzem Korn. Bitte beachten Sie dennoch, dass die genaue Zusammensetzung abhängig ist von Umweltbedingungen und Anbautechnik.

 

Bestandteile Millethirsen Sorghumhirse
Kohlenhydrate 70 g 81 g
Proteine 11,2 g 12 g
Fett 5,1 g 3,0 g
Mineralstoffe 3,8 g 3,8 g
Wasser 14 g 14 g

 

Hirse enthält kein Gluten. Für die Ernährung von Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) ist Hirse daher geeignet.

 

Weltweite Verwendung von Hirse

Während Hirse in Asien und Afrika noch heute ein Hauptnahrungsmittel ist, ist die weltweite Hirseproduktion zu großen Teilen zur Verarbeitung als Futtermittel bestimmt. Industriell wird die Mohrenhirse häufig verwendet. Von dieser Hirsesorte lassen sich nicht nur die Samenkörner, sondern auch die Halme zur Weiterverarbeitung verwenden. Aus ihnen werden Naturfasern hergestellt. Darüber hinaus spielt die kohlenhydratreiche Mohrenhirse für die Erzeugung von Biogas eine wichtige Rolle.

In Afrika wird Hirse zur Herstellung von (glutenfreiem) Bier verwendet, zum Beispiel von Dolo oder Pombe. Auch in China wird Hirse zu alkoholhaltigen Getränken verarbeitet. Ein bekannter chinesischer Hirseschnaps ist Maotai.

 

Hirse im deutschen Lebensmittelhandel

Im deutschen Lebensmittelhandel sind verschiedene Hirseprodukte erhältlich. Üblicherweise findet man Hirseflocken und ganze, geschälte Hirsekörner. Hirsekörner eignen sich als Zutat für Suppen, Bratlinge oder Aufläufe. Da Hirse kein Klebereiweiß (Gluten) enthält, eignet sie sich nicht zum Brotbacken. Fügt man aber etwas Hirse einer Backmischung zu, dann wird das Brot etwas knuspriger. Mit Milch und Obst gekocht wird Hirse ein schmackhafter Brei.

 

Unser Produkttipp:

Zirkulin Wilde Braunhirse Pulver:  Das Urgetreide Braunhirse liegt in gemahlener Form als Hirsemehl vor. Es kann als Zusatz in Getränken, im Müsli, Smoothie oder Joghurt eingerührt werden. Beim Kochen und Backen können Sie bis zu 20 % des Mehlanteils durch das glutenfreie Hirsemehl ersetzen.

 

Hirse für die Kleinen

Der süße Hirsebrei ist uns aus dem Märchen der Gebrüder Grimm bekannt und schmeckt Kindern noch heute.

Zur gesunden Ernährung von Babys wird dem Babybrei auch Hirse beigemengt. Holle baby food etwa bietet folgende Mischungen an:

 

Wärmekissen für Kinder: Wärmestofftier

Wärmekissen für Kinder: Mit Robbe Sunny kuscheln und sich wohlfühlen.

Hirsekörner eignen sich jedoch auch als Füllung für Wärmekissen. Greenlife-Value hat das erkannt und bietet Stofftiere für Babys und Kinder mit dem Namen Warmies® als kuschlige und wohlig warme Einschlafhilfe an, unter anderem:

 

Hirse als Schönheitsmittel

Die unterstützende Wirkung auf Haut und Haar, die der Hirse eigen ist, wird in Kosmetikmitteln intensiv eingesetzt:

  • Bei den Beauty-Kapseln NOBILIN AGEVITAL zählen neben Hirsesamenextrakt unter anderem Borretschsamenöl, Grünteeblätter- und Traubenkernextrakt zu den Inhaltstoffen.
  • In dem Nahrungsergänzungspräparat Doppelherz Haar Vital+Zink+Hirseextrakt Kapseln ist zusätzlich Weizenkeimöl enthalten.
  • Die Tabletten Hair Volume von New Nordic unterstützen das Haarwachstum mithilfe eines Nährstoffcocktails.
  • WELEDA bietet das Pflege-Shampoo Hirse für normales Haar und natürlichen Glanz an.
  • In der beruhigenden Augencreme BonLauri Kokosöl ist neben Hirse und Kokosöl auch Macadamianussöl und Hafer.