Was tun bei Blasenschwäche?

Harninkontinenz bei Mann und Frau

Blasenschwäche bzw. Harninkontinenz kann jeden treffen! Laut den Angaben des Infozentrums Inkontinenz ist jeder zehnte Deutsche – darunter Kinder, sowie Frauen und Männer verschiedenen Alters – betroffen. Oftmals verbirgt sich hinter der Blasenschwäche, bei der es den Patienten nicht mehr möglich ist, den Urin sicher in der Blase zu speichern und willentlich die Entleerung dieser zu steuern, ein langer Leidensweg.

Tabu-Thema Inkontinenz

Was tun bei Blasenschwäche?
Viele leiden – vor allem mit zunehmenden Alter – an Inkontinenz. Oft kann ein Arzt helfen. Sprechen Sie Ihn bei Blasenschwäche ohne Scheu an.

Schon als Kind erlernt man, die Toilette zu besuchen, sobald sich Harndrang ankündigt und man wird zur Sauberkeit erzogen. Aus diesem Grunde führt die Erkrankung „Inkontinenz“ bzw. “Blasenschwäche” häufig zu Isolation und Scham, die Betroffene sogar vor dem Arzt zurückweichen lassen. In schweren Verläufen kann Inkontinenz zudem zu Depressionen führen.

Seien Sie mutig – sprechen Sie mit Ihrem Arzt!

Eine überaktive Blase kann man in vielen Fällen medikamentös, physiotherapeutisch oder durch einen operativen Eingriff sehr gut behandeln und die Blasenschwäche so beseitigen! Auch Selbsthilfegruppen bieten eine gute Plattform, um sich auszutauschen.

Ursachen von Inkontinenz

Inkontinenz

Im Laufe eines Lebens ist es möglich, dass die Blase nicht mehr uneingeschränkt funktioniert – es kommt zur Blasenschwäche. Es ist jedoch keine typische Alterserscheinung, sondern kann auch junge, aktive Menschen betreffen. Dabei gibt es verschiedene Ursachen für das Auftreten von Inkontinenz. Eine der häufigsten, welche vor allem Frauen betrifft, ist die Schließmuskelschwäche. Diese kann durch schwere oder Mehrfachgeburten sowie durch Hormonumstellungen in den Wechseljahren hervorgerufen werden.

Bei Männern liegt diese Form der Inkontinenz eher selten und meist nach Prostataoperationen vor. Eine weitere Hauptursache für die Entstehung einer Blasenschwäche ist das Syndrom einer überaktiven Blase (engl. over active bladder, OAB). Dabei kann es plötzlich zu einem ununterdrückbaren Harndrang kommen, den der Betroffene nicht zurückhalten kann. Diese Art der Inkontinenz tritt zumeist infolge einer Entzündung der unteren Harnwege, Prostatavergrößerungen, Diabetes oder auch als Folge neurologischer Erkrankungen, wie Schlaganfall, Multiple Sklerose, Morbus Alzheimer auf.

Arten von Inkontinenz

Inkontinenz zeigt sich in verschiedenen Formen. Die häufigsten sind:

  • Stressinkontinenz (Belastungsinkontinenz)
  • Dranginkontinenz ( Urgeinkontinenz)
  • Überlaufinkontinenz (chronische Harnretention)
  • Neurogene Inkontinenz (Reflexinkontinenz)

Daneben sprechen Mediziner von einer funktionellen Inkontinenz, wenn äußere Umstände zu einem unwillkürlichen Abgang von Urin führen. Dies kann etwa eine fehlende Toilette oder Immobilität bei starkem Harndrang sein.

Stressinkontinenz

Personen, die unter Belastungsinkontinenz leiden, verlieren bereits beim Husten, Niesen oder Lachen kleine Mengen Urin. Das liegt an einem  veränderten Winkel zwischen Blase und Harnröhre. Sobald sich der Druck in der Harnröhre erhöht, kommt es zu einem unwillkürlichen Urinabgang. In Fachkreisen spricht man auch vom defekten Sphinktermechanismus. Zu den häufigsten Ursachen für Stressinkontinenz gehören Schwangerschaften oder Verletzungen durch Geburten, Gebärmuttersenkung und Beckenbodenschwäche. Auch Tumore oder Operationen können zu einer Blasenschwäche führen.

Dranginkontinenz

Harndrang besteht bei der Urgeinkontinenz bereits bei einer nur gering gefüllten Blase. Bei der motorischen Dranginkontinenz wird der Detrusormuskel (“Harnaustreiber”) übererregt. Auslöser für die unwillkürliche Blasenkontraktion sind psychovegetative Belastungen, etwa Angst oder Störungen des Zentralennervensystems, wie durch Parkinson oder Alzheimer. Auslöser für eine sensorische Dranginkontinenz sind Veränderungen der Blase, etwa eine Blasenentzündung, Blasensteine oder Strahlungsschäden.

Überlaufinkontinenz

Ist die Blase übervoll und der Blasendruck übersteigt den Harnröhrenverschlussdruck, kommt es zu einer chronischen Harnretention. Dies ist häufig bei einer Verengung des Blasenausgangs der Fall. Diese kann u. a. durch Tumore, Diabetes oder Arzneimittel hervorgerufen werden.

Neurogene Inkontinenz

Von einer Reflexinkontinenz (neurogene Detrusorhyperaktivität) sprechen Mediziner, wenn das Zusammenwirken zwischen Schließmuskelmechnismus, Harnblase und zentraler Steuerung gestört ist. Ursächlich können u. a. Bandscheibenvorfälle, Rückenmarksentzündungen oder Tumore sein.

Tipps Ihres Apothekers

Inkontinenzunterlagen sind heutzutage diskret und saugen gut auf.

Haben Sie Mut! Sie sind nicht allein! Ihr Arzt kann nach gründlicher Untersuchung eine geeignete Therapie Ihre Form der Blasenschwäche vorschlagen. Durch moderne und komfortable Slip-Einlagen oder weitere Hilfsmittel wird Ihnen der Alltag erleichtert. Diese gibt es für Frauen und Männer.

Essen Sie ballaststoffreich. Das verhindert Verstopfungen. Denn durch das damit verbundene Pressen beim Stuhlgang befeuern Sie die Bildung einer Blasenschwäche. Viele trinken weniger in der Hoffnung, dann nicht oft auf Toilette zu müssen. Dieses Vermeidungsverhalten ist jedoch kontraproduktiv. Trinken Sie mehr! Am besten sind Wasser, Kräutertees und Schorlen geeignet. Suchen Sie einfach häufiger die Toilette auf.

Unsere Produkttipps zur Vorbeugung von Blasenschwäche – Ballaststoffe und Kräutertees: Aurica® Indische Flohsamenschalen | Aurica® Weizenkleie | Aurica® LEINSAMEN goldgelb geschrotet | Dr. Jacob’s Chia-Samen | KLENK Salbei-Blätter ARZNEI-TEE | Bombastus BRENNNESSEL Tee

Leichte sportliche Betätigung senkt die Gefahr, eine Inkontinenz zu entwickeln. Gehen Sie mehrmals in der Woche zum Schwimmen, zur Gymnastik oder zum Yoga. Außerdem sollten Sie mehrmals am Tag Ihre Beckenbodenmuskeln anspannen.

 In leichten Fällen von Inkontinenz können pflanzliche Arzneien mit Arzneikürbis, Sägepalmenfrüchte oder Goldrute unterstützend gegen Blasenschwäche eingenommen werden.

Unsere Produkttipps für den Mann – Nützliches bei Blasenschwäche:  TENA MEN Level 1 Einlagen | TENA MEN Level 2 EinlagenGRANU FINK® Prosta plus Sabal

Frauen in den Wechseljahren oder nach schweren Geburten sollten ihren behandelnden Gynäkologen bzgl. der Blasenschwäche konsultieren. Achten Sie auf die richtige Pflege der betroffenen Körperareale. Benutzen Sie pH-neutrale Waschlotionen sowie pflegende und schützende Cremes.

Unsere Produkttipps für die Frau – Nützliches bei Blasenschwäche:  sebamed® INTIM-WASCHLOTION pH 6,8 | masmi Slipeinlagen Bio-Baumwolle

Bei schweren Verlaufsformen stehen moderne und sanfte OP-Methoden zur Verfügung, die sehr gute Erfolge zeigen können. Sprechen Sie Ihren Arzt an.


Exkurs: Botox gegen Inkontinenz

Die Behandlung mit Botulinumtoxin A soll die Aktivität bei schwerer Inkontinenz der Blasenmuskulatur verringern. Das in der plastischen Chirurgie gebräuchliche „Botox“ ist allerdings in Deutschland noch nicht für diesen Indikationsbereich zugelassen.


Uns ein Anliegen: Inkontinenz kann jeden treffen! Treten Sie heraus aus Ihrer Isolation und kehren Sie zurück zu einer besseren Lebensqualität!

Ihr Team von medikamente-per-klick.de steht Ihnen jederzeit als Ansprechpartner unterstützend und diskret zur Verfügung.


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Stand vom: 19.02.2020

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.