Die richtige Hautpflege für’s Baby

Besonderheiten der Säuglingshaut beachten

Die Haut von Babys braucht besondere Aufmerksamkeit. Sie ist dünner als die Haut von Erwachsenen. Die Schweiß- und Talgdrüsen sind noch nicht ganz funktionsfähig. Außerdem ist der Schutzfilm der Haut mangelhaft ausgebildet. Zudem nimmt Babyhaut zwar leichter Wasser auf, gibt es aber auch schneller wieder ab.

Babys und kleine Kinder neigen daher zu trockener Haut. Um Hautirritationen und Rötungen zu vermeiden, ist es wichtig, Hautpflegeprodukte zu verwenden, die für die Babyhaut entwickelt wurden.

Aufbau unserer Haut

Unsere Haut
Illustration der Hautschichten der menschlichen Haut.

Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Bei einem Erwachsenen nimmt sie eine Fläche von circa 1,5 bis 1,8 m² ein. Sie besteht aus 3 wesentlichen Schichten: Der Oberhaut, der Lederhaut und der Unterhaut.

Die Oberhaut hat bei einem Erwachsenen eine Dicke von 0,03 und 0,05 Millimetern dick ist. Die Hornschicht kann jedoch insbesondere an den Fußsohlen mehrere Millimeter dick werden. Umgangssprachlich wird sie auch Hornhaut genannt. Im einzelnen besteht die Oberhaut aus:

  • Hornschicht
  • z. T. Glanzschicht
  • Körnerzellenschicht
  • Stachelzellschicht
  • Basalschicht

Die Lederhaut versorgt die Oberhaut mit Nährstoffen und besteht aus Papillenschicht und Netzschicht. Aus der Lederhaut entspringen die Hautanhangsgebilde, wie Haare, Nägel, Talg- und Schweißdrüsen.

Die Unterhaut enthält größere Blutgefäße, Nerven, subkutanes Fett und lockeres Bindegewebe. Auch Sinneszellen für starke Druckreize sind dort zu finden.

Funktionen unserer Haut

In erster Linie dient uns unsere Haut als Schutz vor mechanischen, thermischen und chemischen Umwelteinflüssen. Unsere Haut wehrt Krankheitserreger ab und hilft, unsere Körpertemperatur und den Wasserhaushalt zu regulieren.

Durch unsere Haut werden Berührungen, Temperatur und Schmerz wahrgenommen.

Funtionen auf einen Blick:

  • Schutz
  • Atmung
  • Sinneswahrnehmung
  • Ausscheidung
  • Temperaturregulation

Besonderheiten der Babyhaut

Baby pflegen
Die Haut eines Neugeborenen ist noch nicht vollständig entwickelt. Daher gilt es bei der Auswahl eines geeigneten Pflegeproduktes einiges zu beachten.

Schon gewusst?

Im Vergleich zu einem Erwachsenen ist die Hautoberfläche eines Neugeborenen im Verhältnis zu seinem Körpergewicht doppelt so groß.

Bei der Geburt ist die Haut eines Babys noch nicht vollständig entwickelt. Mit den ersten Lebensmonaten stellt sich die Babyhaut auf ihre Funktion ein. So bildet sich das Fettgewebe in der Unterhaut erst aus, um das Neugeborene vor Kälte zu schützen. Aber auch Wärme kann der Säugling noch nicht gut verarbeiten, denn die Schweißdrüsen sind ebenfalls in der Entwicklung. Bei Hitze verliert der Säugling daher Flüssigkeit. Die Talgdrüsen hingegen sind bereits vollständig ausgebildet, beginnen jedoch erst langsam mit der Produktion. So neigt die Babyhaut in den ersten Wochen eher zur Trockenheit. Außerdem ist die Haut gegen Sonnenlicht empfindlich, da Melanin noch nicht ausreichend produziert wird.

Babys im ersten Lebensjahr sollten aufgrund des fehlenden Eigenschutzes nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden.

Schließlich muss sich der Säureschutzmantel der Haut noch entwickelt, um diese vor Krankheitserreger zu schützen. Direkt nach der Geburt übernimmt die sogenannte Käseschmiere diese Aufgabe.

Babyhaut

Ihr Baby richtig baden und waschen

Baby wird gebaden
Das Baden ist notwendig, greift die Haut jedoch auch an. Nach dem Baden ist daher eine spezielle Hautpflege für Ihr Baby wichtig.

Zu häufiges Baden kann die Haut von Babys und kleinen Kindern austrocknen. Babys sollten idealerweise 2- bis 3-mal pro Woche gebadet werden. Das Bad sollte etwa 5 bis 10 Minuten dauern, die Wassertemperatur bei 36–37 °C liegen. Ein milder Badezusatz kann – sparsam dosiert – eine positive Wirkung auf Babys Haut haben. Er sollte jedoch flüssig und speziell auf die Haut von Babys abgestimmt sein. Verzichten Sie auf Seife. Bei der Babyhautpflege ist jedoch weniger manchmal mehr. Ein Bad in klarem Wasser ist daher auch in Ordnung.

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Als Alternative zum Bad empfiehlt sich eine Ganzkörperwaschung mit einer hautfreundlichen Reinigungslotion. In den ersten 6 Wochen genügt es auch, wenn Sie Ihr Baby mit einem weichen, feuchten Waschlappen waschen.

Die Hautreinigungslotionen für Babys sollten folgende Qualitäten aufweisen:

  • mild
  • einen pH-Wert von 4 bis 6
  • ohne Duftstoffe und Tenside
  • dafür mit pflegenden Zusatzstoffen

Ihr Baby richtig abtrocknen

Baby
Babys Haut benötigt eine spezielle Pflege.

Nach dem Bad sollte das Kind rasch mit einem vorgewärmten, flauschigen Handtuch abgetrocknet werden. Hier ist eine besondere Sorgfalt gefordert. Die Haut zwischen den Zehen und Fingern, die Partien in den Hautfalten, hinter den Ohren, an den Kniekehlen sowie unter den Armen sollten gut abgetrocknet werden. Diese Stellen können sich bei Nässe leicht entzünden.

Die Babyhaut sollte vorsichtig abgetrocknet werden, da sie empfindlich auf die Reibung reagieren kann.

Ihr Baby richtig eincremen

Baby eincremen
Die richtige Hautpflege ist auf die Babyhaut abgestimmt und besonders mild.

Auch das Eincremen ist für die Babyhaut wichtig. Damit die Hautpflege für das Kleine angenehm ist, sollten das Zimmer und die Hände der Mutter warm sein. Für den Körper sind leichtverteilbare Lotionen gut geeignet. Für das Gesicht sollten pflegende Cremes verwendet werden.

Bei hohen Temperaturen eignen sich fettarme Öl-in-Wasser-Emulsionen. Bei Kälte sind dagegen reichhaltige Wasser-in-Öl-Zubereitungen empfohlen. Auch hier sollte der pH-Wert zwischen 4 und 6, also im leicht sauren Bereich, liegen.

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Hautschutz in der Windelregion

Zum Schutz und zur Pflege der Haut in der Windelregion sind fettreiche Wasser-in-Öl-Cremes empfohlen. Cremes mit Panthenol und Zink wirken heilsam auf wunde Haut. Baby-Puder nimmt die Feuchtigkeit im Windelbereich auf.

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Hautschutz in der Sonne

Sonnenbrand
Babys und Kleinkinder sollten sich nicht in der Sonne aufhalten. Sorgen Sie für einen ausreichenden Sonnenschutz mit Sonnenbrille, Kleidung, Sonnenschirm oder Sonnenhut. Die Sonnencreme sollte einen hohen Lichtschutzfaktor haben.

Babys dürfen im ersten Lebensjahr nicht schutzlos den Sonnenstrahlen ausgesetzt werden. Selbst im Schatten ist auf einen angemessenen Hautschutz zu achten. Am besten durch Kleidung: Hemd, Hose und auch ein Sonnenhut sind für die Kleinen ein Muss. Am Kinderwagen sollte ein Sonnensegel angebracht sein. Auf alle unbedeckten Körperstellen gehört eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor (> 25 LSF). Die Sonnenschutzprodukte für Kinder sollten am besten wasserfest sein und einen physikalischen UV-Filter, sogenannte Mikropigmente, enthalten.

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Stand vom: 22.01.2019