Fuchsbandwurm

Infektionen durch den Fuchsbandwurm

Tapeworm - Cestoda - top view

Der Fuchsbandwurm gehört zu der Art der Bandwürmer und kann eine Länge von bis zu vier Millimeter erreichen. Der Hauptwirt des Parasiten ist der Fuchs, jedoch dienen ihm auch kleine Nagetiere als Zwischenwirt. Besonders häufig sind Füchse im Süden Deutschlands infiziert, allerdings können Fuchsbandwürmer auch in allen anderen Teilen Deutschlands vorkommen. Bei einer Infizierung des Menschen durch den Erreger kann es zu einer lebensgefährlichen Parasitenerkrankung kommen.

 

Möglichkeiten und Prävention der Infektion

Eine Infektion des Menschen kann nur durch eine orale Aufnahme des Parasiten, beispielsweise durch das Essen infizierter Waldfrüchte, erfolgen. Allerdings kann bereits das Anfassen von infizierten Oberflächen gefährlich werden, wenn man im Anschluss mit ungewaschenen Händen den Mund berührt.

Bandwurmeier werden durch den Fuchskot ausgeschieden und können sich somit auf bodennahen Gewächsen wie Waldpilze und Erdbeeren befinden. Die Früchte dieser Waldgewächse sollten deshalb niemals ungewaschen gegessen werden. Bandwurmeier sind alkoholresistent, widerstehen jedoch Temperaturen über 60°C nicht. Waldfrüchte können demzufolge problemlos eingekocht werden.

Auch Hunde sind von Fuchsbandwurmbefall betroffen und können den Parasiten an den Menschen weitergeben. Hunde, die oft im Wald unterwegs sind, sollten deswegen regelmäßig entwurmt werden, da eine Übertragung des Fuchsbandwurms durch domestizierte Hunde zwar extrem selten, jedoch nicht ausgeschlossen ist. DRONCIT Tabletten für Hunde/Katzen im Angebot unserer Apotheke dienen der Entwurmung.

 

Symptome einer Fuchsbandwurminfektion

Es dauert in der Regel mindestens zwei Monate, bis man durch einen Bluttest oder einer Sonographie feststellen kann, ob man mit dem Parasit angesteckt wurde. Zwischen der Infektion und dem Erscheinen erster sichtbarer Symptome können jedoch bis zu zehn Jahre liegen. Erste Beschwerden sind meist Zystenbildung in der Leber, Gelbsucht und Oberbauchschmerzen. Die Erkrankung ist lebensgefährlich und muss in jedem Fall behandelt werden. Falls der Verdacht einer Fuchsbandinfektion vorliegt, muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

 

Gängige Medikation von Fuchsbandinfektionen

Kann der Erreger frühzeitig nachgewiesen werden, können auf Benzimidazole-basierende Medikamente wie Albendazol, Mebendazol oder Paromomycin Abhilfe schaffen. Falls die Ansteckung für lange Zeit unentdeckt blieb, muss unter Umständen auf einen operativer Eingriff oder eine lebenslange Einnahme von Benzimidazol-Präparaten zurückgegriffen werden.