Würmer bei Hunden

Wurmbefall: Eine häufige Parasitose

Der Wurmbefall gehört zu den häufigsten Parasitosen. Die meisten Infektionen zeigen nur geringe Beschwerden. Bei einem starken Wurmbefall kann es jedoch schwerwiegende Folgen bis hin zum Tod haben.

Viele Würmer werden vom Hund aufgenommen, wenn er an einer wurmverseuchten Stelle schnuppert oder etwas Wurmverseuchtes isst. Manche Würmer werden durch andere Parasiten in den Körper des Hundes geschleust.

Wurmarten

Hundespulwurm
Der Hundespulwurm (Helminthiasis Toxocara canis) gehört zu den Fadenwürmern.

Es gibt eine Vielzahl an parasitären Wurmarten. Viele von ihnen befallen bevorzugt den Hund. Grob kann man zwischen Bandwürmern und Fadenwürmern unterscheiden.

Bandwürmer

Wurm
Manche Würmer können eine beachtliche Länge erreichen. Diesem Hund hängt ein Wurm aus dem After.

Wie bei den meisten Wurmerkrankungen führt beim Bandwurm lediglich der massive Wurmbefall zu Verdauungsproblemen, wie Verstopfung oder Darmverschluss und einer Mangelversorgung. Das Fell wird glanzlos und struppig. Zu den Bandwürmern zählen unter anderem:

  • Gurkenkernbandwürmer: Sie werden meist durch den Floh auf den Hund übertragen. Der adulte Wurm kann bis zu 70 Zentimeter lang werden und hat eine Breite von 2 bis 3 Millimetern.
  • Dickhalsige Bandwürmer (Finnenbandwürmer): Sie zählen zu den zweithäufigsten Bandwurminfektionen bei Hunden. Als Zwischenwirte dienen ihnen kleine Nagetiere.
  • Kleine Fuchsbandwürmer: Der erwachsene Fuchsbandwurm erreicht lediglich eine Länge von bis zu 3,4 Millimetern. Er lässt sich in bis zu 5 Körperabschnitte unterteilen. Der Kopf besitzt vier Saugnäpfe. Als Zwischenwirte dienen kleine Säugetiere.
  • Dreigliedrige Hundebandwürmer: Als Zwischenwirte für den Hundebandwurm zählen insbesondere pflanzenfressende Wiederkäuer, vor allem Schafe. Der Endoparasit wird nur bis zu 6 Millimeter groß. Das letzte Bandwurmglied enthält bereits einige hundert Eier mit reifen Larven

Fadenwürmer

Es gibt etwa 30 verschiedene Fadenwurmarten, die den Hund befallen. Zu ihnen zählen unter anderem:

  • Hakenwürmer gelangen über die Haut des Hundes oder durch Verschlucken der Larve in den Hundedarm. Da Hakenwürmer sich in der Darmschleimhaut festbeißen und sich vom Blut ernähren, kann es zu einem erheblichen Blutverlust des Hundes bis hin zum Tod kommen.
  • Lungenwürmer können je nach Art einen einfachen chronischen Husten oder aber einen sehr schweren Verlauf bis hin zum Tod auslösen.
  • Peitschenwürmer sind in unseren Breiten eher selten. Sie mögen es warm. Bei massivem Befall kann es zu Blutverlust und Verdauungsstörungen kommen. Der Kot des Hundes wird dünnflüssig und kleine Darmfetzen können enthalten sein. Der Hund reagiert mit Auszehrung und Abgeschlagenheit.
  • Speiseröhrenwürmer kommen weltweit vor, sind aber vor allem in wärmeren Gebieten zuhause. Die Larven wandern im Körper, die erwachsenen Würmer hingegen ballen sich zu einem Wurmknoten zusammen. Sie verursachen Verletzungen an der Hauptschlagader, Verdauungsstörungen, wie Erbrechen, Abmagerung und Atemnot.
  • Spülwürmer gelangen als Larven durch Verschlucken in den Körper des Hundes. Sie infizieren bereits den ungeborenen Nachwuchs im Mutterleib und sind vor allem für Welpen gefährlich. Spulwurmlarven wandern durch den Körper und können dabei Organe schädigen. Manche von ihnen nisten sich in den Augen ein, was zu Sehstörungen führt. Der Hund reagiert mit vermindertem Leistungsvermögen, Apathie und diversen Magen-Darm-Problemen.

Gefahren für den Menschen

Magengeschwür
Würmer können für den Menschen gefährlich werden. Zu den möglichen Beschwerden können Bauchschmerzen gehören.

Würmer können auch für den Menschen gefährlich werden:

  • Eine Infektion mit dem Kleinen Fuchsbandwurm führt gegebenenfalls zu einer alveolären Echinokokkose, die unbehandelt häufig zum Tod führt.
  • Der Hundebandwurm löst beim Menschen die zystische Echinokokkose aus. Er siedelt zunächst an der Darmwand und durchdringt diese dann. Er gelangt in andere Organe und bildet große, mit Flüssigkeit gefüllte Blasen, die immer größer werden und das umliegende umliegende Gewebe verdrängen. Dieses Zysten entstehen in der Leber, Lunge, Niere und Milz, aber auch im Bauchfell, in der Muskulatur, in den Knochen und dem zentralen Nervensystem. Der Betroffene lebt oft jahrelang beschwerdefrei. Es können sich jedoch auch Reizhusten oder Druckschmerzen zeigen. Wenn Zysten reißen, kann der Betroffene einen lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock bekommen.
  • Auch der Gurkenkernbandwurm kann beim Menschen, wenn auch selten, Schaden anrichten. Vor allem Kinder sind von einer Infektion betroffen.
  • Der Hakenwurm befällt auch den Menschen. Er dringt meist über die Fußsohlen ein und sorgt – wie beim Hund auch – für Blutarmut.
  • Spulwürmer verursachen beim Menschen Toxocariasis. Die Larven machen es sich meist im Gehirn oder den Augen bequem. Es gelangen jedoch keine adulten Würmer in den Darm.

Zwar sind Erkrankungen, die durch den Würmer beim Menschen hervorgerufen werden, äußerst selten, dennoch ist ein Wurmschutz bei Hunden auch um der Haltergesundheit wichtig.

Erkrankungen in Dtl. an alveoläre Echinokokkose
Datenquelle: Robert Koch Institut

Symptome: Wurmbefall erkennen

Kranker Hund
Hunde fühlen sich bei einem Wurmbefall oft angeschlagen und geschwächt.

Ein Wurmbefall ist nicht immer leicht zu erkennen. Erwachsene Hund zeigen oft keine Symptome. Welpen oder immungeschwächte Hunde können hingegen sehr stark unter dem Befall leiden. Achten Sie auf folgende Beschwerden:

  • Juckreiz um den Anus
  • Appetit- und Gewichtsverlust
  • Apathie und Schwäche
  • Hautekzeme
  • Probleme des Verdauungstraktes, wie, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung
  • Mangelerscheinungen durch Nährstoffentzug
  • stumpfes Fell
  • bei massivem Befall ein aufgeblähter Bauch

Schon gewusst?

Wenn Ihr Hund einen Juckreiz um den Anus verspürt, rutscht er mit dem Hinterteil über den Boden. Diese charakteristische Scheuerbewegung wird “Schlittenfahren” genannt.

Wurmbefall vorbeugen und behandeln

Entwurmungen sollten regelmäßig stattfinden. Werden entsprechende Mittel alle 3 Monate verabreicht, kann ein Wurmbefall verhindert werden. Aufgenommene Eier oder Larven können nicht zu ausgewachsenen Würmern heranwachsen. Befragen Sie hierzu Ihren Tierarzt.

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Stand vom: 07.02.2019