Nagelpflege

So werden Nägel gesund und schön

Die Körperpflege nimmt einen wichtigen Stellenwert im heutigen Alltag ein. Hierzu gehören nicht nur Haut und Haar, sondern auch die anderen Hautanhangsgebilde: die Nägel. Häufig unterschätzt und etwas vernachlässigt haben sie wichtige Schutzfunktionen. Mit der richtigen Pflege können Sie nicht nur dazu beitragen, dass ihre Nägel schön und gesund aussehen, sondern sie auch in ihrer Aufgabe unterstützen.

Unsere Nägel

Schöne Nägel bis ins Alter ist wünschenswert und vor allem mit gesunder Ernährung und einer gut durchdachten Nagelpflege zu erreichen.

Ein Nagel (med. Unguis) ist eine dünne Platte aus Keratin, die den Spitzen von Zehen und Fingern aufliegen. Seine Funktion ist hauptsächlich der Schutz vor Verletzungen und Entzündungen. Des Weiteren tragen Nägel zu einer optimalen Greiffunktion bei.

Ein Nagel besteht aus 100 bis 150 einzelnen Hornzellen, die unregelmäßig übereinander geschichtet sind. Unterhalb des Nagels befindet sich das Nagelbett. Am Nagelende zum Finger hin befindet sich die so genannte Nagelmatrix, die von der Nagelhaut geschützt wird. An der Matrix schieben sich nach und nach Hautzellen heraus, um anschließend auf dem Nagelbett zu verhornen und so die Nagelplatte zu bilden. Das Nagelbett besteht aus Bindegewebe und ist für den Erhalt und die Gesundheit des Nagels unentbehrlich.

Die Wachstumsgeschwindigkeit ist bei den Nägeln individuell sehr unterschiedlich und schwankt auch zwischen den einzelnen Nägeln. In der Regel wächst die Hornplatte am Mittelfinger am schnellsten. Bei der Hornsubstanz handelt es sich, genauso wie bei den Haaren, hauptsächlich um Keratin.

Schon gewusst?

Nägel sind schnell wachsende Anhangsgebilde der Haut. Im Durchschnitt wachsen sie zwischen 0,5 und 1,2 mm pro Woche. Sie bestehen zum größten Teil aus Keratin, also verhornter Bindegewebssubstanz. Aufgrund der hohen Wachstumsgeschwindigkeit können sich Erkrankungen und Mangelerscheinungen an den Nägeln besonders rasch zeigen. So werden sie z. B. bei einem Biotinmangel brüchig. Hierbei handelt es sich um das Vitamin H, was für die Keratin-Bildung essentiell ist.

Gründe für die Nagelpflege

Viele Menschen gehen bei der Nagelpflege nach dem Prinzip „ nur das Nötigste“ vor. Hierunter fällt v. a. das Kürzen der Nägel. Zu einer guten Nagelpflege gehört aber noch wesentlich mehr. Vor allem Personen mit bestimmten Erkrankungen sollten ihren Nägeln eine vermehrte Aufmerksamkeit geben. Hierzu zählt die Schuppenflechte (med. Psoriasis), bei der als Nebenbefund die Nägel aufweichen und Flecken aufweisen.

Nicht nur gesundheitliche, sondern auch kosmetische Aspekte spielen bei der Nagelpflege eine Rolle. So können gepflegte und ggf. verzierte Nägel ein wahrer Hingucker sein!

Schritte bei der Nagelpflege

Unter dem Begriff „Maniküre“ versteht man die Pflege der Hände inklusive der Fingernägel. „Pediküre“ hingegen beschreibt das Gegenstück im Bereich der Füße. Sie bestehen typischerweise aus folgenden Schritten:

  • Reinigung mittels einem Hand- bzw. Fußbad und einer Nagelbürste
  • Kürzen der Nägel
  • Bearbeitung der Nagelhaut
  • Polieren der Nägel
  • Lackieren der Nägel
  • Auftragen einer Pflegecreme oder Öl (z. B. Mandel-, Kokos- oder Olivenöl)

 Das richtige Kürzen der Nägel

Der Nagelknipser ist der Nagelschere vorzuziehen.

Beim Kürzen der Nägel gilt es einiges zu beachten. Mit speziellem Nagelwerkzeug können die Nägel grob gekürzt werden. Hierbei sind Nagelknipser den Nagelscheren vorzuziehen, da sie schonender sind und es seltener zu einem Einreißen der Nägel kommt. Es empfiehlt sich, nur den mittleren Nagelbereich gerade abzuknipsen. Anschließend wird mit der Nagelfeile nachgearbeitet. Insbesondere für den seitlichen Nagelbereich eignen sich Feilen besser als Knipser und Scheren. Die Gefahr, Verletzungen an der empfindlichen Nagelhaut zu verursachen, ist so geringer. Für einen besonderen Glanz kann die Oberfläche der Nägel im Anschluss mit einer Polierfeile aus Gummi oder einem Polierblock bearbeitet werden. Das Polieren sollte man allerdings maximal 2-mal pro Woche durchführen, um die Nägel nicht zu beschädigen.

Bei der Form der Nägel sind Ihren Vorstellungen kaum Grenzen gesetzt! Bei kurzen, breiten Fingern eignet sich v. a. eine ovale Nagelform. Langen, breiten Fingern stehen eckige Nägel hervorragend. Rund gefeilte Nagelplatten sind besonders pflegeleicht und eignen sich somit für Personen, deren Hände besonders stark beansprucht sind.

Schon gewusst?

Das Feilen der Nägel ist besonders schonend, insbesondere für die Nagelhaut. Bewegen sie die Nagelfeile hierfür immer in dieselbe Richtung, nie hin und her. So vermeiden Sie ein Einreißen und Anrauen der Nägel. Gehen Sie im Bereich der Rundungen besonders vorsichtig vor, um Verletzungen an der Nagelhaut zu vermeiden.

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Die richtige Pflege der Nagelhaut

Die Nagelhaut liegt zum Finger bzw. Zeh hin dem Nagelrand auf. Ihre Funktion besteht im Schutz vor Infektionen mit Bakterien und Pilzen. Sie ist sehr empfindlich für Verletzungen. Von der früheren Empfehlung, eine zu weit vorgewachsene oder eingerissene Nagelhaut abzuschneiden, wird heutzutage abgeraten. Ein Zurückschieben mit einem stumpfen Gegenstand ist wesentlich schonender. Regelmäßiges Pflegen mit einer Handcreme schützt vor dem Austrocknen und Einreißen der Nagelhaut.

Das Plus an Pflege

Bei der Nagelpflege sollte der Nagelhaut besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Schieben Sie nach einem intensiven Hand- bzw. Fußbad die auf den Nagel vorgewachsene Haut mit einem stumpfen Holz- oder Wattestäbchen vorsichtig zurück. Cremen Sie die Hände und Füße regelmäßig ein, um auch die Nagelhaut geschmeidig zu halten. Gönnen Sie dieser hin und wieder eine Sonderbehandlung: Cremen Sie nach der Reinigung Ihre Hände und Füße intensiv mit einer geeigneten Pflegecreme ein. Ziehen Sie anschließend Baumwollhandschuhe oder -socken über und lassen Sie die Creme über Nacht einwirken. Die Haut von Händen und Füßen, insbesondere aber die Nagelhaut wird es Ihnen danken!

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Das richtige Lackieren der Nägel

Schöne Nägel: Erst einen Klarlack, dann die Farbe Ihrer Wahl!

Mit dem Lackieren der Nägel können diese zusätzlich geschützt und v. a. farblich betont werden. Wichtig ist, dass die Nagelplatten vor dem Auftragen des Lacks fettfrei und trocken sind. Zum Entfetten kann man sie mit einer Lösung aus Wasser und Essig im Verhältnis von 3:1 behandeln. Tragen Sie anschließend einen klaren Unterlack auf und bedecken Sie diesen nach dem Trocknen mit 1 bis 2 Schichten Ihres Lieblingslacks.

Beim Lackieren der Nägel kommt es ganz besonders auch auf den richtigen Nagellackentferner an. Dieser sollte frei von Aceton sein und rückfettende Stoffe enthalten.

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Die Pflege kranker Nägel

Angegriffene, kranke Nägel zeigen meist Auffälligkeiten in Form von Flecken, weicher Konsistenz und Brüchigkeit. Biotin hilft, die Nägel wieder stark nachwachsen zu lassen. Das Tragen von Schutzhandschuhen beim Umgang mit reizenden Lösungen wie beim Geschirrspülen schützt vor einem zusätzlichen Aufweichen.

Bestehen rötliche oder gelbliche Verfärbungen besonders im Randbereich der Nägel, ist vom Arzt auf eine Pilzinfektion zu untersuchen. Antimykotika-haltige Cremes, Speziallacke und -lösungen werden die Infektion rasch bekämpfen.

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Stand vom: 12.11.2019

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.