Enthaarungscreme

Glatte Haut mit der richtigen Enthaarungscreme

Alle haben sie, keiner will sie: Haare unter den Achseln, an den Beinen, im Bereich der Bikinizone. Es gibt viele Methoden, um die unliebsamen Härchen zu entfernen: Nass- und Trockenrasierer, Epilierer, Geräte mit IPL-Technologie, Waxing. Doch die meisten Methoden brauchen Zeit. Sie hinterlassen Hautirritationen sowie kleine Pickelchen. Viele sind schmerzhaft. Die Behandlung mit einer Enthaarungscreme hingegen ist schmerzfrei und einfach.

Enthaarungscremes sorgen für eine chemische Reaktion. So kappen sie die Haare, ohne je mit einer scharfen Klinge in Berührung gekommen zu sein.

So wirken Enthaarungscremes

Schöne glatte Beine sind ein Hingucker.

Bei der Anwendung von Enthaarungscremes werden die Haare chemisch von der Haut gelöst. Die Wirkstoffe in den Cremes greifen das Keratin der Haare an und zerbrechen ihre Bindungen. Dadurch lösen sich die Haare von ihrer Wurzel und lassen sich leicht abwaschen. Der unter der Haut liegende Teil der Haare und die Haarwurzeln bleiben dagegen intakt.

Die meisten Enthaarungscremes enthalten alkalische Chemikalien, wie Salze der Thioglykolsäure und Thiomilchsäure sowie Natriumhydroxid, die sehr wirksam sind, aber einen etwas strengen Geruch verbreiten.  

Enthaarungscremes: Für diese Hautzonen sind sie geeignet

Brusthaare
Da scheiden sich die Geister: Manche finden Brusthaare bei Männern sexy, andere lieben eine glattrasierte Brust.

Enthaarungscremes für den Körper sind nicht für alle Regionen geeignet. Die Haut an Beinen, Achselhöhlen, Armen, Bauch, Rücken und der Brust können Sie in der Regel mit ein- und demselben Produkt behandeln. Auch der Bikinibereich gehört dazu, wobei hier ausdrücklich nicht der Intimbereich gemeint ist. Dieser braucht eine spezielle, sensitive Enthaarungscreme mit geringerer Wirkstoffdosierung. Das liegt daran, dass sich im Intimbereich empfindliche Schleimhäute befinden. Diese sind schnell gereizt und für Entzündungen äußerst empfänglich.

So testen Sie die Eignung der Enthaarungscreme

Tragen Sie ein wenig Creme auf die Armbeuge auf. Lassen Sie die Enthaarungscreme einige Minuten einwirken. Spülen Sie das Mittel im Anschluss gründlich ab. Warten Sie etwa 24 Stunden lang. Begutachten Sie dann die behandelte Stelle. Wenn sich keinerlei Hautreaktionen zeigen, ist das Haarentfernungsmittel für Sie geeignet.

Enthaarungscreme für empfindliche Haut

Speziell für die empfindliche Haut wurden Produkte konzipiert, die das Irritationspotential der Haut an Beinen, Armen, Achselhöhlen und in der Bikinizone berücksichtigen. Trotz Kennzeichnung als sensitives Produkt sind sie jedoch ausdrücklich nicht für den Intimbereich geeignet. Der Zusatz von pflegenden und feuchtigkeitsspendenden Stoffen, wie Aloe vera, hinterlässt nach der Haarentfernung ein seidig-glattes Gefühl auf der Haut. Die Frische ausgewählter Parfümstoffe dämpft den Geruch der Chemikalien in einigen Produkten.

Unser Produkttipp: Veet Haarentfernungscreme sensitive

Enthaarungscreme für den Intimbereich

Nicht alle sensitiven Enthaarungscremes sind auch für den Intimbereich geeignet. Eine Eignung muss explizit auf der Packungsbeilage benannt sein.

Die männliche Körperbehaarung ist dicker und dichter als die weibliche. Die Wurzeln sind stärker und tiefer. Dennoch benötigt es für die sensiblen Körperregionen wie Leiste, Hoden und Po ein besonders sensitives Mittel. Daher sollten auch Männer auf Enthaarungscremes zurückgreifen, die für den Intimbereich angedacht sind. Hierfür stehen Ihnen speziell für die Bedürfnisse von Männerhaut geeignete Produkte zur Verfügung.

Enthaarungscreme für das Gesicht

Frau mit Schal vor Mund und Nase
Damit Sie sich nicht verstecken müssen: Sensitive Enthaarungscremes entfernen auch Gesichtshaare.

Enthaarungscremes für das Gesicht sind ebenfalls besonders gekennzeichnet. Sie beinhalten hautberuhigende Pflegestoffe, die die empfindliche Gesichtshaut vor Irritationen schützen.

Tabu

Alle Hautzonen mit offenen Wunden dürfen nicht mit der säurehaltigen Creme in Berührung kommen.

Enthaarungscreme zur präoperativen Behandlung

Unter anderem zur präoperativen Behandlung eignen sich Haarentfernungscremes, die mit dem Wirkstoff Keratolyticum ausgestattet sind. Dieser Wirkstoff entfernt die Haare sogar bis zu 1 mm unter der Hautoberfläche und ist damit insbesondere in der Nähe von Gelenken, Leisten- und Achseln sowie beim Vorhandensein von Falten von Vorteil. Ist die Creme so konzipiert, dass sie einen höheren pH-Wert von 12,5 bietet, hat sie zusätzlich noch einen keimreduzierenden Effekt. Verzichten Hersteller auf Parfümstoffe, reduzieren sie das Irritationspotential des Produkts.

Unser Produkttipp: Enthaarungscreme Asid med

Enthaarungscremes: Tipps zur Anwendung

Tragen Sie die Enthaarungscreme auf die zuvor gründlich gereinigte Haut dünn auf. Nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit nehmen Sie die Creme mitsamt den gelösten Haaren mit dem mitgelieferten Spachtel oder einem Kosmetiktuch ab.

Gründliches Waschen mit klarem Wasser und idealerweise eine Pflege mit einem leicht saurem pH-Wert um 4,0 neutralisiert den pH-Wert der Haut.

So lang bleiben Sie haarfrei

Haarentfernungscremes entfernen in der Regel nur den sichtbaren Teil eines Haares, nicht aber die Wurzel. Insofern sind sie keine Methode zur dauerhaften Haarentfernung. Je nach Veranlagung können nach 2 bis 5 Tagen die ersten Härchen wieder sprießen.

Vor- und Nachteile von Enthaarungscremes

Vorteile

  • sie sind in der Anwendung absolut schmerzfrei und bergen keine Verletzungsgefahr
  • sie lassen sich schnell und einfach anwenden
  • sie sind eine relativ günstige Methode der Haarentfernung
  • sie eignen sich für den gesamten Körper, auch für schwer erreichbare Stellen
  • nachwachsende Härchen sind weniger stoppelig
  • länger anhaltende Ergebnisse im Vergleich zum Rasieren

Nachteile

  • die Härchen wachsen relativ schnell wieder nach
  • die Inhaltsstoffe führen teils zu Hautirritationen
  • die Cremes hinterlassen häufig einen stechenden Geruch

Mögliche Nebenwirkungen bei Haarentfernungscremes

Manche Personen reagieren allergisch auf bestimmte Inhaltsstoffe von Enthaarungscremes.

Lesen Sie im Vorfeld den Beipackzettel ausführlich durch. Halten Sie die Empfehlungen zu Applikationsorten und Dauer der Anwendung unbedingt ein. Sonst drohen unangenehme Nebenwirkungen. Keratin ist nicht nur ein Bestandteil der Haare, sondern auch der Haut. Wenn Sie die Enthaarungscreme zu lange auf der Haut lassen, greift sie das Keratin der Haut an. Es entstehen Irritationen. Insbesondere Allergiker müssen bei der Anwendung sehr umsichtig sein und vor dem Gebrauch einen Test, etwa in der Armbeuge, durchführen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Enthaarungscremes gehören:

  • allergische Reaktionen 
  • Hautrötungen
  • Juckreiz oder Brennen

Die Ausprägungen der Nebenwirkungen hängen von der Anwendungsdauer, der Häufigkeit der Anwendung, den Inhaltsstoffen, dem Applikationsort und der Dosierung der Creme ab.

Bei korrekter Anwendung und unempfindlicher Haut sind die meisten Produkte gut verträglich.


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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Stand vom: 01.06.2022

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.

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