Was tun bei Verdauungsproblemen?

Wenn die Nahrung im Verdauungstrakt mittels Verdauungsenzymen aufgespalten wird, kann es zu vielfältigen Störungen wie Blähungen, Durchfall, Erbrechen, Magenschmerzen, Sodbrennen oder Verstopfung kommen. Oft sind Verdauungsprobleme eher harmloser Natur. Man hat sich falsch ernährt, keine Zeit beim Essen genommen oder sich einen Magen-Darm-Infekt eingefangen.

Typische Verdauungsprobleme

Die zugeführte Nahrung passiert Mund, Speiseröhre, Magen, Dünndarm sowie Dickdarm. Über den Enddarm scheiden wir die Nahrungsreste als Stuhl aus. Am Prozess der Verdauung sind jedoch auch andere Organe beteiligt. Dazu zählen die Bauchspeicheldrüse, die Gallenblase und die Leber. Daher zählen medizinische Fachkräfte zum Verdauungssystem alle involvierten Organe: Mund, Speiseröhre, Leber, Gallenblase, Magen, Bauchspeicheldrüse sowie Dünn- und Dickdarm. Sie benennen dieses komplexe System auch Gastrointestinaltrakt.

Magen-Darm-Beschwerden sind unangenehm und lästig. Sie gehören jedoch oft zu unserem Alltag. Arbeit im Sitzen, Fast-Food und Stress fördern typische Beschwerden im Verdauungstrakt. Unser moderner Lebensstil sorgt für die hausgemachten Verdauungsprobleme. So sind Blähungen, Übelkeit oder Sodbrennen vermeidbare Erscheinungen. Oftmals lassen sich die Unannehmlichkeiten durch eine bewusste Ernährung einstellen.

Nehmen Sie innerhalb von 6 Monaten mehr als 10 % Ihres Gewichts ab und leiden unter kolikartige Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung liegen gegebenenfalls ernsthafte Erkrankungen vor.

Stuhl liefert für Diagnostik wichtige Hinweise

Der Stuhlgang liefert wichtige Indizien für die Diagnostik. Ist dieser etwa hellrot eingefärbt, liegt eine Blutung im unteren Darmabschnitt vor. Ursächlich sind schwere Entzündungen oder Tumore. Ist das Blut auf den Stuhl aufgelagert, handelt es sich ggf. um eine Analfistel oder Hämorrhoiden. Bei einem schwarzen Stuhl liegen jedoch Blutungen im Magen oder der Speiseröhre vor.

Darmkrebs ist eine Erkrankung des Verdauungstraktes, die kaum Beschwerden macht. Daher ist eine frühzeitige Erkennung nur durch eine Darmspiegelung möglich. Die Früherkennungs-Darmspiegelung ist gesetzlich verankert. Leider nehmen bisher nur wenige das kostenfreie Angebot wahr. Dabei liegt die Überlebensrate bei 90 %, wenn Darmkrebs im Anfangsstadium entdeckt wird.

Verdauungsprobleme vermeiden

Foto einer Frau, die sich gekrümmt den Bauch hält. Bauchschmerzen sind typische Beschwerden bei Verdauungsproblemen.
Magengrummeln und Bauchdrücken sind typische Beschwerden bei Verdauungsproblemen.
Bild: Alina Valetka – Getty Images (Canva)

Eine gesunde Lebensweise hilft, Verdauungsproblemen vorzubeugen. Dabei ist eine ausgewogene Ernährung genauso wichtig wie eine entsprechende Esskultur.

Gesund ernähren

Eine gesunde Ernährung ist das A und O für einen gesunden Körper:

  • Ihr Speiseplan sollte ausgewogen sein. Achten Sie darauf, dass Sie sich alle wichtigen Nährstoffe zuführen.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen. Denn auch ein hektisches „Reinschlingen“ führt oftmals zu Verdauungsproblemen. Kauen Sie ausführlich und schauen Sie weder fern noch reden Sie beim Essen. Schmecken Sie bewusst jede einzelne Zutat.
  • Zudem ist es wichtig, dass Sie ausreichend trinken! Fangen Sie gleich früh am Morgen nach dem Aufstehen mit einem Glas Wasser auf nüchternen Magen an. Das regt die Verdauung an. Über den Tag verteilt, sollten es dann ungefähr 2 Liter Flüssigkeit sein, die Sie über das Trinken aufnehmen. Mineralwasser ist dabei die beste Wahl, weil es sehr viel Calcium und Magnesium enthält.

Sport treiben

Fitness im Alter
Sport hält fit: Ihr Körper benötigt diesen Ausgleich bis ins hohe Alter.

Sport regt die Verdauungsprozesse an. Wer sich wenig bewegt, hat einen trägen Darm. Pro Tag 30 Minuten strammer Spaziergang, leichtes Joggen und zügiges Radfahren, Schwimmen oder Walken sind dafür besonders geeignete Sportarten.

Nutzen Sie im Alltag jede Möglichkeit der Bewegung: Steigen Sie Treppen, statt Fahrstuhl zu fahren. Nutzen Sie für kleine Strecken das Rad und lassen Sie das Auto in der Garage stehen.

Hilfe für den Magen

Viele Kräuter helfen bei der Verdauung. Es lohnt sich, Speisen entsprechend zu würzen und hin und wieder zu einem wohltuenden Kräutertee zu greifen.

  • Kräuter wie Anis, Basilikum, Bohnenkraut, Estragon, Fenchel, Kamille, Majoran, Minze und Thymian fördern die Verdauung.
  • Gegen Sodbrennen hilft ein Tee aus Wermut, Anis, Kamille, Lavendel, Malve, Melisse, Pfefferminze oder Salbei.
  • Krampfstillend wirken Anis, Fenchel, Kamille, Lavendel, Majoran, Melisse, Pfefferminze, Salbei, Schafgarbe und Thymian.

Unsere Produkttipps – Kräutertee für eine bessere Verdauung:  Aurica ANIS-FENCHEL-KÜMMEL | Bombastus-Werke KAMILLENBLÜTENWeltecke MELISSEN TEE | Caelo PFEFFERMINZBLÄTTER  | SALBEITEE BOMBASTUS®KLENK Schafgarbenkraut ARZNEI-TEE

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Hilfe für den Darm

Viele Darmprobleme ließen sich vermeiden, wenn einige Grundregeln eingehalten würden. Wenn sich Probleme einstellen, können Sie jedoch Nachsorge betreiben.

Ernähren Sie sich ballaststoffreich

Foto mit Weizenkleie, die gut bei Verdauungsproblemen ist
Weizenkleie macht sich gut als Brei oder im Müsli.

Eine ballaststoffreiche Nahrung hilft bei Problemen mit dem Darm:

  • Generell halten Ballaststoffe die Bakterienflora im Darm in einem gesunden Gleichgewicht. In Vollkornbrot, Vollkornnudeln oder Vollkornreis, Kartoffeln, Salat, Gemüse und Obst sind ausreichend Ballaststoffe enthalten. Besonders reich an Ballaststoffen sind Flohsamenschalen, Leinsamen, Chiasamen und die Pseudogetreide Amaranth sowie Quinoa.
  • Essen Sie probiotischen Joghurt, Sauerkraut, Weizenkleie oder Trockenobst. Diese Mittel unterstützen die in Ihrem Darm enthaltenden Darmbakterien und helfen besonders gut bei Verstopfung.
  • Leinsamen sind neben vielen anderen nützlichen Eigenschaften ein natürliches Abführmittel.

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Richtiger Umgang mit dem Stuhlgang

  • Unterdrücken Sie Ihren Stuhlgang nicht. Suchen Sie, gleich wenn Sie den ersten Reiz spüren, eine Toilette auf.
  • Nehmen Sie sich während des Stuhlgangs die nötige Zeit.
  • Massieren Sie Ihren Bauch in Uhrzeigerichtung. So regen Sie ebenfalls die Darmtätigkeit an.

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Hilfe für Leber und Galle

Die Artischocke unterstützt die Bildung der Galle und den Abfluss in die Gallenwege. Mithilfe der Artischocke scheiden Sie Blutfette wie das schädliche LDL-Cholesterin aus und kurbeln die Entgiftungsfunktion an.

Unsere Produkttipps – Artischocke für Leber und Galle: Abtei Artischocke Plus | Schoenenberger Naturreiner Heilpflanzensaft Artischocke

Weitere Informationen zur Leber erhalten Sie in diesen Ratgebern:


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Stand vom: 19.04.2024

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