Was tun bei kalten Füßen?

Tipps gegen Eisfüße

Die Ursachen von kalten Füßen sind vielfältig. Sie reichen von  der einfachen Unterkühlung bis hin zu den ersten Anzeichen einer ernsthaften Erkrankung. Eine Selbstanalyse oder auch eine Anamnese kann oftmals helfen, mögliche Ursachen ausfindig zu machen und gezielt dagegen vorzugehen. Problematisch wird es erst, wenn kalte Füße als chronische Begleiterscheinung des täglichen Lebens auftreten. In solchen Fällen sind erkaltete Extremitäten nicht nur unangenehm, sondern sie können zu einer deutlichen Minderung der Lebensqualität führen. In den meisten Fällen jedoch lassen sich kalte Füße mit einfachen Mitteln behandeln.

Ursachen für kalte Füße

Rein physikalisch betrachtet, bekommen wir immer dann kalte Füße, wenn der Körper weniger warmes Blut in die Füße pumpt, als er zum Aufheizen der unteren Extremitäten benötigt. Diese Körperreaktion setzt entweder dann ein, wenn die Körperwärmeproduktion nicht ausreicht oder wenn der Bluttransport gestört ist.

Nicht genug Körperwärme

Die produzierte Körperwärme wird in anderen Bereichen des Körpers benötigt: Lebenswichtige Organe werden immer zuerst mit Wärme versorgt. Sollte der Körper in einer kalten Umgebung mit der Produktion von Körperwärme nicht nachkommen, werden nicht-lebensnotwendige Körperpartien wie Füße, Hände oder auch die Nasenspitze von der Wärmezufuhr abgeschnitten.

Exkurs: Was haben Muskeln mit Körperwärme zu tun?


Viele Untersuchungen belegen, dass Frauen häufiger über kalte Füße klagen als Männer. Ein Grund dafür sehen Ärzte in der unterschiedlichen Muskelmasse. Die Energie, die unsere Muskeln erzeugen, wird nur zu 20 bis 30 Prozent für Arbeit und Bewegung genutzt. Der Rest wird in Form von Wärme im Körper verteilt. Je mehr Muskeln bzw. je mehr Muskelmasse ein Körper hat, desto besser ist die Produktion von Körperwärme.
Frauen sind im Allgemeinen nicht so muskulös wie Männer. Der Muskelanteil im weiblichen Körper liegt bei etwa 23 Prozent. Bei Männern macht der Muskelanteil hingegen 40 Prozent der Gesamtmasse aus.


Der weibliche Körper erzeugt von Natur aus weniger Wärme.

Störung im Bluttransport

Der zweithäufigste Grund für Eisfüße ist ein gestörter Bluttransport in den Beinen. Es wird in diesen Fällen nicht genug Blut in die Füße gepumpt, um diese auf Körpertemperatur zu halten. Das kann verschiedene Ursachen haben: Von niedrigem Blutdruck über eine Verfettung oder dem Verschleiß der Beinadern bis hin zu ernsthaften Krankheiten wie Diabetes, Embolien, Arteriosklerose und weiteren Herzerkrankungen.

Bluthochdruck verursacht Kopfschmerzen
Blutdruckmessgeräte sind nicht nur ein Hilfsmittel für den Arzt. Es gibt sie in einfacher Ausfertigung auch für die Heimanwendung.

Schon das einfache Überprüfen des Blutdrucks mithilfe eines Blutdruckmessgerätes kann erste Aufschlüsse auf die Ursache kalter Füße geben.

Hinweis

Sollten jedoch die Füße unnatürlich oft oder permanent kalt sein, sich weiß oder sogar blau verfärben oder schmerzen, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden, um ernste Erkrankungen auszuschließen.

Fünf Tipps gegen kalte Füße

Falls sichergestellt ist, dass die kalten Füße nicht durch ernsthafte Gesundheitsprobleme hervorgerufenen werden, so helfen schon einige einfache Maßnahmen, um die Körperwärmeproduktion zu stärken und um die Durchblutung der Füße wieder anzuregen:

Tipp 1: Die kuschelig-warme Wärmflasche und warme Socken

Füße in warmen Socken an einer Tasse mit Tee wärmen
Warme Socken und ein Heißgetränk sorgen für wohlige Wärme.

Wenn die Eisfüße durch mangelnde Körperwärmeproduktion hervorgerufen werden, helfen meistens schon einfache Dinge: Eine Wärmflasche beispielsweise oder dicke Socken und warme Schuhe mit dicken Sohlen. Vor dem Zubettgehen können Sie die Füße außerdem mit Rizinusöl oder auch mit einer speziell entwickelten Wärmecreme einreiben.

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Tipp 2: Wärmende Tees

Ein „heißer Tipp“, im wahrsten Sinne des Wortes, ist ein frisch gekochter Tee. Empfohlen sind Kräutertees und Heißgetränke mit Ingwer oder auch Rosmarin. Andere heiße Getränke ohne Koffein eignen sich ähnlich gut.

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Tipp 3: Ein wärmendes Fußbad

Regelmäßige Wechselbäder helfen gegen chronisch kalte Füße, fördern die Durchblutung und helfen bei niedrigem Blutdruck. Durch die Wärme erweitern sich die Blutgefäße und die Füße werden warm. Der Wechsel zu kühlerem Wasser beim Fußbad verengt die Gefäße wieder, so dass weniger Wärme verloren geht.

Eine Frau nimmt ein Fußbad
Ein Fußbad ist schnell und einfach zubereitet und hilft bei kalten Füßen.

So geht ein Fuß-Wechselbad


Sie benötigen: 2 große Schüsseln oder 2 Eimer, die so groß sind, dass Sie die Füße hineinstellen können, ein Handtuch und warme Socken.

1) Füllen Sie eine Schüssel mit warmem Wasser (etwa 36 bis 38 °C) und die andere mit kaltem (etwa bis 18 °C).
2) Tauchen Sie die Füße zuerst in das warme Wasser bis sich die Beine angenehm warm anfühlen (etwa 5 Minuten).
3) Wechseln Sie dann zu der Schüssel mit dem kalten Wasser und baden Sie Ihre Füße für etwa 10 Minuten darin.
4) Danach wechseln Sie wieder in das warme Wasser.
5) Wiederholen Sie die Prozedur noch einmal und beenden Sie das Fußbad im kalten Wasser.
6) Trocknen Sie dann die Füße gut ab, erwärmen Sie sie noch einmal mit einer Fußmassage und ziehen Sie warme Socken an.

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Tipp 4: Die Fußmassage

Fußmassage
Eine Fußmassage hilft bei kalten Füßen.

Eine Massage der kalten Füße wirkt ebenfalls Wunder. Nehmen Sie hierfür einen Igelball zu Hilfe. Eine andere Möglichkeit ist eine Ölmassage. Massieren Sie dazu ein wenig erwärmtes Kokosöl mit sanftem Druck in die Fußsohlen ein. Dies ist zudem eine gute Hautpflege. Schlüpfen Sie danach in warme Baumwollsocken.

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Tipp 5: Fußgymnastik

Fußübungen, wie das 5- bis 10-minütige Strecken und Dehnen der Zehen, Zehenrollen oder kreisende Bewegen der Fußgelenke sowie das Anwinkeln und Abklappen der Füße wärmen kalte Zehen wieder auf. Auch immer ein Tipp: Ein paar Mal auf- und abhüpfen.

Kalte Beine und das Rauchen

Besonders Rauchen kann zu einem Verschleiß und einer Verengung der Beinadern führen, weswegen Raucher bei chronischem Auftreten von kalten Füßen über eine Verminderung der Nikotinzufuhr nachdenken sollten.

Unser Lesetipp: Raucherentwöhnung


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Stand vom: 30.10.2018