Was tun bei kalten Füßen?

Young man heating his bare feet on radiator on wall

Die Ursachen von kalten Füßen sind vielfältig und reichen von einfacher Unterkühlung bis hin zu ersten Anzeichen ernsthafter Erkrankungen. Eine Selbstanalyse oder auch Anamnese kann oftmals helfen, mögliche Ursachen ausfindig zu machen und gezielt dagegen vorzugehen. Problematisch wird es erst, wenn kalte Füße als chronische Begleiterscheinung des täglichen Lebens auftreten. In solchen Fällen sind erkaltete Extremitäten nicht nur unangenehm, sondern können zu bemerkbarer Minderung der Lebensqualität führen. In den meisten Fällen jedoch lassen sich kalte Füße mit einfachen Mitteln behandeln.

 

Ursachen für kalte Füße und was man dagegen tun kann

Rein physikalisch betrachtet kommt es zu kalten Füßen immer dann, wenn der eigene Körper weniger warmes Blut in die Füße pumpt, als es zum Aufheizen der unteren Extremitäten benötigt. Dies liegt nahezu ausnahmslos an einen von zwei verschiedenen Gründen:

 

Nicht genug Körperwärme

Der erste Grund ist, dass die produzierte Körperwärme in anderen Bereichen des Körpers benötigt wird: Lebenswichtige Organe werden immer zuerst mit Wärme versorgt. Sollte der Körper in einer kalten Umgebung nicht mit der Produktion von Körperwärme nachkommen, werden nicht-lebensnotwendige Körperpartien, wie Füße, Hände oder auch die Nasenspitze von der Wärmezufuhr abgeschnitten.

Abhilfe können in solchen Fällen schon das Benutzen einer Wärmflasche, zum Beispiel die Wärmflasche von Büttner-Frank mit Frotteebezug, sowie das Tragen von dicken Socken und warmen Schuhen sein. Vor dem zu Bett gehen können die Füße zudem mit Rizinusöl oder auch speziell entwickelter Wärmecreme eingerieben werden.

Holistisch wirkt das Trinken von Tee, insbesondere aus Ingwer oder auch Rosmarin. Andere heiße Getränke ohne Koffein eignen sich ähnlich gut.

 

Störung im Bluttransport

Der zweite Grund für kalte Beine ist ein gestörter Bluttransport in den Beinen. Es wird in diesen Fällen nicht genug Blut in die Füße gepumpt, um diese auf Körpertemperatur zu halten. Das kann verschiedene Ursachen haben: Von niedrigem Blutdruck über eine Verfettung oder dem Verschleiß der Beinadern bis hin zu ernsthaften Krankheiten wie Diabetes, Embolien, Herzerkrankungen oder Arteriosklerose.

Schon das einfache Überprüfen des Blutdrucks mithilfe eines Blutdruckmessgerätes kann erste Aufschlüsse auf die Ursache kalter Füße geben. Sollten jedoch die Füße unnatürlich oft oder permanent kalt sein, sich weiß oder blau verfärben oder gar schmerzen, muss sofort ein Arzt aufgesucht werden, um ernste Erkrankungen auszuschließen.

Falls sichergestellt ist, dass die kalten Füße nicht durch ernsthafte Gesundheitsprobleme hervorgerufenen werden, so helfen schon einige simple Übungen, den Bluttransport in die Füße wieder zu verstärken.

Fußmassagen, etwa mit dem Massageball von Dr. Junghans Medical, Stützstrümpfe wie die COMPRESSANA Twist sowie Wechselbäder können helfen den Blutkreislauf wieder in Gang zu bringen.

Leichte Fußübungen, wie das 5-10minütige Strecken und Dehnen der Zehen, Zehenrollen, oder kreisende Bewegen der Fußgelenke sowie das Anwinkeln und Abklappen der Füße unterstützen und reaktivieren darüber hinaus die Wärmezufuhr in den Beinen.

 

Kalte Beine und das Rauchen

Besonders Rauchen kann zu einem Verschleiß und einer Verengung der Beinadern führen, weswegen Raucher bei chronischem Auftreten von kalten Füßen über eine Verminderung der Nikotinzufuhr (Mittel zur Raucherentwöhnung) nachdenken sollten finden sich viele in unserer Apotheke.