Was tun bei Heuschnupfen?

Was ist eine Allergie?

Durch eine Überreaktion des Immunsystems auf äußere Einflüsse wie z.B. Pollen, Gräser, Hausstaub oder Tierhaare, sogenannte Allergene, kann im Körper eine heftige Reaktion ausgelöst werden. Diese reichen von Hautausschlägen, tränenden Augen oder einer verstopften Nase bis hin zu akuten Anfällen mit Atemnot.

Beim ersten Kontakt mit dem Allergen bilden sich die sogenannten Antikörper. Das bedeutet, der Körper wird auf das Allergen sensibilisiert. Nach einem weiteren Kontakt mit diesem wird eine Immunreaktion ausgelöst. Es kommt zur Ausschüttung des Histamins, einem Stoff, der die typischen Symptome einer Allergie, wie Schnupfen, Schwellungen oder Rötungen hervorruft.


Was ist Heuschnupfen?

Die in der deutschen Bevölkerung am häufigsten auftretende Allergieform ist die im Volksmund als „Heuschnupfen“ bezeichnete Immunreaktion. Sie wird durch Gräser oder Pollen verschiedenster Baumarten hervorgerufen. Der medizinische Fachbegriff für Heuschnupfen lautet daher Pollenallergie bzw. Pollinosis, quasi eine Allergie gegen Blütenstaub. Dabei handelt es sich bei den Allergenen um bestimmte Eiweiße, aus denen Pollenkörner von Bäumen oder Blüten aufgebaut sind.

Häufig wird der Begriff Heuschnupfen für den allergischen Schnupfen Rhinitis allergica verwendet, der auch bei einer Reaktion auf Pilzsporen, Hausstaubmilben, Federbetten oder Haustiere auftritt.

Etwa 15 bis 25 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind jedes Jahr von Heuschnupfen betroffen. Abhängig von den Flugzeiten der Pollen einzelner Pflanzen kann der Heuschnupfen zu differenten Zeiten im Jahr auftreten.

Wer unter Heuschnupfen leidet, kann unter Umständen auch eine allergische Reaktion auf bestimmte Nahrungsmittel, eine sogenannte Nahrungsmittelallergie entwickeln. Eine solche Kreuzallergie entsteht durch Ähnlichkeiten des allergieauslösenden Pollens mit diversen Eiweißen des betreffenden Lebensmittels, auf die der Körper dann ebenfalls mit einer allergischen Reaktion antwortet. Wer eine Pollenallergie gegen Birkenpollen aufweist, kann so gegen Haselnüsse ebenfalls allergisch reagieren.

Oft tritt Heuschnupfen das erste Mal bereits in der frühen Kindheit auf, ist erblich bedingt und bleibt ein Leben lang bestehen. Viele von Pollenallergie heimgesuchte Personen sind während der Pollensaison durch die unterschiedlichen allergischen Reaktionen stark eingeschränkt, wodurch sich der Heuschnupfen auf das soziale Leben sowie auf die beruflichen oder bei Kindern schulischen Leistungen des Betroffenen auswirken kann.

 

Welche Symptome treten bei Heuschnupfen auf?

Bei Heuschnupfen treten die Symptome meist saisonal, d.h. abhängig von der Jahreszeit auf und lassen während einer längeren Regenperiode häufig nach. Die Augen tränen, brennen, jucken und stehen in Gefahr einer Bindehautentzündung, auch die Nase juckt und ist häufig verstopft, man empfindet einen Niesreiz, hat Niesanfälle, Fließschnupfen, oder eine trockene Nasenschleimhaut. Husten, ein Kratzen und Kribbeln im Hals bzw. Halsschmerzen sowie ein Kitzeln der Mundschleimhaut oder im Ohr, allergische Reaktionen der Haut wie Rötungen und Schwellungen, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen und Beeinträchtigung des Geruchs, Geschmacks sowie des Hörens können ebenfalls Symptome des Heuschnupfens sein. In schweren Fällen kann eine Pollenallergie zu Atemnot bzw. allergisches Asthma bronchiale führen.


Tipps Ihres Apothekers

  • Meiden Sie die auslösenden Allergene des Heuschnupfens.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Pollenallergie und beschließen Sie gemeinsam gezielte Therapie-Maßnahmen.
  • Für eine Behandlung gegen Heuschnupfen stehen Antihistaminika wie das in unserer Versandapotheke erhältliche Cetrizin Hexal oder Loratadin der Firma 1 A zur Verfügung, die am Abend eingenommen werden, da diese leicht ermüdend wirken.
  • Nasensprays mit antiallergischen Wirkstoffen sind ebenfalls zu empfehlen.
  • Wenn das Allergen bekannt ist, lässt sich eine Desensibilisierung bzw. Hyposensibilisierung durchführen. Bei dieser Spezifischen Immuntherapie spritzt der Arzt in regelmäßigen Abständen und Steigerung der Dosis dem Patienten das Allergen unter die Haut bis der Betroffene sich an die Substanz gewöhnt hat und keine oder nur milde Reaktion darauf erfolgt. In der Regel dauert diese Behandlung 3 Jahre.
  • Eine weitere Möglichkeit ist die Sublinguale Immuntherapie, bei der Tropfen einer Pollenlösung direkt unter die Zunge gegeben werden, um den Heuschnupfen zu therapieren.
  • Nicht zuletzt können Sie sich aber auch für eine Gräsertablette entscheiden. Diese enthält Pollen des Wiesenlieschgrases und wird ebenfalls unter der Zunge aufgelöst. Es ist für Erwachsene eine gute Methode, um auf Spritzen zu verzichten. Für Kinder liegen allerdings noch keine Erkenntnisse über die Wirksamkeit vor.

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