Tipps zur Umstellung von Muttermilch auf Brei

Gestillte Säuglinge sind weniger anfällig für Krankheiten – doch wann und wie erfolgt die richtige Umstellung von Muttermilch auf Brei?  In unserem Apothekenblog erhalten Sie wertvolle Tipps, wie Sie Ihren Nachwuchs Schritt für Schritt an Beikost heranführen. Wenn Sie ein paar Ratschläge beherzigen, kann die Nahrungsumstellung ohne Probleme erfolgen. Der Beikoststart ist ein einmaliges Erlebnis, an dem alle Beteiligten Freude haben sollten.

 

Den geeigneten Zeitpunkt für die Umstellung auf Brei finden

Der Darm von Babys verträgt in den ersten vier Lebensmonaten noch keine feste Nahrung. Die nährstoffreiche Muttermilch oder Premilch (z.B. die Lactana Bio Anfangsmilch von Töpfer oder das Pre Pulver Aptamil von Milupa) deckt die Bedürfnisse in dieser Zeit vollkommen ab. Es kommt jedoch der Zeitpunkt, an dem Ihrem Nachwuchs Babymilch nicht mehr genügt. Experten raten, ab dem 5. bis spätestens 7. Monat zusätzlich zur Milchmahlzeit einen Brei beizufüttern. In diesem Alter gehen die Eisenreserven des Babys zur Neige, so dass es auf eine steigende Energiezufuhr angewiesen ist.

Jede Mutter sollte sich vor der Umstellung von Muttermilch auf Brei bewusst machen, ob der Zeitpunkt geeignet erscheint. Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell: Einige Mamas und Babys hatten möglicherweise Startprobleme mit dem Stillen. Lassen Sie sich ruhig noch ein wenig Zeit, wenn das Stillen gerade schön harmoniert. Der erste Brei sollte nicht als Bedrängnis empfunden werden. Fragen Sie sich auch, ob Ihr Kind der Umstellung von Muttermilch auf Brei gewachsen ist, oder ob es beispielsweise noch von einer Erkältung geschwächt ist. Für Babys stellt der erste Brei einen ungewohnten Einschnitt dar, für den es sich in einem stabilen Allgemeinzustand befinden sollte. Beikost zu füttern bedeutet auch Geduld aufbringen – Vergewissern Sie sich daher, dass Ihr Terminkalender den Beikoststart zulässt. Ihr Baby und Sie werden davon profitieren.

 

Den Beikoststart richtig gestalten

Bieten Sie jeden Monat einen neuen Brei an.

  1. Beginnen Sie mit einem Gemüsebrei.
  2. Fahren Sie mit einem Kartoffel-Fleisch-Gemüsebrei fort.
  3. Bieten Sie einen Milch-Getreidebrei für die Kalziumzufuhr an (z.B. den Bio Babybrei Hirse oder Dinkel von Holle).
  4. Füttern Sie schließlich einen Obst-Getreidebrei.
  5. Nach und nach können Sie in gemeinsamer Runde am Esstisch weiche Kost wie Nudeln, Gemüse oder zarte Fleischstücke anbieten.

Setzen Sie nicht mehr als ein neues Lebensmittel pro Woche auf den Speiseplan. Auch Fisch können Sie probieren lassen, die Gefahr von frühzeitigen Allergien ist unbegründet. Je größer die Vielfalt der Speisen ist, desto größer die Akzeptanz gegenüber neuen Speisen. In der Regel dauert die Umstellung von Muttermilch auf Brei mindestens vier bis fünf Monate. Spätestens im Altern von 18 Monaten sitzt die Mehrheit der Kleinkinder munter mit am Familientisch.

 

Spielerisches Vorgehen

Der Beikoststart verläuft im besten Fall spielerisch. Bedenken Sie, dass ein hungriges Kind höchstwahrscheinlich nicht viel Geduld für die Essversuche aufbringen wird. Ihr Baby sollte somit nicht gesättigt sein, sondern noch Appetit aufweisen. Bieten Sie ihm zwischen den Stillmahlzeiten oder Fläschen ein Löffelchen Gemüsebrei an. Ein guter Zeitpunkt ist in vielen Fällen der Vormittag, da die Kleinen ausgeruht sind und gute Laune haben. Respektieren Sie, wenn die ersten Versuche nicht gleich von Erfolg gekrönt sind. Dreht Ihr Nachwuchs vehement den Kopf vom Löffel weg, lassen Sie den Löffel sinken. Geben Sie ein wenig Brei auf Ihren Finger und probieren es noch einmal. Gehen Sie als gutes Beispiel voran, nehmen sich auch einen Löffel und kosten etwas Brei, der natürlich hervorragend schmeckt. Ihr Kind wird es Ihnen sicherlich bald nachtun.