Tipps für das Baby: Hilfe bei Blähungen und Durchfall

Wenn Säuglinge von Blähungen oder Durchfall geplagt werden, kann der Allgemeinzustand erheblich darunter leiden. Besonders Durchfall sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da der Flüssigkeitsverlust in dem Alter zu lebensbedrohlichen Situationen führen kann.

 

Blähungen beim Säugling

Eltern merken an häufigerem Quengeln und Weinen, wenn es im Bauch zwickt und drückt. Bei Blähungen fühlt sich das Bäuchlein hart an, die Bauchdecke ist aufgrund der Gase gespannt. Oft ziehen Babys ihre Beine an den Körper, insgesamt erscheinen sie sehr unruhig.

Wie entstehen Blähungen beim Baby?

Verstärkt in den ersten fünf Lebensmonaten leiden Säuglinge an unangenehmen Blähungen (Flatulenz). Blähungen beim Baby treten auf, wenn der Magen und Darm von Luft und Gasen gebläht werden, die durch Abbauprozesse der Nahrung entstehen. Da die Darmflora bei Säuglingen noch nicht ausgeprägt ist, tragen möglicherweise fehlende Verdauungsenzyme zur Flatulenz bei. Der kleine Körper braucht eine gewisse Zeit, bis er sich auf die jeweilige Nahrung eingestellt hat. Beim Stillen sowie beim Trinken am Sauger verschluckt das Baby immer auch ein wenig Luft, was ein weiteres Drücken im Bauch provozieren kann.

Wie vermeidet man Blähungen beim Säugling?

Als stillende Mutter kann es für das Baby hilfreich sein, auf blähende Nahrung wie z. B. Bohnen, Kohl und Knoblauch zu verzichten. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass sich der Kopf des Babys in erhöhter Trinkposition befindet. Beim Trinken an der Brust oder der Trinkflasche sollte der Mund die Brustwarze bzw. den Flaschensauger vollständig umschließen. Lassen Sie während und nach der Mahlzeit dem Kind genügend Zeit, damit es aufstoßen und die überschüssige Luft entweichen kann. Oft verschafft der „Fliegergriff“ Abhilfe: Legen Sie Ihr Baby in Bauchlage und schieben einen Ihrer Unterarme darunter, stützen Sie zusätzlich mit der Hand den kleinen Kopf.

Welche Mittel helfen gegen Flatulenzen beim Baby?

  • Lindern Sie die Beschwerden durch eine Bauchmassage mit Fenchelöl, z.B. von Bergland. Dabei winkeln und dehnen Sie die Beinchen in verschiedene Richtungen, damit sich die Blähung löst. Alternativ können Sie auch Kümmelöl, etwa von den Bombastus-Werken, verwenden.
  • Die Gabe von sogenannten Entschäumern, wie Simeticon, löst übermäßige Gasansammlungen im Magen-Darm-Trakt auf. Der Wirkstoff ist in den nach Himbeere schmeckenden Sab Simplex Tropfen enthalten, die vor der Mahlzeit zugeführt oder ins Fläschchen eingerührt werden.
  • Daneben hilft Fencheltee für Babys und Kinder (z.B. von H&S), den Magen zu beruhigen.

 

Durchfall beim Baby

Hat Ihr Kind Durchfall, auch Diarrhö genannt, verliert es in Relation zum Körpergewicht eine verhältnismäßig große Menge Wasser sowie elementare Mineralien wie z. B. Kalium, Magnesium und Natrium. Wenn der Durchfall über einen Tag hinaus anhält und sich der Zustand weiter verschlechtert, sei es durch Fieber, häufigeren Durchfall oder zusätzliches Erbrechen, so kann die Situation rasch brenzlig werden. Dem kindlichen Organismus, insbesondere von Babys, fällt es schwer, Flüssigkeitsverlust zu kompensieren.

Was verursacht Durchfall beim Baby?

Ist der Darmschleimhaut geschädigt, meist durch viralen oder bakteriellen Befall, kann die Darmwand nicht mehr ausreichend Nährstoffe aus dem Milch- oder Speisebrei aufnehmen. Die Mahlzeit wird schneller, als gewohnt durch die Passage befördert, sodass auch das Wasser nicht resorbiert werden kann. Dem Körper mangelt es somit an Flüssigkeit, was eine Austrocknung des Babykörpers bewirken kann. Doch auch Antibiotika, Allergien oder der übermäßige Genuss von Fruchtsäften und Obst können Durchfall zugrunde liegen.

Welche Begleiterscheinungen gibt es?

Der Mund wird trocken, die Haut erscheint blass – ohne Spannung. Babys wirken müde oder bereits apathisch, die Atmung verläuft tief und durch den geöffneten Mund. Arme und Beine fühlen sich trotz Fieber kühl an, die Urinausscheidung lässt nach – bei jüngeren Babys kaum merklich. Gehen Sie zum Arzt, sobald sich der Zustand verschlechtert.

Wie vermeidet man Durchfall beim Säugling?

  • Magen-Darm-Infekte werden auf fäkal-oralem Weg übertragen, daher gilt: Hände gründlich waschen, vor allem nach dem Wickeln und vorm Füttern. Milchflaschen und Sauger müssen mindestens drei Minuten abgekocht werden. Lassen Sie das Trinkzubehör trocknen. Schütten Sie Milchreste weg und wärmen Sie diese keinesfalls auf.
  • Verzichten Sie auf mit Traubenzucker gesüßte Getränke oder Fruchtsäfte. Durch überschüssigen Zucker strömt mehr Wasser in den Darm, was den Durchfall begünstigt.

Welche Mittel gegen Durchfall bei Babys gibt es?

  • Die Gefahr liegt in der Austrocknung – eine rezeptfreie Glucose-Elektrolytlösung aus der Apotheke versorgt Ihr Baby oder Kleinkind mit einer abgestimmten Nährstofflösung. Zur oralen Elektrolyt- und Flüssigkeitszufuhr dient beispielsweise Elotrans® von STADAvita.
  • Babys, die gestillt werden, sollten ihre Muttermilch weiterhin erhalten und ggf. darüber hinaus Fencheltee, Kamillentee oder Mineralwasser erhalten.