Handpflege: Tipps für schöne Hände

Gepflegte Hände

Unsere Hände sind unser tägliches Werkzeug. Sie leisten viel und sind zahlreichen Belastungen ausgesetzt. Häufiges Händewaschen, Geschirrspülen oder der Kontakt mit Reinigungsmitteln strapazieren die Haut und entziehen ihr Feuchtigkeit. Die Lösung, um Trockenheit und Irritationen vorzubeugen, ist eine gezielte Handpflege.

Warum unsere Hände Pflege benötigen

Jeden Tag sind unsere Hände im Dauereinsatz. Sie tragen schwere Gegenstände, halten Dinge fest und kommen ständig mit Wasser, Schweiß, Bakterien und Putzmitteln in Kontakt. Auch zu viel Wärme und Kälte sowie UV-Strahlen belasten die Haut. All das kann langfristig Hautschädigungen wie Rötungen, Juckreiz und trockene Stellen hervorrufen. Durch raue, brennende Haut haben es Krankheitserreger leichter, in den Körper zu gelangen. So kommt es zu Entzündungen, erhöhter Infektanfälligkeit und chronischen Hautproblemen.

Da die tägliche Beanspruchung kaum vermeidbar ist, benötigen die Hände eine regelmäßige, intensive Pflege. Mit einer reichhaltigen Handpflege beugen Sie Hautschädigungen vor.

Schon gewusst?

Die Haut an den Händen ist sehr empfindlich. Das liegt daran, dass sie sehr dünn ist und nur wenige Talgdrüsen und Fettgewebe enthält. Deshalb kommt es bei zu viel Beanspruchung schnell zu Rötungen, Rissen und trockenen Stellen.

Das beinhaltet eine gute Handpflege

Das A und O ist selbstverständlich richtiges Händewaschen. Bakterien und Viren nehmen wir vor allem durch das Anfassen von Gegenständen, wie zum Beispiel gemeinschaftlich genutzte Griffe an Türen oder Einkaufswagen auf. Um Infekte zu vermeiden, ist Händewaschen deshalb unerlässlich. Um eine überstrapazierte der Haut zu vermeiden, sind folgende Maßnahmen hilfreich:

  1. Verwenden Sie weder zu heißes noch zu kaltes Wasser. Lauwarmes Wasser eignet sich am besten.
  2. Benutzen Sie pH-neutrale Seife statt stark parfümierter Seife.
  3. Tupfen Sie Ihre Hände zum Trocknen nur vorsichtig an einem weichen Handtuch ab, da zu starke Reibung die Haut reizt.
Hände schonend reinigen

Wenn Sie in einem Beruf arbeiten, der häufiges Händewaschen voraussetzt, benötigen Sie auf jeden Fall eine gute Handpflegeroutine. Hier empfiehlt es sich, Desinfektionsmittel vorzuziehen und immer dabei zu haben. Desinfektionsmittel ist tatsächlich hautfreundlicher als das Händewaschen mit Seife. Das liegt daran, dass die Seife die wichtige Schutzschicht der Haut angreift. Ein zu häufiges Händewaschen führt deshalb oft zu Reizungen und trockenen Händen.

So sorgen für schöne Hände

Unsere Pflegetipps

  • Handcreme: Für eine gute Handpflege ist eine Handcreme unerlässlich. Achten Sie beim Kauf von Handcreme auf hochwertige Qualität und gute Inhaltsstoffe. Glycerin und Urea binden Feuchtigkeit und fördern die Elastizität oder Haut. Reichhaltige Fettsäuren durch Sheabutter oder Olivenöl wirken regenerierend und pflegend. Kamille beruhigt gerötete Stellen und wirkt schmerzlindernd. Parfüm sollte wenig bis gar nicht enthalten sein, da es die Haut unnötig reizt.
  • Peeling: Um alte Hautschüppchen, Schweiß und tiefliegenden Schmutz zu entfernen, eignet sich ein pflegendes Peeling am besten. Wenn Sie nach dem Peeling die Hände eincremen, dringt die Creme dann noch tiefer in die Haut ein.
  • Massage: Kreisende Druckbewegungen über die Handflächen und Finger fördern die Durchblutung und entkrampfen. Solche Handmassagen entspannen und entlasten die Hände.
  • Nägel pflegen: Zu schönen Händen gehören selbstverständlich auch gepflegte Nägel.
  • Handschuhe: Tragen Sie beim Putzen und Spülen geeignete Handschuhe, damit die Hände nicht mit den Chemikalien in Kontakt kommen. Schützen Sie Ihre Hände an kalten Wintertagen mit Handschuhen, da die Kälte die Hände zusätzlich austrocknet.
  • Sonnenschutz: Unsere Hände benötigen denselben Sonnenschutz wie die übrige Haut. Egal ob Winter oder Sommer: Schützen Sie Ihre Haut (inkl. Ihrer Hände) vor den schädigenden UV-Strahlen und verwenden Sie einen hochwertigen Sonnenschutz.
  • Handpflegeroutine abends durchführen: Am besten pflegen Sie Ihre Hände intensiv vor dem Schlafengehen. So ziehen die Wirkstoffe über Nacht tief in die Haut ein. Außerdem waschen Sie sie dann nicht zu schnell wieder ab.

Alternativen: Waschmousse statt Seife

Je weniger Chemie, desto besser. Greifen Sie für Ihre Handpflege am besten auf zertifizierte Naturkosmetik in Bioqualität zurück. Achten Sie hierbei auf Labels und Siegel, die die Naturreinheit und Qualität versichern. Wenn Sie komplett auf chemische Zusätze verzichten möchten, können Sie Ihre Handpflegeprodukte auch ganz einfach zu Hause selbst herstellen. Mit einer reichhaltigen Waschmousse reinigen und pflegen Sie Ihre Haut gleichzeitig.

Zum Rezept:

Professionelle Handpflege

Wenn Sie die Pflege Ihrer Hände lieber Profis überlassen möchten, machen Sie einen Termin in einer kosmetischen Praxis. Dort achten Kosmetiker:innen auf Ihre individuellen Ansprüche und Bedürfnisse und analysieren Ihre Haut genauestens.

Unsere Produkttipps: Cetaphil PRO ItchControl Clean Extra milde Handreinigung | Eucerin UltraSensitive Beruhigende Pflege für Trockene Haut | Eucerin pH5 Handcreme

Die Grenzen der Handpflege

Bei Neurodermitis benötigt Ihre Haut eine spezielle Handpflege. Sprechen Sie Ihre Pflegeroutine mit Ihrer Hautarztpraxis ab.

Bei starken Reizungen, offenen Wunden, trockenen und juckenden Stellen, die nicht weggehen, holen Sie unbedingt ärztlichen Rat ein. So können Hauterkrankungen, wie Neurodermitis oder Schuppenflechte, Nährstoffmangel oder eine hormonelle Störung ursächlich für das schlechte Hautbild sein.

Bei folgenden Symptomen ist eine ärztliche Untersuchung notwendig:

  • schuppige, stark trockene und rissige Haut
  • dauerhaftes Spannungsgefühl, Jucken und Brennen
  • Schwellungen
  • Ausschlag
  • Bläschen
  • nässende Hautstellen
  • Verfärbungen

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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Stand vom: 24.01.2025

Coverbild: petrograd99 – Getty Images (Canva)