Detox: Körper entschlacken, aber wie?

Unterstützung bei der Befreiung des Körpers von Schadstoffen

Detox steht für die Entgiftung des Körpers. Vielfältige Maßnahmen und Nahrungsergänzungsmittel helfen laut alternativmedizinischer Theorien dem menschlichen Organismus, im Stoffwechsel anfallende Giftstoffe auszuscheiden.

Detox: Entgiften und Entschlacken des Körpers

Wasser
Wenn Sie Ihren Körper entgiften möchten, verzichten Sie im besten Fall auf feste Nahrung. Auch Alkohol und Kaffee sind Tabu. Mit reichlich Wasser oder Kräutertee unterstützen Sie die Entgiftungskur.

Die Abkürzung Detox steht für den Begriff „Detoxifikation“ und bedeutet „Entgiftung“ oder „Entschlackung“. Hierunter fassen Experten Maßnahmen zusammen, die verschiedenen alternativmedizinischen Richtungen entstammen und die Reinigung des Körpers von Schadstoffen bewirken. Hierbei möchten Anwender Leber, Nieren und Darm unterstützen. Ziel ist es, den Körper von giftigen Stoffwechselprodukten oder mit der Nahrung aufgenommenen Giften zu befreien. Wir wünschen uns dabei einen gesundheitsfördernden Effekt. Unser allgemeines Wohlbefinden soll sich verbessern. Einen wissenschaftlichen Beleg für eine gesundheitsfördernde Wirkung gibt es für die entschlackenden Maßnahmen bislang nicht.

Schon gewusst?

Natürlicherweise verfügt der Körper über eigene Mechanismen zum Schutz vor einer Schädigung durch Giftstoffe. So werden Gifte effektiv über die Nieren und v. a. die Leber und den Darm ausgeschieden oder gar nicht erst aus der Nahrung in die Körperzellen aufgenommen.

Während die Detoxifikation in manchen Kulturen eine lange Tradition hat, ist sie in den westlichen Industrienationen erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. Vor allem in der traditionellen indischen Medizin, dem Ayurveda, kommen schon seit vielen Jahrhunderten entschlackende Maßnahmen zum Einsatz.

Detox: Entgiftungsmaßnahmen

Infografik Körper entgiften

Entschlackende Maßnahmen sind vielfältig. Hierzu zählen u. a. die ausleitenden Verfahren wie:

  • Saunieren
  • Schröpfen
  • gesteigertes Abführen durch Abführmittel
  • Einläufe
  • Fastenkuren

Detox: Die Entgiftungskur

Kurkuma
Kurkuma gehört zu den klassischen Detoxmitteln.

Entgiftungskuren mit speziellen Detoxmitteln wenden wir heutzutage immer häufiger an. Die Grundlage dieser Maßnahme ist die Annahme, dass der Mensch Giftstoffe aufnimmt, die er nicht mehr allein ausscheiden kann. Früher sprach man von Schlackenbildung. Durch regelmäßige Entgiftungsdiäten sollte der Organismus von dieser Schlacke befreit werden. Heute weiß man, dass sich keine Schlacken ansammeln. Dennoch helfen Entgiftungskuren, den Körper in seiner gesunden Funktion zu unterstützen und Gewicht zu reduzieren. Daneben minimieren Detox-Kuren Stress und stärken das Immunsystem.

Typische Detoxmittel enthalten Algen, Heilerde, Flohsamen, Pfefferminze, Kurkuma und Aloe vera

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Ablauf einer Entgiftungskur

Flohsamenschalen
Flohsamenschalen sind reich an Ballaststoffen. Diese sind ein wichtiger Bestandteil bei Entgiftungskuren.

Entgiftungskuren laufen nach einem festen Schema ab: So reinigen Sie am Anfang der Detox-Kur den Darm. Die Entleerung unterstützen Sie durch abführende Maßnahmen und Präparate. Anschließend legen Sie einige „Safttage“ ein. Hierbei besteht die aufgenommene Nahrung lediglich aus Wasser, Kräutertees und Säften aus Obst und Gemüse. Die genaue Zusammensetzung der Säfte und Tees schwankt von Diät zu Diät.

Am bekanntesten ist die Entgiftungskur nach der „Zitronensaft-Diät“. Hier trinken Sie reichlich Zitronensaft, der mit Cayennepfeffer, Ahorn-Sirup und Wasser vermengt ist. Bis zu 10 Safttage sind die Regel. Sobald ein Hungergefühl einsetzt, nehmen Sie das Getränk zu sich. Im Anschluss führen Sie die Ernährung mit festen Bestandteilen langsam wieder ein. Zuallererst empfehlen die Anhänger von Detoxkuren die Aufnahme von ballaststoffreichen Nahrungsmittel, die ausschließlich pflanzlichen Ursprungs sind.

Schon gewusst?

Die Empfehlungen zur Häufigkeit einer Durchführung der Entgiftungsdiäten sind sehr individuell. Einige Anhänger der Detox-Theorie legen regelmäßig einen Detox-Tag pro Woche ein. Andere führen im Abstand mehrerer Monate über einige Tage Entgiftungsmaßnahmen durch.

Detox-Kur: Unterstützende Maßnahmen und Hinweise

Physikalische Maßnahmen wie Saunieren, leichte körperliche Belastung wie Spazierengehen an der frischen Luft und Yoga sollen den Effekt der Entgiftungsdiät fördern.

Achtung

Bevor Sie eine Entgiftungskur durchführen, sollten Sie dieses Vorhaben mit Ihrem Arzt besprechen. Eine einseitige, rein flüssige Ernährung stellt für den Körper eine erhebliche Belastung dar und ist bei bestimmten Grunderkrankungen gefährlich.

Gerade, wer bisher keine Erfahrungen mit Entgiftungskuren gemacht hat, sollte sich langsam herantasten. Hier reicht ein Fastentag für den Anfang aus. Bei einer bereits bestehenden Medikamenteneinnahme sind die zugeführten Detox-Präparate genau zu betrachten. Es drohen hier sonst möglicherweise Wechselwirkungen.

Viele stellen die Wirksamkeit von Entgiftungskuren infrage. Nicht selten ist jedoch die Auseinandersetzung mit dem Thema “Entgiftung des Körpers” ein Anstoß zur Umstellung der Ernährung und anderen ungünstigen Lebensgewohnheiten. Wer auf Nikotin, fettige Nahrung und Alkohol verzichtet, erreicht in jedem Fall einen positiven Effekt auf seine Gesundheit.


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Stand vom: 27.04.2022

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen. 

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