
Schweißgeruch an den Füßen ist den Betroffenen oft unangenehm und peinlich. Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass mangelhafte Hygiene die Ursache für die üblen Gerüche ist. Dabei hat Fußgeruch viele verschiedene Gründe. Vermehrter Schweiß an den Füßen kann eine einfache genetische Veranlagung sein oder an einer Störung der Schilddrüsenfunktion liegen, die eine Überproduktion an Schweiß zur Folge hat. Die sogenannten „Käsefüße“ entstehen darüber hinaus durch enges und luftundurchlässiges Schuhwerk. Einige Medikamente regen die Schweißproduktion an und tragen so zu vermehrtem Fußschweiß bei.
Wie Schweißfüße entstehen
Schon gewusst?
40 % der deutschen Bevölkerung leidet unter Schweißfüßen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
Unsere Füße haben viele Schweißdrüsen. Diese werden aus den unterschiedlichsten Gründen aktiv, etwa bei hohen Außentemperaturen, Stress oder aufgrund einer Hormonstörung. Schweißfüße entstehen, wenn wir Füße nicht ausreichend belüften, weil sie etwa über einen größeren Zeitraum in luftundurchlässigen Schuhen stecken. Die Luft zirkuliert nicht, der Schweiß kann nicht verdunsten. Er verbleibt am Fuß und hält insbesondere die Zehenzwischenräume feucht. Auch eine unzureichende Fußpflege begünstigt Fußschweiß. Daneben sind bestimmte Erkrankungen ursächlich.
Folgende Faktoren fördern Fußschweiß:
- luftundurchlässige Schuhe
- Strümpfe aus Chemie-Fasern wie Nylon
- unzureichende Fußhygiene
- sportliche Aktivität
- Gicht
- Schilddrüsenüberfunktion
- Nikotinkonsum
- Hormonstörungen
- Veranlagung zu übermäßigem Schwitzen
Zu Schweißfüßen kommt es vor allem im Sommer. Das feuchtwarme Milieu bei geschlossenen Schuhen unter großer Hitze stellt ideale Bedingungen für Bakterien dar.
Wie sich Schweißfüße bemerkbar machen
Bei Schweißfüßen (medizinisch: Bromhidrosis) ist nicht nur der unangenehme Geruch auffällig. Die Hornschicht der Haut ist durch das vermehrte Schwitzen durchfeuchtet und quillt weißlich auf. Zwischen den Zehenzwischenräumen herrscht ein feuchtwarmes Klima. Es kommt oftmals zu Juckreiz.
Schon gewusst?
Schweiß selbst riecht nicht. Der Schweißgeruch und somit die sogenannten Käsefüße entstehen, weil Haut- und Hornhautbakterien den abgesonderten Schweiß zersetzen.
Schweißfüße bilden die Grundlage für Fuß- und Nagelpilz. Daher sollten Betroffene dringend etwas gegen Schweißfüße unternehmen.
So mindern Sie den Fußschweiß
Das Schwitzen selbst lässt sich oft nicht verhindern. Doch eine regelmäßige Fußpflege hilft, die Auswirkungen von vermehrtem Fußschweiß zu verringern.

1. Tipp gegen Fußschweiß: Füße täglich waschen
Eine gute Fußhygiene hilft gegen die Gerüche und gibt ein Frischegefühl. Waschen Sie Ihre Füße täglich morgens und abends gründlich mit Seife und Wasser. Ein kühles Fußbad ist gerade an heißen Sommertagen ein besonderer Frische-Kick. Duftende Zusätze wie Lavendel, Salbei oder Rosenholz ergänzen die antibakterielle Wirkung. Ein tägliches Fußbad in Salbeitee reguliert die Aktivierung der Schweißdrüsen. Auch innerlich eingenommen verringert Salbei unangenehmen Fußgeruch.
Unsere Produkttipps für ein angenehm duftendes Fußbad gegen Schweißfüße: Bergland Lavendel-Öl | Bergland Salbei-Öl
Ein beliebtes Hausmittel gegen Käsefüße ist Natron. Das liegt daran, dass Natron den pH-Wert der Haut leicht erhöht. Bakterien jedoch lieben ein saures Milieu. So blockiert ein Fußbad mit natronhaltigem Wasser die Ansammlung von Bakterien an den Füßen. Sie vermehren sich in einer leicht basischen Umgebung nicht. Für ein solches Fußbad lösen Sie 2 Esslöffel Natron in 2 Liter warmem Wasser auf. Weichen Sie Ihre Füße etwa 30 Minuten ein. Trocknen Sie die Füße gut ab und denken Sie dabei auch an die Zehenzwischenräume.
Apfelessig ist ebenfalls ein guter Partner bei der Bekämpfung von Fußschweiß. Das Hausmittel wird zu einem Drittel mit 2 Drittel lauwarmen Wasser gemischt. Nehmen Sie sich anschließend 15 Minuten für das Fußbad Zeit.
Schwarzer Tee und Grüner Tee enthalten Gerbstoffe, die die Bakterien abtöten. Geben Sie hierfür 5 Teebeutel in 2 Liter heißes Wasser. Lassen Sie das Wasser etwas abkühlen und gönnen Sie sich ein 20-minütiges Fußbad.
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Auch ein Fußbad mit Ingwer sorgt im Sommer für den nötigen Frische-Kick. Zum DIY:
2. Tipp gegen Fußschweiß: Fußdeos, Fußsprays, Fußcremes oder Fußpuder benutzen

Bild: RyanKing999 (Canva)
Fußdeos mit antitranspiranter Wirkung helfen dabei, die Geruchsbildung zu verringern. An Ort und Stelle wirken Fußpuder ebenfalls. Auf den Fuß und die Zehenzwischenräume aufgetragen, saugt das Puder die Schweißperlen auf und sorgt für trockene Füße. Daneben sind spezielle Fußcremes, Fußsprays, Fußbalsame oder Fußpflegeschäume gebräuchlich.
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Eine erfrischende Fußcreme mit Minze lässt sich schnell selbst herstellen. Zum DIY:
3. Tipp gegen Fußschweiß: Socken und Schuhe richtig auswählen
Auch bei der Wahl der Socken und Schuhe kann man einiges falsch machen und damit Fußschweiß begünstigen. Daher beachten Sie folgende Tipps:
- Tragen Sie Socken aus saugfähigem Material, z. B. dünne Baumwollsocken. Socken aus Synthetikfasern nehmen die Feuchtigkeit nicht auf.
- Wählen Sie gut sitzende, feste Schuhe aus atmungsaktiven Materialien wie Leder oder Leinen. Lassen Sie die Finger von Schuhen aus Synthetik. Diese leiten die Feuchtigkeit nicht ab. Schweißgeruch ist damit vorprogrammiert.
- Im Sommer empfiehlt es sich natürlich auch, offene Schuhe zu tragen.
- Dünne Einlegesohlen aus Leder sind atmungsaktiv und nehmen einen Teil der Feuchtigkeit auf. Machen Sie dennoch regelmäßig einen „Riech-Test“ und wechseln Sie die Einlegesohlen nach Bedarf aus.
- Lüften Sie Ihre getragenen Schuhe regelmäßig und lassen Sie sie gut trocknen.
- Wechseln Sie öfter Ihre Schuhe.
4. Tipp gegen Fußschweiß: Gesund ernähren
Nikotin und Alkohol fördern die Schweißbildung. Verzichten Sie auf Zigaretten und trinken Sie lieber öfter ein Wasser.
5. Tipp gegen Fußschweiß: Wenn nichts hilft – Arztpraxis aufsuchen
Falls die Maßnahmen gegen den penetranten Fußgeruch zu keinem Erfolg führen, holen Sie ärztlichen Rat ein. Starke Schweißüberproduktion kann auch durch Iontophorese (eine medizinische Therapie unter Anwendung von schwachem elektrischen Gleichstrom), Injektionen oder Tabletten behandelt werden.
Mehr Informationen zum Thema Schwitzen:
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Stand vom: 18.07.2025
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