Glukokortikoide

Cortisone molecular structure

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Glukokortikoide sind Hormone, die in der Nebennierenrinde gebildet werden. Als Wirkstoffgruppe kommen sie beispielsweise bei der medikamentösen Behandlung von Entzündungen, Allergien , Autoimmunerkrankungen wie multiple Sklerose oder entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zum Einsatz. Weitere Anwendungsgebiete sind beispielsweise Asthma , ein akuter Hörsturz sowie nicht durch Krankheitskeime verursachte Entzündungen des Verdauungstraktes wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Alle Glukokortikoide, die als Arzneimittel gebraucht werden, stammen von dem körpereigenen Hormon Kortison ab. Zu ihnen zählen Wirkstoffe wie Betamethason, Dexamethason, Hydrocortison, Methylprednisolon, Prednisolon oder Triamcinolon. Sie können sowohl äußerlich in Form einer Creme oder Salbe zur Anwendung kommen, beispielsweise bei einem akuten Schub einer Schuppenflechte, als auch innerlich als Tablette, Infusion, Injektion oder Inhalat.

 

Wirkungsweise

Bei einer Entzündung werden aus den Körperzellen Entzündungs- und Immunbotenystoffe freigesetzt. Diese lösen im Gewebe die typischen Symptome einer Entzündung wie Rötung, Erwärmung, Schwellung und/oder Schmerz aus. Glukokortikoide sollen sowohl die Botenstoff-Freisetzung blockieren als auch deren entzündungsauslösenden Effekt im Gewebe hemmen. Sie können dadurch nicht nur entzündungshemmend, sondern auch antiallergisch, antirheumatisch und/oder immunsuppressiv (dämpfend auf das Immunsystem) wirken. Darüber hinaus können sie das Wachstum von Tumoren bei Krebserkrankungen unterdrücken. Um ihren entzündungshemmenden Effekt zu entfalten, durchdringen Glukokortikoide die Zellwand und binden sich an einen passenden Rezeptor in der Zelle. Dadurch bildet sich ein Komplex aus Wirkstoff und Rezeptor. Dieser wandert in den Zellkern. Dort setzt er sich auf bestimmte Abschnitte der DNA, wodurch er die Entstehung vieler Eiweiße beeinflussen kann – auch solcher, die für die Entstehung von Entzündungen eine wichtige Rolle spielen.

 

Neben- und Wechselwirkungen

Glukokortikoide greifen in den Eiweiß-, Knochen- und Zuckerhaushalt ein. Über einen längeren Zeitraum und in hohen Dosen eingenommen, können sie daher Nebenwirkungen wie einen erhöhten Blutzuckerspiegel oder Osteoporose  zur Folge haben. Bei einem Glukokortikoid-Überschuss über einen längeren Zeitraum besteht zudem ein erhöhtes Risiko für die Entstehung eines Morbus Crushing. Zu den Symptomen dieser Erkrankung zählen neben Osteoporose ein Vollmondgesicht, eine Verfettung am Rumpf oder eine Muskelschwäche. Außerdem erschweren Glukokortikoide den Immunzellen die Aufnahme lebenswichtiger Substanzen. Dadurch können sie die Abwehrkräfte schwächen. Eine Glukokortikoid-Therapie sollte darüber hinaus niemals plötzlich abgebrochen werden. Vielmehr sollte die Senkung der Dosierung langsam über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgen. Der Grund dafür liegt darin, dass eine lange und hochdosierte Kortison-Therapie den körpereigenen Regelkreis stören kann. Durch ein langsames Ausschleichen kann sichergestellt werden, dass die Nebennierenrinde nach der Beendigung der Therapie wieder ausreichend Kortison produzieren kann. Außerdem besteht bei der gleichzeitigen Einnahme von Glukokortikoiden und nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Blutungen oder Geschwüren im Magen-Darm-Trakt . Zu den NSAR gehören beispielsweise Ibuprofen , Diclofenac oder Naproxen.

 

 

 

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Hausapotheke

Medicine

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Beim Zwiebelschneiden in den Finger geschnitten? Das Pflaster gehört einfach in jede Hausapotheke. Plötzlich fühlt es sich so an, als hätte Ihr Kind Fieber. Das Fieberthermometer liegt geschützt in der Hausapotheke. Und natürlich auch die Kopfschmerztabletten, die man schließlich nicht nur nach einer durchzechten Nacht ab und an mal braucht. Vier von fünf Haushalten in Deutschland haben eine Hausapotheke. Was gehört in eine optimale Hausapotheke, wo wird sie aufbewahrt, wie oft müssen die Arzneimittel sowie Verbandsmaterialien gewechselt werden und wie entsorge ich abgelaufene Medikamente & Co.? Es ergeben sich viele Fragen zum Thema Hausapotheke.

 

Welche Arzneimittel gehören in jede Hausapotheke?

In der Hausapotheke sollten Sie Arzneimittel für akute Beschwerden aufbewahren. Zudem können Sie auch Ihre Medikamente, die Sie gegen Ihre chronischen Erkrankungen einnehmen müssen, sofern sie nicht im Kühlschrank zu lagern sind, dort aufbewahren. In jede Hausapotheke gehören folgende Medikamente:

Schmerzmittel

Fiebermittel bei Erkältungserkrankungen

– Arzneimittel gegen Durchfall und Verstopfung sowie Sodbrennen

Wund- und Heilsalbe

Gel oder Salben für Sportverletzungen (Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen)

Mittel gegen Insektenstiche

Mittel gegen Sonnenbrand

Antihistaminikum

Neben Medikamenten gegen akute Leiden und chronische Krankheiten sind aber auch Verbandsmaterialien und ähnliches in der Hausapotheke optimal aufgehoben. Dazu gehören insbesondere Heftpflaster (gegebenenfalls „Sprühpflaster“ ), Mullbinden, sterile Kompressen , Einmalhandschuhe und eine Zeckenzange. Sinnvoll ist auch ein Brandwundenverband. Zum Fixieren von Binden und Verbänden sollten auch Verbandklammern in der Hausapotheke sein. Sinnvoll sind darin auch Pinzette, Lupe, Verbandsschere, Fieberthermometer und natürlich ein Desinfektionsmittel.

 

Die Hausapotheke aufräumen und ausmisten

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Hausapotheke regelmäßig aufräumen, ausmisten und auffüllen. Mindestens einmal im Jahr sollten Sie die Medikamente in der Hausapotheke überprüfen und nachsehen, ob sie nicht schon abgelaufen sind. Einer Untersuchung zufolge überprüft aber nur ein Drittel der Hausapotheken-Besitzer diese regelmäßig. Angebrochene Präparate sollten spätestens nach einem halben Jahr entsorgt werden. Das Aufräumen und Ausmisten ist wichtig, damit Sie optimal auf Notfälle und kleinere Wehwehchen vorbereitet sind. Was hilft das nicht zu findende Fieberthermometer, wenn Sie krank sind. Und das Gel gegen einen Mückenstich, das bereits seit 3 Jahren abgelaufen ist, hilft auch nicht mehr gegen den Juckreiz.

 

Was kommt nicht in die Hausapotheke

Medikamente, die gekühlt werden müssen oder nur kurz haltbar sind, sollten nicht in der Hausapotheke aufbewahrt werden. Augentropfen und auch Nasensprays sollten nicht in die Hausapotheke, da sie auch eine Infektionsquelle darstellen. Sie können bestimmte Erkrankungen von einem auf den anderen übertragen. Daher sollten sie direkt nach der Behandlung entsorgt werden. Unverschlossene Arzneimittel gehören ebenfalls nicht in die Hausapotheke, sondern müssen der Entsorgung zugeführt werden. Manche Salben, Cremes und Tinkturen müssen laut Hinweis auf der Verpackung im Kühlschrank und nicht in der Hausapotheke gelagert werden. Ihr Apotheker informiert Sie, was in die Hausapotheke gehört und was nicht.

 

Wo ist der ideale Platz für die Hausapotheke?

Die Hausapotheke sollte kühl, trocken und dunkel aufgehangen oder aufbewahrt werden. Dafür sind die Küche und auch das Badezimmer nicht ideal. Viel besser ist das kühle Schlafzimmer, der Flur oder eine Abstellkammer. Die Hausapotheke sollte gut zu erreichen sein. Zudem ist es wichtig, dass sie verschließbar ist, damit Kinder und Haustiere nicht versehentlich etwas herausnehmen und dann verschlucken oder sich an der Verbandsschere verletzen. Aber die Hausapotheke muss natürlich trotzdem gut zugänglich sein.

 

Die optimale Hausapotheke

Die optimale Hausapotheke ist ein stabiler Medizinschrank, der an der Wand aufgehangen werden kann. Er sollte kindersicher und abschließbar sein. Bewahren Sie alle Medikamente (etc.) in der Originalverpackung mit Beipackzettel (o. ä.) auf. Solche Medizinschränkchen gibt es in der Apotheke. Hier können Sie sich auch bezüglich der Zusammenstellung von Medikamenten und Verbandsmaterialien & Co. bestens beraten lassen. Halten Sie Ordnung in Ihrer Hausapotheke. Dann ist sie im Notfall immer gut bestückt und sortiert. In der Hausapotheke sollten Sie auch die Notfallnummer (Notruf, Arzt, Krankenhaus, Giftnotruf und (Versand-)Apotheke) verzeichnen und eine Erst-Hilfe-Anleitung sowie Impfpässe u. ä. aufbewahren.

Selbstverständlich können Sie sich Ihre Hausapotheke in Ihrer persönlichen Versandapotheke medikamente-per-klick  bestens zusammenstellen. Natürlich bekommen Sie von uns dazu auch Beratung und Informationen, wenn Sie das wünschen.

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)

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Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) sind eine Wirkstoffgruppe, die zu den Antidepressiva gehört. Sie kommen bei schweren depressiven Verstimmungen beziehungsweise Depressionen zum Einsatz. Weitere Anwendungsgebiete sind Zwangsstörungen, Panikattacken sowie andere Angststörungen. Zu den wichtigsten Wirkstoffen der SSRI zählen Citalopram, Fluoxetin, Fluvomaxin, Paroxetin, Sertralin und Trazodaon. Medikamente aus dieser Wirkstoffgruppe können eine angstdämpfende und stimmungsaufhellende Wirkung entfalten. Dabei gibt es Präparate, die den Antrieb und die Psyche aktivieren und andere, die darauf eher dämpfend wirken.

 

Wirkungsweise

Eine der Ursachen einer Depression ist ein Mangel an bestimmten Botenstoffen (Neurotransmittern). Zu diesen gehören Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Serotonin. Neurotransmitter werden benötigt, um elektrische Reize von einem Nerv zu einem anderen zu übertragen. Weil man erkannt hatte, dass der Botenstoff Serotonin bei der Entstehung von Depressionen eine wichtige Rolle spielen, kam es zur Entwicklung der SSRI. Diese können verhindern, dass der Botenstoff Serotonin wieder in die Nervenzelle aufgenommen wird, indem sie die Rezeptoren blockieren, die diesen Botenstoff am synaptischen Spalt wieder aufnehmen. Dadurch soll die Serotonin-Konzentration in der Gewebsflüssigkeit des Gehirns erhöht werden beziehungsweise mehr freies Serotonin für die Übertragung von Nervensignalen zur Verfügung stehen. Das kann eine Depression günstig beeinflussen und zu einer Stimmungsaufhellung führen. Da SSRI nur schwach oder gar nicht auf die sogenannten Monoamintransporter wird dieser Wirkstoffgruppe die Bezeichnung „selektiv“ vorangestellt.

 

Wie funktioniert die Übertragung von Nervensignalen?

Um ein Nervensignal von einem Nerv zu einem anderen zu übertragen, setzt die Endigung des gereizten Nervs am Übergang zu seinem Nachbarnerv einen Botenstoff, beispielsweise Serotonin, frei. Dadurch wird ein elektrisches Signal ausgelöst, das weitergeleitet wird. Wenn der abgesetzte Botenstoff seine Aufgabe der Signalübertragung erfüllt hat, wird er anschließend entweder abgebaut oder wieder in die Nervenzelle aufgenommen, die ihn ausgeschüttet hat.

 

Nebenwirkungen

Bei SSRI kommt vor allem zu Beginn der Behandlung häufig Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Verdauungsbeschwerden wie Durchfall. Zu den gelegentlich auftretenden Nebenwirkungen zählen bei dieser Wirkstoffgruppe Schlaflosigkeit, Schwindel, Unruhe und sexuelle Funktionsstörungen wie Erektionsstörungen oder eine eingeschränkte Libido. Im Gegensatz zu anderen Wirkstoffgruppen gibt es bei Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI praktisch keine Nebenwirkungen auf das Herz-Kreislauf-System. Das gilt auch für Nebenwirkungen wie eingeschränktes Sehvermögen, verminderte Tränenproduktion oder Pupillenerweiterung. Eine Beendigung der Behandlung mit SSRI sollte nur langsam in Form einer Dosisverminderung über mehrere Wochen und Monate unter Aufsicht des Arztes erfolgen. Dabei kann es bei verschiedenen Wirkstoffen zu Absetzerscheinungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Empfindungsstörungen oder Angstzustände kommen.

 

Wechselwirkungen

Wenn SSRI zusammen mit Medikamenten aus der Wirkstoffgruppe der Triptane oder der Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) eingenommen werden, kann es zu einem lebensgefährlichen Serotonin-Syndrom kommen. Diese beiden Wirkstoffgruppen wirken nämlich so ähnlich wie der Botenstoff Serotonin und verstärken seine Wirkung. Werden SSRI gemeinsam mit Triptanen und/oder MAO-Hemmern eingenommen und kommt es dabei zu Symptomen des Serotonin-Syndroms wie Unruhe, Wahnvorstellungen, Bewegungsstörungen, schnellem Herzschlag, Fieber, Übelkeit und Erbrechen und/oder Durchfall, ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

 

Dialyse

Woman sitting back while getting dialysis in hospital

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Die Dialyse ist ein Verfahren zur Blutwäsche bei Menschen, deren Nieren aufgrund von bestimmten Erkrankungen nicht mehr richtig oder nicht mehr arbeiten. Neben der Nierentransplantation ist die Dialyse (Hämodialyse oder CAPD) die wichtigste Ersatztherapie bei einem chronischen Nierenversagen . Sie kommt aber auch als Therapie bei akutem Nierenversagen infrage.

 

Welche Funktion hat die Niere?

Die Niere ist ein lebenswichtiges Reinigungsorgan des Körpers, weil sie Abfallstoffe aus dem Blut filtert und den Körper somit vor Vergiftungen schützt. Darüber hinaus befreit sie den Körper vor überschüssigem Wasser, Mineralstoffen und produziert bestimmte Hormone, die bei der Blut- und Knochenbildung eine wichtige Rolle spielen.

 

Welche Verfahren der Dialyse gibt es?

Unter Dialyse versteht man den Austausch von Stoffen durch eine Membran, eine dünne Trennschicht. Diese trennt Blut beziehungsweise Plasma auf der einen Seite und eine Dialyseflüssigkeit auf der anderen. Man unterscheidet zwei Verfahren der Dialyse. Bei extrakorporalen Dialyseverfahren (in der Regel die Hämodialyse) wird das Blut von einem Gerät außerhalb des Körpers gereinigt. Bei intrakorporalen Dialyseverfahren (in der Regel die CAPD – Peritonealdialyse) findet die Blutwäsche innerhalb des Körpers statt. Der Arzt entscheidet individuell gemeinsam mit dem Patienten, welches Verfahren der Dialyse am sinnvollsten ist.

 

Warum gibt es so viel Dialysepatienten?

Wer auf eine Dialyse angewiesen ist, kann nur mithilfe einer Spenderniere auf die künstliche Blutwäsche verzichten. Da es aber nicht genügend Spendernieren gibt, müssen einige Patienten ihr Leben lang zur Dialyse. Insgesamt gibt es in Deutschland zirka 70.000 Dialysepatienten. Die Zahl der Betroffenen steigt. Die Dialysebehandlung nimmt mehrmals – in der Regel dreimal – in der Woche mehrere Stunden in Anspruch. Mithilfe der Dialyse kann die lebenswichtige Filterfunktion der Niere zwar vorübergehend ersetzt werden. Sie ist aber bei Weitem nicht so effektiv wie die Niere. Dennoch beträgt bei mehr als der Hälfte der Patienten, die dauerhaft auf eine Dialyse angewiesen sind, die Lebenserwartung nach dem Beginn der Dialysebehandlung mehr als zehn Jahre. Diese Prognose sinkt allerdings mit steigendem Lebensalter oder bei zusätzlichen Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus vom Typ 2 oder bestimmten Erkrankungen des Herzens. Der Diabetes mellitus ist die häufigste Ursache für eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz.

 

Was müssen Dialysepatienten beachten?

Menschen mit einer eingeschränkten Nierenfunktion müssen generell extrem auf die Zusammensetzung ihrer Ernährung achten. Das gilt vor allem für die Zufuhr an Flüssigkeit, Eiweiß,, Natrium, Phosphat und Kalium. Wird zu viel von diesen Mikronährstoffen aufgenommen, kann das bei Nierenpatienten lebensbedrohliche Stoffwechselstörungen zur Folge haben. Außerdem haben Patienten mit Nierenschäden häufig zu viel Phosphat im Blut, was das Risiko für die Entstehung von Gefäßschäden wie Arteriosklerose erhöht. Ist die Phosphatkonzentration im Blut trotz einer phosphatarmen Ernährungsweise zu hoch, hat der Arzt die Möglichkeit, Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der Phosphatbinder zu verordnen. Da die Niere darüber hinaus für die Ausscheidungsfunktion des Körpers wichtig ist, dürfen Menschen mit schweren Nierenschäden häufig nur noch begrenzte Mengen an Flüssigkeit zu sich nehmen.

 

Welche Komplikationen können auftreten?

Um mögliche Infektionen mit Erkrankungen wie HIV und bestimmter Hepatitis-Formen vorzubeugen, herrschen in Dialysezentren strengste Hygienevorschriften. Dennoch besteht bei extrakorporalen Dialyseverfahren die Möglichkeit einer bakteriellen Infektion an der Einstichstelle des Gefäßzugangs (Shunt). Außerdem können sich dort Blutgerinnsel bilden, die das Gefäß unbrauchbar machen. Mithilfe eines operativen Eingriffs kann der Arzt die Gerinnsel jedoch häufig wieder entfernen. Bei intrakoporalen Dialyseverfahren besteht das Risiko einer Peritonitis (Entzündung des Bauchfells). Diese ist unter Umständen lebensbedrohlich. Der Arzt kann sie aber in der Regel gut mithilfe von Antibiotika behandeln.

Chrom

Breakfast

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Der Mineralstoff Chrom gehört wie Zink oder Jod zu den Spurenelementen. Chrom ist für den Menschen lebenswichtig (essentiell) und daher muss das Spurenelement regelmäßig in ausreichender Menge aufgenommen werden. Dass Chrom essentiell ist, wurde erst 1959 entdeckt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e. V. gibt den täglichen Chrom-Bedarf von Erwachsenen mit 30 bis 100 Mikrogramm an. Die Chrom-Versorgung in Deutschland liegt in der Regel unterhalb der Zufuhr-Empfehlungen. Eine unzureichende Chrom-Zufuhr ist also häufig. Daher erscheint es sinnvoll, die Chrom-Zufuhr über die Nahrung zu erhöhen oder im Rahmen einer gesunden Ernährung nach Beratung durch den Apotheker zusätzlich Chrom-Präparate einzunehmen. Chrom ist Bestandteil vieler Enzyme. Bei einem Chrommangel kommt es zu erhöhten Blutfettwerten und Blutzuckerwerten. Zudem führt Chrommangel zu Mattigkeit, Nervosität und Nervenkrankheiten.

Chrom in der Ernährung

Das Spurenelement kommt in vielen Lebensmitteln vor. Wer ausreichend Chrom aufnehmen möchte, sollte regelmäßig Vollkornprodukte wie Knäckebrot oder Müsli, Hülsenfrüchte, Nüsse, Meerestiere wie Muscheln und Innereien (beispielsweise Leber – zweimal monatlich verzehren) essen. In Bierhefe und Fleisch ist ebenfalls relativ viel Chrom enthalten. Gemüse und Obst enthalten in der Regel nicht viel Chrom.

Chrom gegen Diabetes mellitus

Zink ist wichtig für die Blutzuckerregulation. Bei Chrommangel kommt es zu erhöhten Blutzuckerwerten. Eine kohlenhydratreiche Ernährungsweise erhöht den Chrombedarf. Reichlich Kohlenhydrate stecken in Zucker und zuckerreichen Lebensmitteln sowie in Mehlprodukten, Früchten und Milch. Menschen, die sich vor Diabetes mellitus schützen möchten, sollten wie solche, die bereits unter Diabetes mellitus leiden, auf eine ausreichende Chrom-Zufuhr achten. Bei Chrom-Mangel kommt es in vielen Fällen zu einem Diabetes mellitus vom Typ 2.

Aufgaben von Chrom

Neben der wichtigen Aufgabe der Blutzuckerregulation (Kohlenhydratverwertung) ist Chrom auch für den Fettstoffwechsel und die Regulation der Blutfettwerte wichtig. Chrom erhöht das gute Cholesterin – HDL . Zudem senkt es das schlechte Cholesterin – LDL. Chrom ist auch für die Muskeln wichtig. Es fördert die Aufnahme von Eiweißbausteinen (Aminosäuren) in die Muskulatur und fördert den Aufbau von Proteinen (Eiweißen). Im menschlichen Körper kommt Chrom vor allem in der Leber, der Milz, den Knochen sowie im Fett- und Knochengewebe vor. Mit zunehmendem Alter verschlechtert sich der Chrom-Status.

Tipps gegen Zecken beim Hund

 

Zecken beim HundDie Sommertage locken nicht nur uns Menschen hinaus in die Natur. Auch unsere vierbeinigen Freunde tollen gern durch Wiesen, Felder und Wälder. Doch Hunde und Katzen sind ebenso wie Menschen ein „gefundenes Fressen“ für Zecken, die ihren Blutdurst stillen wollen. Da bei Hunden ebenfalls die Gefahr einer Ansteckung mit Borreliose oder FSME besteht oder diese an der sogenannten „Hundemalaria“ (Babesiose) erkranken können, haben wir einige Tipps zusammengetragen wie Sie Ihren Hund vor Zecken schützen können.

 

 

Vorbeugung & Zeckenschutz

Um Ihren Hund vor den Stichen der Zecken vorbeugend zu schützen, können Sie verschiedene Hilfsmittel einsetzen, die Sie in der Apotheke erhalten. Auch in der Produktpalette Ihrer Versandapotheke finden Sie Medikamente für die Tiergesundheit

 

  • Halsbänder

Anti-Zecken-Halsbänder für Hunde enthalten einen chemischen Wirkstoff. Dieses Zeckengift wird über den Körper des Tieres verteilt. Der Hund muss das Halsband dafür dauerhaft tragen. Die Wirkung ist sehr gut und hält circa 10 Wochen an. Das Bolfo-Schutzhalsband aus unserem Sortiment wirkt gegen Zecken und Flöhe. Beachten Sie dennoch, dass auch Nebenwirkungen oder Unverträglichkeiten beim Tier auftreten können. Lassen Sie sich daher am besten vom Tierarzt oder Apotheker beraten.

 

  • Spot-On-Produkte

Diese flüssigen Antiparasitika werden auf eine Hautstelle zwischen die Schulterblätter des Hundes getropft. Von da aus verteilt sich das Anti-Zecken-Mittel über den Körper des Tieres. Es tötet saugende Zecken ab und sorgt dafür, dass sie schnell abfallen. Zusätzlich schützt der Wirkstoff vor erneutem Zeckenbefall. Bei uns finden Sie z.B. die PHA Spot-On Tropfen für Hunde.

 

  • Sprays

Zeckengifte können auch als Spray auf die Haut und das Fell des Hundes aufgetragen werden.

 

Den Hund nach Zecken absuchen

Suchen Sie dennoch sicherheitshalber nach einem Spaziergang Ihren Hund nach möglichen Zecken ab. Um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden, sollten die Blutsauger schnell entfernt werden. Kämmen Sie das Fell des Hundes mit den Fingern oder mit einem Flohkamm durch. Prüfen Sie auch Körperöffnungen wie die Ohren oder versteckte Körperstellen an Unterbauch, an den Beinen und zwischen den Zehen.

 

Was tun bei Zeckenbefall

  • Verwenden Sie eine spezielle Zeckenzange für die Entfernung des Insekts. Passende Produkte, wie die PHA Zeckenzange für Hunde und Katzen, finden Sie auch in unserem Webshop.

  • Greifen Sie die Zecke weit unten, nah an der Haut.

  • Achten Sie darauf, dass Sie das Insekt nicht quetschen. Denn dies kann dazu führen, dass Krankheitserreger aus der Zecke in den Körper des Hundes abgegeben werden.

  • Ziehen Sie die Zecke langsam aus der Haut heraus bzw. drücken Sie sie von der Haut weg.

  • Entfernen Sie das Insekt vollständig.

  • Beobachten Sie die Einstichstelle noch ein paar Tage. Sollte sich die Haut herum röten, dann sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

 

Ausführliche Infos über Zecken bei Hund und Katze finden Sie auch in unserem Themenshop: Zecken und Parasiten.

 

Wenn es dem Hund zu heiß wird – Tipps für Hundehalter

Vorsicht vor ÜberhitzungSommerzeit – Sonnenzeit! Wir freuen uns über die heißen Tage, denn sie bringen Urlaubsstimmung in unsere Gefilde. Für Hunde sind solche Temperaturen jedoch nicht immer so leicht zu ertragen. Wir haben ein paar Tipps für Hundehalter zusammengestellt, damit sich auch der vierbeinige Liebling an heißen Tagen pudelwohl fühlt.

 

Thermoregulation des Körpers

Hohe und auch niedrige Temperaturen in der Umgebung wirken sich auf den Organismus eines Tieres aus. Ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass sich der Körper an die jeweilige Außentemperatur anpasst. Das Ziel dieser Wärmeregulation ist die Aufrechterhaltung der Körperinnentemperatur. Durch die extremen Temperaturen im Sommer, fehlende Luftzirkulation oder durch die hohe Luftfeuchtigkeit kann das Wärmeregulierungssystem des Hundes gestört werden. Es besteht die Gefahr einer Überhitzung des Tieres und, in Folge dessen, eines Hitzschlages. Eine besondere Gefahrenzone ist hier das Auto.

 

Um Überhitzung zu vermeiden, gibt der Körper im Sommer Wärme an die Umgebung ab. Bei uns Menschen erfolgt dies durch Schwitzen. Über Schweißdrüsen in der Haut gibt unser Körper Flüssigkeit ab und die Verdunstung kühlt die Haut. Hunde haben im Vergleich zu uns jedoch nur sehr wenige Schweißdrüsen. Die meisten befinden sich an den Pfoten. Doch sie tragen nur wenig zur Wärmeregulierung des Hundes bei. Viel wichtiger ist für den Hund das Hecheln.

 

Hecheln

Jeder von uns hat sicher schon einen hechelnden Hund gesehen: das Maul ist weit geöffnet, die Zunge hängt lang heraus und das Tier hat eine hohe Atemfrequenz. Der Hund atmet durch die Nase ein und durch das Maul wieder aus. Durch das Hecheln verdunstet Wasser über die Schleimhäute von Maul und Rachen.Die Wärmeabgabe wird also sowohl beim Schwitzen, als auch beim Hecheln begleitet von einem Wasserverlust. Für Mensch und Tier bedeutet dies: Trinken ist wichtig an heißen Sommertagen!

 

Hund & Hitze – Tipps zur Abkühlung

Spaziergänge

Legen Sie Spaziergänge am besten in die kühleren Morgen- bzw. in die Abendstunden. Auf den Mittagsspaziergang sollten Hundehalter entweder ganz verzichten oder diesen auf ein Minimum reduzieren. Gehen Sie dann zu Orten, wo auch schattige Plätze zu finden sind. Die pralle Sonne und offene Felder und Wiesen sollten Sie möglichst meiden. Empfehlenswert sind dagegen Spaziergänge am Wasser, wo sich der Hund auch abkühlen kann.

 

Kühle Liegeplätze

Hunde suchen sich bei den hohen Sommertemperaturen gern ein kühles Plätzchen zum Liegen. Schauen Sie, ob Sie Ihrem Vierbeiner in Ihrem Haushalt bzw. in Ihrem Garten einen solchen Platz einrichten können. Fußböden aus Stein bzw. Fliesen sind dafür optimal. Draußen können Sie mit Sonnenschirmen für mehr Schatten sorgen.

 

Abkühlung mit Wasser

Wenn Ihr Hund gern ins Wasser geht, können Sie ihm in Ihrem Garten auch ein kleines Planschbecken zum Abkühlen anbieten. Mancher Hund empfindet es auch als Wohltat, wenn sein Besitzer ihm das Bäuchlein und die Beine mit lauwarmem Wasser anfeuchtet. Die Verdunstung des Wasser unterstützt die Kühlung.

 

Trinkwasser

Stellen Sie Ihrem Hund immer ausreichend Trinkwasser bereit. Es empfiehlt sich, auch unterwegs ein bisschen Wasser für das Tier dabei zu haben. Wie auch der Mensch so hat auch der Hund in der Sommerzeit meist einen deutlich größeren Bedarf an Wasser.

 

Der Hund im Auto

Wenn es um die Überhitzung bei Hunden geht, ist ein Auto, das an extrem heißen Tagen in der Sonne geparkt ist, eine besondere Gefahr. Im Auto kann die Temperatur innerhalb kurzer Zeit deutlich ansteigen. Daher empfehlen Experten: Verzichten Sie darauf, Ihren Hund an heißen Tagen im Auto mitzunehmen und darin warten zu lassen. Falls es sich nicht vermeiden lässt, dann sollten Sie selbstverständlich Ihr Auto im Schatten parken. Denken Sie auch daran, dass sich der Stand der Sonne im Laufe des Tages verändert.

 

Urlaubsfahrt mit Hund

Nehmen Sie bei der Urlaubsfahrt eine ausreichende Wasserration für den Hund mit. Es wird empfohlen, nach ein bis zwei Stunden Fahrt eine Rast einzulegen. Dann können Sie Ihrem Vierbeiner etwas Wasser zum Trinken anbieten und ihm ein bisschen Auslauf gönnen.

 

 

Vielleicht helfen Ihnen diese Tipps dabei, Ihrem Hund an heißen Sommertagen eine angenehme Abkühlung zu bieten.

 

Übrigens: Bei medikamente-per-klick finden Sie auch Arzneimittel für Tiere.

Was tun, wenn die Zecke sticht?

Zecke auf der Haut Sommerzeit ist Sonnenzeit – wir verbringen gerne viel Zeit draußen in der Natur und zeigen auch gern mal etwas mehr Haut. Das freut auch blutsaugende Insekten wie die Zecken. Diese Spinnentiere fallen nicht, wie oft gesagt, von den Bäumen. Sie halten sich in Gras, Büschen und Sträuchern auf – eben da, wo Mensch und Tier leicht vorbei streifen.

 

Was ist bei einem Zeckenstich gefährlich?

Im Alltag ist oft vom „Zeckenbiss“ die Rede. In Wirklichkeit beißen Zecken jedoch nicht. Sie stechen mit einem Saugapparat in die Haut und saugen Blut. Der Stich an sich ist nicht gefährlich. Doch durch das Saugen können über den Speichel der Zecken Krankheitserreger übertragen werden. Zwei häufig durch Zecken übertragene Infektionen sind Borreliose und Frühsommer-Meningoenzelphalitis (FSME). Glücklicherweise führen nur vier Prozent aller Zeckenstiche zu einer Infektion.

 

Richtig geschützt vor Zecken

  • Tragen Sie bei Spaziergängen und Wanderungen feste Schuhe.
  • Auf heller Kleidung sieht man die kleinen Tiere besser. So können Sie die Blutsauger entfernen, noch ehe sie zustechen.
  • Ziehen Sie die Socken über die Hosen, wenn Sie durch hohes Gras oder Unterholz laufen. Auch lange Ärmel und Hosenbeine sind gut. Damit wird es für die Zecke schwerer, auf die Haut zu gelangen.
  • Insektenspray hält die blutsaugenden Spinnentiere für eine Weile fern. In unserem Web-Shop erhalten Sie z.B. Anti-Brumm-Zecken-Stopp mit dem Wirkstoff Deet oder auch mosquito Zeckenschutz-Spray.
  • Suchen Sie nach der Wanderung Ihren Körper genau nach möglichen Zecken ab. Gern suchen sich die Insekten warme Hautstellen oder Hautfalten wie Kniekehlen, Achselhöhlen oder Stellen hinter dem Ohr. An haarigen Stellen verstecken sich Zecken oft, weil sie dort besser Halt finden.

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Zeckenstich – was tun?

Wenn eine Zecke sticht, dann ritzt sie eine kleine Wunde in die Haut und sticht dort mit ihrem Saugrüssel hinein, um das Blut zu saugen.

  • Wichtig ist, dass Sie die Zecke schnell entfernen. Verwenden Sie dafür eine Pinzette oder eine spezielle Zeckenzange. In Ihrer Versandapotheke Medikamente-per-klick erhalten Sie passende „Anti-Zecken-Ausrüstung“ für Ihre Outdoor-Aktivitäten. Die Ultra-Zeckenzange von Dr. Schick eignet sich auch zur Entfernung von kleinen Zecken. Die Mosquito-Zeckenkarte im Scheckkartenformat ist praktisch für unterwegs.
  • Greifen Sie das Insekt möglichst weit unten, nahe der Haut.
  • Achten Sie darauf, dass Sie die Zecke nicht quetschen, denn der Druck könnte zur Folge haben, dass Krankheitserreger aus der Zecke in den menschlichen Körper eindringen.
  • Untersuchen Sie die Stichstelle. Sind Teile des Tieres in der Haut verblieben? Dann kann ein Arzt fachmännisch Hilfe leisten.
  • Desinfizieren Sie die Stichstelle. Wie nach jedem Insektenstich ist die Haut danach etwas gerötet. Dies sollte nach wenigen Tagen abklingen.

 

Wann sollten Sie zum Arzt gehen?

Wenn die Rötung um die Einstichstelle nicht heilt oder sich die Wunde entzündet, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Wenn sich die Rötung zudem langsam ausbreitet, kann eine Wanderröte vorliegen – ein Zeichen für eine Borreliose.

 

Die ersten Symptome einer zeckenübertragenen Infektion zeigen sich etwa 7 Tage nach dem Stich. Borreliose kann auch mit grippeähnlichen Anzeichen wie Abgeschlagenheit, Nachtschweiß, Gliederschmerzen, Fieber- und Kopfschmerzen beginnen.

 

Die FSME beginnt circa 6 bis 10 Tage nach dem Zeckenstich mit hohem Fieber.

 

Zeckenimpfung

Die meisten Zeckenstiche verlaufen harmlos. Dennoch ist zu beachten, dass Zecken Krankheitserreger übertragen, die z.B. eine ernste Erkrankung wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen können. Wer hier sicher gehen möchte, kann mit einer Impfung vorsorgen. In Risikogebieten wird eine solche Impfung empfohlen und auch von der Krankenkasse übernommen. Ihr Arzt kann Ihnen bei Fragen dazu weiterhelfen.

 

Gegen Borreliose und andere Infektionen, die von Zecken übertragen werden können, gibt es jedoch keinen Impfschutz.

 

Nutzen Sie auch unsere Beratungshotline wenn Sie Fragen haben unter 09280 – 9844 470 (14 ct / Min., Montag – Freitag von 08:00 – 18:00 Uhr).

 

 

Die richtige Hautpflege für’s Baby

Babypflege Warum Babyhaut eine besondere Pflege verlangt

Die Haut von Babys braucht besondere Aufmerksamkeit. Sie ist dünner als die Haut von Erwachsenen. Die Schweiß- und Talgdrüsen sind noch nicht ganz funktionsfähig. Außerdem ist der Schutzfilm der Haut noch mangelhaft ausgebildet. Das kann schnell zu Hautirritationen und Rötungen führen.

Wissenschaftliche Studien bestätigen zudem, dass Babyhaut zwar leichter Wasser aufnimmt, aber auch schneller wieder abgibt als die Haut von Erwachsenen. Babys und kleine Kinder neigen daher zu trockener Haut.

Für die richtige Pflege Ihres Babys ist es daher wichtig, dass Sie Hautpflegeprodukte verwenden, die für Babyhaut entwickelt wurden.

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Baden & Waschen

Zu häufiges Baden kann die Haut von Babys und kleinen Kindern austrocknen. Babys sollten idealerweise 2 bis 3 Mal pro Woche gebadet werden. Das Bad sollte etwa 5 bis 10 Minuten dauern, die Wassertemperatur bei 36-37°C liegen. Ein milder Badezusatz kann – sparsam dosiert – eine positive Wirkung auf Babys Haut haben. Er sollte jedoch flüssig und speziell auf Babyhaut abgestimmt sein. Verzichten Sie auf Seife. Bei der Babyhautpflege ist jedoch weniger manchmal mehr. Ein Bad in klarem Wasser ist daher auch in Ordnung.

Als Alternative zum Bad ist eine Ganzkörperwaschung mit einer hautfreundlichen Reinigungslotion empfohlen. In den ersten 6 Wochen genügt es auch, wenn Sie Ihr Baby mit einem weichen, feuchten Waschlappen waschen.

Die Hautreinigungslotionen für Babys sollten folgende Qualitäten aufweisen:

  • mild

  • einen pH-Wert von 4 bis 6

  • ohne Duftstoffe und Tenside

  • dafür mit pflegenden Zusatzstoffen.

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Abtrocknen

Nach dem Bad sollte das Kind rasch mit einem vorgewärmten, flauschigen Handtuch abgetrocknet werden. Hier ist eine besondere Sorgfalt gefordert. Die Haut zwischen den Zehen und Fingern, die Partien in den Hautfalten, hinter den Ohren, an den Kniekehlen sowie unter den Armen sollten gut abgetrocknet werden. Diese Stellen können sich bei Nässe leicht entzünden.

Die Babyhaut sollte vorsichtig abgetrocknet werden, da sie empfindlich auf die Reibung reagieren kann.

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Eincremen

Auch das Eincremen ist für die Babyhaut wichtig. Damit die Hautpflege für das Kleine angenehm ist, sollten das Zimmer und die Hände der Mutter warm sein. Für den Körper sind leichtverteilbare Lotionen gut geeignet. Für das Gesicht sollten pflegende Cremes verwendet werden.

Die Baby Sebamed Pflegelotion aus unserem Shop mit dem pH-Wert von 5,5 ist z.B. extra für Babyhaut abgestimmt.

Bei hohen Temperaturen eignen sich fettarme Öl-in-Wasser-Emulsionen. Bei Kälte sind dagegen reichhaltige Wasser-in-Öl-Zubereitungen empfohlen. Auch hier sollte der pH-Wert zwischen 4 und 6, also im leicht sauren Bereich, liegen.

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Hautschutz in der Windelregion

Zum Schutz und zur Pflege der Haut in der Windelregion sind fettreiche Wasser-in-Öl-Cremes empfohlen. Cremes mit Panthenol und Zink wirken heilsam auf wunde Haut.

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Hautschutz in der Sonne

Babys dürfen im ersten Lebensjahr nicht schutzlos den Sonnenstrahlen ausgesetzt werden. Selbst im Schatten ist auf einen angemessenen Hautschutz zu achten. Am besten durch Kleidung: Hemd, Hose und auch ein Sonnenhut sind für die Kleinen ein Muss. Am Kinderwagen sollte ein Sonnensegel angebracht sein. Auf alle unbedeckten Körperstellen gehört eine Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor (> 25 LSF). Die Sonnenschutzprodukte für Kinder sollten am besten wasserfest sein und einen physikalischen UV-Filter, sogenannte Mikropigmente, enthalten, wie z.B. die Daylong Baby Sonnschutzcreme.

Ihr Apotheker berät Sie gern dazu. Nutzen Sie auch unsere Beratungshotline 09280 – 9844 470 Montag bis Freitag von 08:00 – 18:00 Uhr.

 

 

Erste-Hilfe-Tipps bei Milchstau und Brustentzündung

 

beim stillenWenn eine Mutter ihr Kind stillt, so ist dies ein natürlicher Vorgang und oft ein Bild des Friedens. Allerdings haben manche Mütter Probleme beim Stillen.

Milchstau

Schmerzende Brüste mit harten, knotigen Stellen deuten auf einen Milchstau hin. Dazu kann es kommen, wenn die Brust nicht richtig entleert wird.

Tipps:

  • Bei einem Milchstau hilft es, wenn Sie die betroffene Brust vor dem Stillen mit einer Wärmflasche, einer warmen Dusche oder einem warmen Waschlappen behandeln. Massieren Sie die erwärmte Brust mit kreisenden Bewegungen.

  • Lassen Sie ihr Baby den Stau „wegtrinken“. Legen Sie den Säugling etwa alle 2 Stunden an.

  • Kühlen Sie die Brust nach dem Stillen wieder etwas ab.

  • Gönnen Sie sich Ruhe und Schlaf, denn Milchstau ist oft eine Folge von Stress.

  • Eine gute Hautpflege ist wichtig, damit die Haut nicht rissig wird und Bakterien eindringen können. Salben wie Garmastan unterstützend fettfrei die Hautfunktion an Brust und Brustwarzen und beugen der Entstehung kleiner Hautrisse vor.

Fragen Sie auch Ihre Hebamme oder Ihren Arzt um Rat, wenn Sie sich unsicher fühlen.

 

Brustentzündung (Mastitis)

Ein unbehandelter Milchstau kann sich zu einer schmerzhaften Brustentzündung entwickeln. Die gestaute Milch bildet einen Nährboden für Bakterien. Bei einer Entzündung kommen zu den Schmerzen in der Brust hohes Fieber (über 39°C), Kopf- und Gliederschmerzen hinzu. Die betroffene Brust ist oft verhärtet, gerötet und warm. Bei einer leichten Brustentzündung können Sie weiterhin stillen. Bei starken Schmerzen und hohem Fieber sollten Sie sicherheitshalber an Ihren Arzt oder Ihre Hebamme wenden.

Tipps:

  • Ebenso wie beim Milchstau, sollten Sie die betroffene Brust vor dem Stillen erwärmen, z.B. durch eine warme Dusche, durch eine Wärmflasche oder warme Umschläge.

  • Sie können auch Stillhütchen verwenden, die so einen direkten Kontakt vermeiden. Sie sind in Größe 1 oder in Größe 2 bei uns erhältlich.
  • Kühlen Sie die Brust nach dem Stillen wieder mit kühlen Umschlägen, kalten Kompressen oder ähnlichem.

  • Quarkwickel sind ein empfohlenes Hausmittel zur Kühlung und Linderung der Entzündung.

  • Achten Sie darauf, dass Sie die Brust regelmäßig gut entleeren. Falls Sie nicht stillen wollen, können Sie auch eine Milchpumpe (z.B. von Junghans Medical) verwenden.

  • Sie sollten viel trinken, denn durch das Fieber verliert der Körper an Flüssigkeit.

  • Verwenden Sie einen gut sitzenden BH, um die Brust (meist ist nur eine betroffen) möglichst ruhig zu halten.

  • Gönnen Sie sich Ruhe und Schlaf. Das braucht der Körper, da er alle Kräfte mobilisiert, um gegen die Entzündung zu kämpfen.

Sollte mit diesen Maßnahmen nach 24 Stunden keine deutliche Besserung eintreten, dann wird der Arzt wahrscheinlich eine Behandlung mit einem stillverträglichen Antibiotikum einleiten. Nach etwa 3 Tagen ist die Entzündung dann vorbei.

 

Lassen Sie sich auch von Ihrer Hebamme bzw. Ihrem Frauenarzt beraten, wenn Sie beim Stillen Probleme oder Schmerzen haben.