Makuladegeneration

Wenn das Auge erkrankt

Erkrankungen, die den Punkt des schärfsten Sehens des Auges betreffen, werden unter dem Begriff Makuladegeneration zusammengefasst. Der Punkt des schärfesten Sehens ist die Macula lutea oder der „Gelbe Fleck“ auf der Netzhaut (Retina). Die Makuladegeneration gehört zu den häufigsten chronischen Augenerkrankungen. Die sogenannte altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist besonders häufig.

Makuladegeneration, eine der häufigsten Augenerkrankungen

Die Augenerkrankung Makuladegneration betrifft den schärfsten Punkt des Sehens.

Weltweit sind 25 bis 30 Millionen Menschen an einer Makuladegeneration erkrankt. Jedes Jahr kommen 500.000 neue Fälle hinzu. In Deutschland leiden mehrere Millionen Menschen an der Augenkrankheit, die den gelben Fleck betrifft. Die altersbedingte Makuladegeneration ist die häufigste Augenerkrankung in der westlichen Welt. Erst dannach folgen Grauer Star (Katarakt) und Grüner Star (Glaukom).

Laut dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) befinden sich rund 7 Millionen Menschen im Frühstadium der altersbedingten Makuladegeneration in Deutschland. Weitere 500.000 haben das Spätstadium erreicht. Unter dem Glaukom hingegen leiden etwa eine Million Menschen. Die Makuladegeneration tritt meist nach dem 55. Lebensjahr gehäuft auf. Bei den über 70-Jährigen sind etwa 20 bis 30 % Prozent von der altersbedingten Makuladegeneration betroffen.

Die Makuladegeneration führt zu schweren Seheinbußen. Sie betrifft die Makula. Das ist die Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhaut. Dort wird alles abgebildet, was wir direkt ansehen. Im Rahmen der chronischen Augenkrankheit kommt es zum fortschreitenden Absterben von Netzhautzellen. Von der Degeneration sind die Sehzellen außerhalb der Makula nicht betroffen. Daher können Patienten mit einer Makuladegeneration ihre Umgebung noch gut wahrnehmen, sofern sie keine weiteren Augenerkrankungen haben.

Ursachen einer Makuladegeneration

Makuladegeneration
Gesundes Auge im Vergleich mit trockener und feuchter Makuladegeneration.

In der Netzhaut liegt eine dünne Schicht, die dafür verantwortlich ist, Stoffwechsel-Endprodukte zu entsorgen. Dieses Pigmentepithel ist bei einer Makuladegeneration in seiner Funktion eingeschränkt. Zu dieser Funktionsminderung kommt es aufgrund verschiedenster Faktoren. Personen mit einer genetischen Disposition neigen eher dazu, an einer Makuladegeneration zu erkranken, wenn weitere Risikofaktoren hinzu kommen. Wenn bei Personen das sogenannte Makula-Gen 1 (CFH-Y402H) vorliegt, ist demnach nicht von einem unausweichlichem Schicksal zu sprechen. Betroffene können selbst die Gesundheit ihrer Makula tun, wenn sie entsprechend gesund leben und Risikofaktoren meiden.

Mit dem Alter steigt die Gefahr, an AMD zu erkranken. Aufgrund der heutigen Lebenserwartung ist es daher nicht verwunderlich, dass die Häufigkeit der Erkrankung zunimmt.

Vorerkrankungen wie Arteriosklerose, Bluthochdruck und Diabetes mellitus wirken begünstigend auf die Entstehung einer Makuladegenertion ein. Auch ein erhöhter Homocysteinspiegel im Blut (Hyperhomocysteinämie) zählt zu den Risikofaktoren. Denn die kleinen Gefäße des Auges können aufgrund dieser Krankheiten betroffen sein. Dadurch wird das Auge nicht ordnungsgemäß mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Eine Minderversorgung wiederum führt zu Defekten.

Operationen, Verletzungen oder andere Traumata beeinträchtigen mitunter die weitere Augengesundheit. So ist es nicht selten, dass eine Operation des Grauen Stars das Auftreten einer Makuladegeneration verursacht. Das liegt daran, dass die Linse, die beim Grauen Star betroffen ist, ein Schutzschild für die Makula bildet. Diese ist den schädlichen Einflüssen, etwa durch die Entfernung der Linse, ausgeliefert.

Eine hohe Konzentration von freien Radikalen im Körper sorgen für oxidativen Stress. Sie schädigen nachweislich die Zellstrukturen. Nicht nur unsere Haut altert schneller, auch die Gesundheit der Makula ist betroffen. Oxidativer Stress entsteht durch UV-Strahlung, einseitige und fettreiche Ernährung, Alkohol, Nikotin, Umweltgifte, diverse Erkrankungen und physischer sowie psychischer Stress.

Kommt es durch eine ungesunde Ernährung zu einem Mangel an Mineralstoffen und Vitaminen ist die Anfälligkeit für eine AMD-Erkrankung erhöht. Denn gerade in Obst und Gemüse sind Pigmentstoffe enthalten, die sich positiv auf die zentrale Netzhaut auswirken.

Daneben begünstigt ein Flüssigkeitsmangel Erkrankungen am Auge. Gerade bei älteren Menschen ist das Durstgefühl nicht mehr ausgeprägt. Sie vergessen, zu trinken. Doch Wasser beeinflusst die Fließeigenschaften des Blutes. Eine eingeschränkte Durchblutung wirkt sich negativ auf die Netzhaut und das umliegende Gewebe aus. Permanenter Flüssigkeitsmangel schränkt die Funktion der Makula ein.

Risikofaktoren für die Makuladegeneration auf einen Blick

– genetische Faktoren
– Alter
– Vorerkrankungen wie Arterisklerose, Bluthochdruck und Diabetes mellitus
– diverse Operationen, Verletzungen oder Traumata am Auge
– oxidativer Stress wie UV-Strahlung, Alkohol, Nikotin
ungesunde Ernährweise
– Flüssigkeitsmangel

Symptome einer Makuladegeneration

Sehstörungen im Alter
Sehstörungen? Zögern Sie nicht. Suchen Sie einen Augenarzt auf.

Die Makuladegeneration gehört zu den wichtigsten Ursachen für die Erblindung. Rund ein Drittel der Erblindungsfälle bei über 50-jährigen fußt auf einer Makuladegeneration. Daher ist es wichtig, regelmäßig einen Augenarzt aufzusuchen.

Ein Besuch ist vor allem dann notwendig, wenn sich folgende Symptome bemerkbar machen:

  • Abnahme der Sehschärfe
  • Abnahme der Hell-Dunkel-Adaptation
  • Verminderung der Kontrastwahrnehmung
  • gestörtes Farbsehen
  • verzerrtes Sehen

Formen der Makuladegeneration

Ältere Dame beim Augentest
Seniorin beim Augentest: Makuladegeneration betrifft oft älter Menschen.

Es gibt verschiedene Formen der Makuladegeneration. Dazu gehört insbesondere die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), die in die trockene und feuchte Form eingeteilt wird.

Die trockene Form ist deutlich häufiger als die feuchte. Dabei kommt es zum Untergang von Sehzellen, die durch Ansammlung von bestimmten Substanzen sowie einer gestörten Durchblutung der Aderhaut bedingt sind. Die trockene Makuladegeneration verläuft schleichend. Ein verzerrtes Sehen weist auf eine trockene Makuladegeneration hin.

Bei der feuchten Form der chronischen Augenkrankheit kommt es zu Blutungen unter der Netzhaut. Diese Form der Makuladegeneration führt rasch zur Leseblindheit.

Makuladegeneration vorbeugen

Um der Erkrankung vorzubeugen, ist es wichtig, die Risikofaktoren zu behandeln. Dazu ist es notwendig:

  • den Blutdruck zu normalisieren
  • oxidativen Stress zu meiden und das Rauchen sowie Trinken aufzugeben
  • den Homocysteinspiegel zu senken
  • sich gesund zu ernähren
  • auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten

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AMD vorbeugen

Behandlung der Makuladegeneration

Dame mit Augenbinde
Nach der Lasertherapie benötigt das Auge Ruhe.

Die feuchte und die trockene Makuladegeneration wird unterschiedlich behandelt.

Therapie-Maßnahmen bei der feuchten Makuladegeneration

Bei der feuchten Makuladegeneration muss der Augenarzt rasch handeln. In der Regel erfolgt das durch eine Lasertherapie oder eine photodynamische Behandlung. Es gibt auch bestimmte Medikamente (Injektionen beispielsweise mit Ranibizumab, Aflibercept oder Bevacizumab), die die gefährliche Gefäßneubildung zurückdrängen können. Es wird versucht, die bereits verlorene Sehkraft wieder zurückzugewinnen.

Therapie-Maßnahmen bei der trockenen Makuladegeneration

Fisch
Fisch stärkt die Sehkraft.

Bei der trockenen Makuladegeneration ist der Verzehr von Fisch hilfreich.

Dafür sind die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich, die reichlich in Lachs, Makrele, Hering oder Thunfisch stecken. Daneben wird unter anderem zugeführt:

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Homocysteinspiegel senken

Der Homocysteinspiegel wird durch die Gabe von B-Vitaminen – insbesondere Folsäure sowie Vitamin B6 und B12 – gesenkt. Bei einer hochdosierten Gabe von B-Vitaminen sinkt das AMD-Erkrankungsrisiko um 35–40 %.

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In schwerwiegenden Fällen können technische Geräte beim Sehen helfen.


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Stand vom: 30.05.2020

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.