Grüner Star (Glaukom)

Ältere Dame beim Augentest

Seniorin beim Augentest: Die Augenerkrankung Grüner Star (Glaukom) betrifft oft älter Menschen.

Das Sehvermögen ist verschlechtert, es kommt zu Sehstörungen und Leuchterscheinungen? Das sind Symptome des oft im Alter vorkommenden Glaukoms. Die im Volksmund auch „grüner Star“ genannte Augenkrankheit wird meistens durch einen erhöhten Augendruck verursacht. Unbehandelt kann das Glaukom bis zur Erblindung führen. 

Glaukom (von altgriech. glaukós = hell, leuchtend, glänzend) ist eine Sammelbezeichnung für eine Reihe von Augenerkrankungen, die durch eine Schädigung des Sehnervs und durch eine Einschränkung des Gesichtsfeldes gekennzeichnet sind. Etwa 1–2 % der Bevölkerung sind von dieser Augenkrankheit betroffen. Das Risiko, an grünem Star zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter.

 

Grüner versus grauer Star

Obwohl der Volksmund den beiden Augenerkrankungen ähnliche Namen gegeben hat, handelt es sich um zwei unterschiedliche Krankheitsbilder. Beim grauen Star (Katarakt) liegt eine Trübung der im Inneren des Auges befindlichen Augenlinse vor.

Mehr Informationen zur Augenerkrankung grauer Star lesen Sie hier.

 

Glaukom-Formen und deren Symptome

Experten unterscheiden mehrere Formen des Glaukoms.

 

Primäres Offenwinkelglaukom

Am häufigsten tritt das primäre Offenwinkelglaukom auf. Diese langsam fortschreitende Augenerkrankung betrifft vor allem ältere Menschen. Zu Beginn verläuft sie ohne spürbare Symptome und ohne Schmerzen. Durch den höheren Augeninnendruck, kann sich Wasser in der äußersten Hornhautschicht des Auges ansammeln. Man spricht dann auch von einem Epithelödem. Dies kann dazu führen, dass:

  • die betroffene Person beim Blick in Lichtquellen farbige Kreise oder Höfe (d.h. Leuchterscheinungen) um die Lichtquelle sieht
  • der Sehnerv geschädigt wird, sodass es zu Gesichtsfeldausfällen, Sehstörungen und bei Nichtbehandlung zur Erblindung kommen kann

 

Akutes Glaukom

Ganz deutlich zeigt sich das akute Glaukom. Typische Symptome sind:

Bindehaut gerötet

Gerötete Bindehaut kann auf Grünen Star hinweisen.

  • eine gerötete Bindehaut
  • eine erweiterte Pupille, die auch lichtstarr sein kann
  • ein sich hart anfühlender Augapfel
  • drastische Verschlechterung des Sehvermögens
  • Sehen wie durch einen Nebelschleier

 

Oft kommen noch Krankheitssymptome hinzu wie:

 

Primär angeborenes Glaukom

Eine seltene Form ist das primäre angeborene (kongenitale) Glaukom, welches bereits bei Babys auftritt. Durch den erhöhten Augeninnendruck vergrößert sich der Augapfel. Auffallend große Augen bei Säuglingen können ein Hinweis darauf sein und sollten vom Arzt untersucht werden. Ebenso zeigt sich das angeborene Glaukom durch:

  • vermehrten Tränenfluss
  • Lidkrämpfe
  • lichtscheue Augen

 

Sekundäres Offenwinkelglaukom

Ein sekundäres Offenwinkelglaukom tritt als Folge einer anderen Grunderkrankung auf, bei der sich der Augeninnendruck erhöht. Dies kann z.B. eine Augenerkrankung bzw. eine Augenverletzung oder eine Gefäßneubildung auf der Regenbogenhaut sein.

 

Grüner Star: Ursachen

Ein erhöhter Druck im Innern des Auges ist die häufigste Ursache für das Glaukom. Zu einem solchen Druckanstieg kann es kommen, wenn die Flüssigkeit im Innern des Augapfels nicht ordnungsgemäß abfließen kann und sich staut. Dies kann sich auf den empfindlichen Sehnerv auswirken. Ein geschädigter Nerv sendet die Informationen nicht mehr korrekt an das Gehirn. Es kommt zu Sehstörungen, wie z.B. zu den Glaukom-typischen Gesichtsfeldeinschränkungen.

Die Wissenschaft untersucht daneben noch weitere mögliche Ursachen und Risiken, die eine Entstehung eines Glaukoms begünstigen, denn nicht in allen Glaukomfällen war ein hoher Augeninnendruck feststellbar.

Blutzucker messen

Diabetiker erkranken eher an Glaukom als Personen ohne Diabetes mellitus.

Bei einem primären Offenwinkelglaukom hat man mehrere Risikofaktoren bestimmen können:

  • gehäuftes Auftreten von Glaukom in der Familie
  • starke Kurzsichtigkeit
  • schlimme Entzündungen am Auge
  • Diabetes mellitus
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Kortisonbehandlungen

 

Behandlung von Glaukom

Der Augenarzt wird u.a. den Augeninnendruck messen und den Zustand des Sehnervs untersuchen. Das Ziel der Behandlung ist die Senkung des Augeninnendrucks.

 

Medikamentöse Behandlung von grünem Star

Durch Augentropfen wird der Augeninnendruck gesenkt. Wichtige Wirkstoffgruppe bei den antiglaukomatösen Medikamenten sind die Prostaglandine. Dazu zählen Latanoprost, Travoprost und Bimatoprost, die auf Rezept in der Apotheke erhältlich sind.

Auch die rezeptpflichtigen Betablocker in Form von Augentropfen dienen der Glaukomtherapie. Zu den Wirkstoffen zählen: Befunolol, Betaxolol, Carteolol, Levobunolol, Metipranolol, Pindolol, Propanolol und Timolol.

Die ebenfalls rezeptpflichtigen lokalen Karboanhydrasehemmer Brinzolamid und Dorzolamid hemmen das Enzym Karboanhydrase, welches die Kammerwasserproduktion reguliert und verbessern vermutlich auch die Durchblutung an Sehnerv und Netzhaut.

Der Alpha-Agonist Brimonidin wirkt nach einem Kombinationsprinzip, indem es die Kammerwasserproduktion senkt und den Abfluss positiv beeinflusst.

 

Unser Produkttipp zur Unterstützung der Glaukom-Behandlung:

·         Nahrungsergänzungmittel mit Omega-3-Fettsäuren NOMORHE®

 

Dame mit Augenbinde

Nach der Lasertherapie benötigt das Auge Ruhe.

Lastertherapie und Operation

Wenn eine Therapie mit Arznei nicht ausreichend ist, kann auch eine Behandlung durch Laser oder eine Operation in Betracht gezogen werden.

Ein akutes Glaukom ist ein medizinischer Notfall und wird meist durch Medikamente und Operation behandelt. Auch das angeborene Glaukom wird operativ therapiert. Die Behandlung eines sekundären Glaukoms hängt ab von der Grunderkrankung.

 

Hilfe bei trockenen Augen

Als Folge einer Glaukom-Therapie kann es mitunter zu trockenen Augen kommen.

 

Unsere Produkttipps bei trockenen Augen:

·         HYLO-COMOD® Augentropfen

·         VitA-POS® Augensalbe

·         Artelac® Augentropfen

 

Vorsorge und Vorbeugen

Bei einer regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung wird der Augeninnendruck gemessen. Augenärzte empfehlen, dass Personen ab dem 40. Lebensjahr alle 3–5 Jahre zu einer solchen Untersuchung kommen sollten. Allerdings sollten Sie vorher abklären, ob Ihre gesetzliche Krankenkasse diese Früherkennungsuntersuchung unterstützt. Bei Personen, die zu einer Risikogruppe gehören, werden die Kosten in vielen Fällen übernommen.

Mit einer gesunden Lebensweise lässt sich das Risiko, an Glaukom zu erkranken, senken. Hierzu zählen eine ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität. Es gilt Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes mellitus Typ 2 zu vermeiden.