Fersensporn

Kleiner, spitzer Knochenauswuchs

Stechende Fersenschmerzen können auf einen kleinen, spitzen Knochenauswuchs an der Fußsohle hindeuten.  Dornartige Knochenauswüchse (Exostrosen) an der Ferse bezeichnet man als Kalkaneus- oder Fersensporn.

Dornartiger Knochenauswuchs

Fersensporn
Fersensporn: Ein kleiner, spitzer Knochenauswuchs an der Fußsohle.

Kalkablagerungen können zu kleinen, sitzen auswüchsen an Knochen führen. Häufig ist der an der Unterseite des Fersenbeins untere bzw. plantare Fersensporn. Er entsteht an der Stelle, an der die Sehnenplatte und die kurzen Fußmuskeln ansetzen. Der an der Achillessehne auftretende obere bzw. hintere Fersensporn (Haglund-Ferse bzw. auch Haglund-Exostose) ist hingegen eher selten.

Ursachen für einen Fersensporn

Hohe Absätze
Frauen lieben Schuhe mit hohen Absätzen. Doch für die Gesundheit der Füße sind Pumps problematisch.

Fersensporne entwickeln sich aufgrund von permanenten Überlastungen oder Entzündungen im Sehnenbereich. Die Überbelastung sorgt für Risse in den Sehnen, die sich dann stellenweise entzünden. Um die Risse zu beseitigen, lagert der Körper – wie bei einem rissigen Knochen – Kalk ab.

Die Überbelastung kann durch folgende Umstände entstehen:

  • intensiver Sport mit wiederholten Belastungen durch Laufen und Springen
  • schwere körperliche und lange stehende Arbeit
  • Übergewicht und Fettleibigkeit
  • Fußfehlstellungen wie ein abgeflachtes Fußlängsgewölbe
  • schlechtes Schuhwerk

Schon gewusst?

Von Fersenspornen sind mehr Frauen als Männer betroffen, was wahrscheinlich auf ungeeignetes Schuhwerk zurückzuführen ist.

Symptome bei Fersensporn

Röntgenbild eines Fersensporns
Auf dem Röntgenbild sieht der Fersensporn wie ein kleiner, Richtung Zehen wachsender Dorn aus.

Bei etwa 10 % der Bevölkerung finden sich Fersensporne. Die Betroffenen sind meist zwischen 40 bis 60 Jahren alt. Fersensporne sind von außen nicht zu erkennen. Sie müssen zudem nicht zwingend schmerzhaft sein. Treten aber Schmerzen auf, so sind sie:

  • stark stechend
  • verstärken sich bei Belastung
  • lassen bei Ruhe nach
  • werden durch Druckschmerzen begleitet

Ein Fersensporn unter der Ferse sticht bei jedem Schritt, so als wäre der Betroffene in eine Reißzwecke getreten. Vor allem am Morgen kommt es zu Schmerzen. Man spricht vom sogenannten Anlaufschmerz.

Beim Fersensporn am Ansatz der Achillessehne drückt der hintere Schuhrand. Die Haut rötet und entzündet sich. Außerdem wird eine Entzündung am Ansatz der Achillessehne ausgelöst, die mit einer Schleimbeutelentzündung einhergeht.

Einen Fersensporn vorbeugen

Füße hochlegen
Nicht nur gut für die Venen: Füße hochlegen entlastet den Fuß.

Klug ist es, wenn man generell vorbeugende Maßnahmen ergreift. Bei jedem Schritt sind die Fersen die Körperteile, die die gesamte Last des Körpers tragen. Das Fettkissen unter der Ferse, welches im Alter leider etwas abnimmt, und die große Sehnenplatte dämpfen die Belastung. Unterstützend kann man hier zu Einlagen greifen, die die schmerzenden Punkte entlasten und verhindern, dass die Ferse direkt mit dem Boden in Kontakt kommt.

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Schuhe sollten generell nicht zu eng sein. Außerdem hilft es bei einer vorwiegend stehenden Arbeit, die Haltung öfter zu wechseln.

Wer an Übergewicht leidet, sollte versuchen, dieses abzubauen. Wenn Sie Sport treiben, sollten sie sich genügend aufwärmen, denn Muskeln, Sehnen und Bänder, die nicht geschmeidig sind, können zerren, sich entzünden und kleine Risse bilden. Außerdem sollte Sie auf gute Laufschuhe achten.

Einen Fersensporn behandeln

Es gibt sehr viele verschiedene Therapiemöglichkeiten. Der Großteil der Anwendungen zielt auf eine Schmerzlinderung ab.

Selbsthilfe beii Fersensporn

Schnelle Linderung durch Entlastung

In erster Linie sollten die Betroffenen für eine Entlastung sorgen. Lagern Sie den Fuß hoch und gehen Sie nur die nötigsten Wege. Für Sportler heißt es: Legen Sie eine Pause ein. Hat der Fuß Ruhe, bessern sich Beschwerden schnell.

Fußbäder fördern die Durchblutung und lindern die Schmerzen.

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Tapeverbände und Nachtschienen dienen zur Beruhigung des betroffenen Bereichs.

Über der druckempfindlichen Stelle kann man ein Fersenkissen mit Locheinlage zur Linderung der Schmerzen tragen.

Kältetherapie (Kryotherapie) zur Schmerzlinderung bei Fersensporn

Um Entzündungen zu hemmen ist jedoch vor allem Kälte ein geeignetes Mittel. Hierzu können Sie zum einen ein Kältespray auf die betroffene Stelle auftragen und zum anderen Eis oder ein Kyropack verwenden. Allerdings sollten Sie sich vor Erfrierungen schützen und zwischen Kühlmittel und Haut ein Handtuch oder einen Waschlappen legen.

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Entzündungshemmende und schmerzlindernde Mittel bei Fersensporn

Medikamente wie Lokalanästhetika- und Kortikoid-Gemische werden als Salbe im Bereich des Muskelansatzes aufgetragen. Auch Schmerztabletten können zunächst dafür sorgen, dass der Betroffene schmerzfrei auftreten kann. Hier eignen sich Arzneimittel, die parallel entzündungshemmend wirken. Als sogenannte Antiphlogistika kommen Wirkstoffe wie Diclofenac oder Ibuprofen in Frage. Ein Arzt kann zudem Kortison als entzündungshemmendes Mittel spritzen.

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Ultraschall, Strahlen- oder Stoßwellentherapie zur Behandlung des Fersensporns

Eine Ultraschall-Behandlung kann Schmerzen mindern.

Bei einer Stoßwellentherapie werden gebündelte Schallwellen auf die schmerzende Stelle gerichtet. Sie inaktivieren die Zellen, die für den Schmerz verantwortlich sind. Auch der Einsatz von Röntgenstrahlen ist denkbar. Diese werden niedrig dosiert innerhalb von etwa 3 Wochen für 6-mal auf die entsprechende Stelle gerichtet.

Gymnastik und Muskelaufbau

Barfuß am Strand
Barfußlaufen am Sandstrand stärkt unsere Füße und ist gesund.

Krankengymnastische Übungen helfen die Sehnen an der Wade und der Fußsohle zu dehnen. Gut trainierte Fußmuskeln fangen Stöße ab und entlasten die Sehnen.

Übungen für gesunde Füße

1) Platzieren Sie einen Tennisball unter der Fußsohle. Rollen Sie diesen mit kräftigem Druck hin und her.
2) Nehmen Sie ein Blatt Papier mit Ihren Zehen auf und zerreißen Sie es.

Operatives Entfernen des Fersensporns

Eine Operation, bei der die Sehnenplatte der Fußsohle sowie ein Teil der kurzen Fußmuskulatur durchtrennt und der knöcherne Fersensporn abgetragen wird, ist das letzte Mittel zur Behandlung des Fersensporns.


Unsere Seiten dienen lediglich Ihrer Information und ersetzen nicht die Diagnose und Behandlung durch den Arzt.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wir stehen mit unserer Beratungshotline gern für Sie bereit.


Stand vom: 15.04.2019