Adipositas

Fettleibigkeit – eine chronische Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit

Rund 15 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Adipositas. Damit sind die Deutschen dicker als der Durchschnitt innerhalb der Europäischen Union. Nahrungsmittel sind im Überfluss vorhanden, aber der Mensch bewegt sich weniger als noch vor 50 Jahren.

Fettleibigkeit

Übergewichtiger Junge
Immer mehr Kinder leiden unter Adipositas. Kein Wunder: Früher spielten sie mit Freunden draußen, heute spielen sie allein PC.

Der Begriff Adipositas beschreibt eine chronische Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit, bei der sich übermäßig viel Fettgewebe ansammelt. Synonym werden auch die Begriffe Fettsucht oder Fettleibigkeit verwendet. Das Übergewicht, das dadurch entsteht, geht über ein normales Maß hinaus. Zur Bestimmung von Adipositas wird der Körpermaßindex (BMI) herangezogen. Ein BMI von 25 kg/m² zeigt Übergewicht an. Ab einem BMI von 30 kg/m² spricht man von Adipositas, d.h. von Fettleibigkeit, bei der das Risiko für weitere Erkrankungen und eine verkürzte Lebenserwartung gestiegen ist.

Man unterscheidet 3 Schweregrade von Adipositas:

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SchweregradBMI-IndexRisiko für Folgeerkrankungen
Adipositas Grad I30–34,9erhöht
Adipositas Grad II35–39,9hoch
Adipositas Grad III40 und höhersehr hoch

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Weitere Indikatoren für die Bestimmung des Körperfettanteils sind der Bauchumfang und das Taille-Hüft-Verhältnis.

Weltweit ist die Fettleibigkeit auf dem Vormarsch. Laut statista haben in den letzten Jahren vor allem Menschen im Südpazifik-Raum und in den arabischen Ländern stark zugenommen.

Infografik: Die Fettleibigen sind in der Überzahl | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Ursachen und Risikofaktoren für Adipositas

Kein Kuchen für Herzinfarkt-Patienten
Kleiner Snack zwischendurch? Greifen Sie lieber zu einem Apfel als zu einem kalorienreichen Kuchenstück.

Für ein hohes Übergewicht gibt es viele Ursachen:

  • Eine zu hohe Zufuhr an Kalorien beim Essen ist die vorrangige Ursache für Übergewicht und Fettleibigkeit. Mit einer Ernährung, die einen hohen Anteil an Fetten und Kohlenhydraten hat, bekommt der Körper wesentlich mehr Energie geliefert, als er verbraucht. Wenn der Körper die Fette nicht abbauen kann, lagern sie sich in sogenannten Fettzellen ein.
  • Auch das Essverhalten spielt eine Rolle bei der Entstehung von Adipositas. Wer häufiger und schnell ist, nimmt meist mehr Kalorien zu sich als nötig. Das Sättigungsgefühl stellt sich kurze Zeit nach dem Essen ein. Besonders schnelle Esser haben dann jedoch bereits mehr Energie aufgenommen, als der Körper braucht.
  • Ebenso sind psychische Faktoren bei der Entstehung von Fettleibigkeit nicht zu unterschätzen. Frustessen oder Essen aus Langeweile gehören dazu.
  • Ein weiterer Grund für die hohe Energiebilanz beim Essen ist eine mangelnde Bewegung. Wer einen Bürojob hat und 8 Stunden am Tag vor dem PC sitzt, benötigt dringend einen körperlichen Ausgleich.
  • Weiterhin gibt es genetische Faktoren, die Adipositas begünstigen. Die Intensität der Stoffwechselaktivität, d.h. die Kalorienmenge, die der Körper im Ruhezustand verbraucht, ist vermutlich erblich festgelegt.
  • Mögliche Ursachen für starkes Übergewicht können Medikamente sein, die den Appetit anregen, wie z.B. die Antibabypille, Antidepressiva, Antidiabetika oder Neuroleptika.
  • Auch hormonelle Erkrankungen, etwa eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), können zu Übergewicht und Adipositas führen.

Risiken und Folgen von starkem Übergewicht

Herzinfarkt als Folge einer Fettstoffwechselstörung
Vor allem wer zu viele Kohlenhydrate und Fette aufnimmt riskiert Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen, die aufgrund verengter Blutgefäße zum Herzinfarkt führen können.

Starkes Übergewicht wirkt sich auf die körperliche Kondition, die seelische Verfassung und auf das gesellschaftliche Leben aus:

  • Menschen mit starkem Übergewicht fühlen sich schnell erschöpft. Diese geringe Belastbarkeit macht sich durch Müdigkeit und oft auch Atemnot nach körperlicher Aktivität bemerkbar.
  • Ein weiteres typisches Anzeichen bei Adipositas ist eine vermehrte Schweißbildung. Betroffene Personen schwitzen nicht nur bei Sommerwetter oder nach sportlichen Aktivitäten, sondern bei geringer Anstrengung.
  • Auch Gelenkbeschwerden durch Überbelastung sind häufige Folgeerscheinungen bei Adipositas. Oft betroffen sind Knie- und Sprunggelenke ebenso wie Hüftgelenke und die untere Wirbelsäule. Zusätzlich können starke Gelenkschmerzen auftreten, die durch Abnutzungserscheinungen entstehen (Arthrose).
  • Adipositas erhöht das Risiko für verschiedene, auch lebensbedrohliche Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Herzinfarkt, Schlaganfall sowie Bluthochdruck werden durch starkes Übergewicht begünstigt.
  • Auch auf sogenannte Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus vom Typ 2 (Zuckerkrankheit) oder Gicht trifft dies zu.
  • Übermäßige Fettleibigkeit kann zu starkem Schnarchen bis hin zum Schlafapnoe-Syndrom führen, welches Atemstillständen während des Schlafs verursacht.
  • Neben den körperlichen Beschwerden können seelische Probleme auftreten. Sehr starkes Übergewicht schränkt die Bewegungsfähigkeit erheblich ein, was zu sozialer Isolation und zu einer verminderten Lebensqualität führen kann. Daraus können sich Depressionen, vermindertes Selbstwertgefühl oder das Gefühl, ein Außenseiter zu sein, entwickeln und den Betroffenen belasten.

Behandlung von Adipositas

Übergewichtiger Mann in Sportkleidung ist aus der Puste
Übergewicht zu reduzieren, ist keine Frage der Schönheit, sondern der Gesundheit. Sport und eine ausgewogene Ernährung helfen auf dem Weg zum Normalgewicht.

Um das Risiko für Folgeerkrankungen von Adipositas zu senken, zielt eine Behandlung von Fettleibigkeit in der Regel auf Gewichtsreduktion und Ernährungsumstellung ab. Übermäßig starkes Übergewicht, das mit zusätzlichen Erkrankungen oder psychischen Problemen verbunden ist, gilt als behandlungsbedürftig. Die Therapie kombiniert im Allgemeinen die Elemente Ernährungsumstellung, Bewegungstherapie und Verhaltenstherapie. Besonderer Wert wird dabei auf eine allmähliche Gewichtsreduktion gelegt. Diese Methode dauert länger als eine Radikalkur, dafür ist sie nachhaltiger und stellt für den Körper keine Belastung dar.

3 Tipps zum gesunden Abnehmen

Guaranáfrüchte und Guaranápulver
Der ballaststoffreiche Muntermacher Guaraná hilft auch beim Abnehmen.

Eine ballaststoffreiche Ernährung verringert die Kalorienzufuhr und führt gleichzeitig zu einem erhöhten Fettstoffwechsel.

  • Essen Sie beispielsweise jeden Morgen Müsli mit Obst statt helle Brötchen mit Marmelade und fügen Sie Ihrer Müslischale Chia-Samen, Flohsamenschalen, Weizenkleie oder Leinsamen zu.
  • Mischen Sie in Suppen und Eintöpfen statt Mehlschwitze Chia-Samen unter. Auch sie haben eine andickende Wirkung.
  • Guaranà dämpft das Hungergefühl, um nur eine positive Wirkung des ballaststoffreichen Pulvers zu nennen.

Unsere Produkttipps  für eine ballaststoffreiche Ernährung:   Dr. Jacob’s Chia-Samen | Aurica WeizenkleieAvitale Flohsamenschale indisch Bio | Klenk Leinsamen Körner | YogiTea® Grüne Energie

Weitere Tipps zur gesunden Ernährung und zum gesunden Abnehmen unter: Gesund abnehmen | Gesund ernähren

Mittel zur Gewichtsreduktion aus der Apotheke

Diverse Mittel hemmen die Aufnahme von Nahrungsfetten und können in Kombination mit einer fett- und kalorienreduzierten Ernährung eingenommen werden.

Unsere Produkttipps zur Gewichtsreduktion: Orlistat HEXAL® 60 mg Hartkapsel  |  Formoline L112 EXTRA

Lese-Tipp: Übergewicht


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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wir stehen mit unserer Beratungshotline gern für Sie bereit.


Stand vom: 17.01.2019

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