Handcreme

Rissige Hände vermeiden

Eine Handcreme darf in keiner Grundausstattung fehlen. Denn: Unsere Hände haben täglich mit verschiedensten Umwelteinflüssen zu kämpfen. Hierzu zählen Seife, Geschirrspül- und Reinigungsmittel oder Kälte. Die Haut droht auszutrocknen und rissig zu werden. Das macht sie für Keime angreifbar.

Handcremes für die tägliche Hautpflege

Händewaschen
Händewaschen ist eine wirkungsvolle Schutzmaßnahme, um Infektionen mit Viren und Bakterien zu vermeiden. Doch das Händewaschen greift die Hautschutzbarriere an. Daher ist das Eincremen der Hände mit einer guten Handcreme nach dem Händewaschen zu empfehlen.

Wer seine Hände regelmäßig eincremt, schützt die Haut davor, an Elastizität zu verlieren. Handcremes helfen, rissige Hände zu vermeiden. Das trifft nicht nur für Personen zu, die von Natur aus zu einer trockenen Haut neigen. Auch bestimmte Berufsgruppen wie Handwerker und Reinigungskräfte benötigen für Ihre Hände eine gute Hautpflege, da sie diese stark strapazieren. Weitere Risikofaktoren für rissige Fingerknöchel und trockene Handrücken sind häufiges Händewaschen sowie Kälte. Sinken die Außentemperaturen stellen unsere Talgdrüsen die Produktion auf Sparflamme. Das erklärt, warum wir vor allem in der kalten Jahreszeit mit trockenen und rissigen Händen zu kämpfen haben.

Risikofaktoren für eine trockene Haut

– sensible und zu Neurodermitis neigende Haut- Kinder
– und Altershaut
– hormonelle Einflüsse, wie Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahr
– Umgang mit Chemikalien und reizenden Stoffen
– Kälte und Hitze sowie häufiges Sonnenbaden
– häufiges Händewaschen
– bestimmte Medikamente
– diverse Krankheiten wie Infektionen, Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion oder chronische Darmerkrankungen

Dermatologen empfehlen daher generell, die Hände zweimal am Tag einzucremen, insbesondere nach Kontakt mit Wasser, etwa nach dem Geschirrspülen oder Händewaschen.

Unser Tipp: Haben Sie eine Handcreme im Spender am besten neben der Seife direkt auf dem Waschbecken stehen. So vergessen Sie die Hautpflege nach dem Händewaschen nicht.

Inhaltsstoffe in Handcremes

Eine Handcreme setzt sich aus einem wässrigen und einem öligen Bestandteil zusammen. Häufig werden mineralölbasierte Fette und Wachse, aber auch pflegende Pflanzenöle wie Sheabutter, Kokosfett oder Olivenöl verwendet. Neben dieser Basis sind Hilfsstoffe und Wirkstoffe enthalten.

Pflanzenöle als Basis in Handcremes

Pflanzenöle dienen vor allem in der Naturkosmetik als Basis für pflegende Handcremes. Sie werden häufig aus den Samen gewonnen.

Obwohl synthetische Öle durchaus auch Vorteile haben, etwa ihre Haltbarkeit, haben sie einige Nachteile. In der Naturkosmetik wird ganz auf sie verzichten. Je nach Hauttyp sind unterschiedliche Pflanzenöle als Basis in Handcremes geeignet.

Personen, die eine eher trockene Haut haben, haben öfter mit Spannungsgefühlen zu kämpfen. Die Haut ist häufig gerötet, juckt und schuppt. Diese Haut benötigt eine besonders reichhaltige Pflege. Olivenöl, Kakaobutter und Sheabutter können dies leisten.

Eine empfindliche Haut reagiert sofort auf Umwelteinflüsse. Sie benötigt eine hautberuhigende Pflege mit sanften Inhaltsstoffen. Diese Handcremes sollten frei von Duft- und Konservierungsstoffen sein. Wirkstoffe wie Kamille oder Ringelblume dürfen gern zugesetzt werden, den diese wirken entzündungshemmend und wundheilend.

Bei reifer Haut wird vor allem eine zellschützende Pflege benötigt, die Feuchtigkeit einschließt. Öle wie Arganöl oder Nachtkerzenöl wirken Hautschäden entgegen und verhelfen zu mehr Elastizität sowie Straffheit. Gegen Altersflecken helfen Handcremes mit antioxidativen Substanzen wie sie beispielsweise im Granatapfel enthalten sind.

HauttypGeeignetes Pflanzenöl
Trockene HautOlivenöl, Leinöl, Kakaobutter, Sheabutter
Empfindliche HautHanfsamenöl, Kokosöl, Mandelöl, Walnussöl
Reife HautArganöl, Traubenkernöl, Nachtkerzenöl, Granatapfelöl

Unsere Produkttipps: lavera BASIS SENSITIV HANDCREME mit Bio-Mandelöl und Bio-Sheabutter | WELEDA Granatapfel Regenerations-Handcreme bei Altersflecken

Alternative: Bienenwachs in Handcremes

Neben Mineral- oder Pflanzenölen kann jedoch auch Bienenwachs als Basiszutat enthalten sein. Der Bienenwachs hat pflegende, schützende und hautfreundliche Eigenschaften. Er versorgt die Haut der Hände mit zahl reichen Nährstoffen, bindet Feuchtigkeit und verhindert ein Austrocknen der Haut.

Unser Produkttipp: LINDESA® O mit Bienenwachs – eine mäßig fettende Hautschutzcreme

Hilfsstoffe in Handcremes: Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Duftstoffe und Co.

Hilfsstoffe haben die unterschiedlichsten Funktionen. Sie dienen einer längeren Haltbarkeit, geben Konsistenz, Geruch oder Farbe und sorgen für eine bessere Verteilbarkeit auf der Haut.

Emulgatoren helfen beide Teile der Emulsion miteinander zu vermischen, denn Fett und Wasser sind von Natur aus nicht mischbar. Einige dieser Emulgatoren, etwa PEG-100 oder Steareth-2, machen die Haut durchlässiger für Schadstoffe. Daher dürfen Polyethylenglykole (PEG) und deren Derivate nicht in Naturkosmetik enthalten sein.

Emulgatoren beeinflussen zwar die Konsistenz der Handcreme, häufig werden jedoch weitere Konsistenzgeber eingesetzt. Sehr oft nutzen Kosmetikhersteller synthetische Polymere. Diese Polyacrylate sind auch unter der Bezeichnung Sodium Carbomer bekannt. Daneben kommen Ester wie Isopropylmyristat (IPM) oder Diisopropyladipat zum Einsatz. Sie dienen einer leichten Verteilbarkeit auf der Haut. Als verdickende Komponenten werden beispielsweise zuckerähnliche Strukturen wie Xanthan, Carrageenan oder chemisch modifizierte Celluloseverbindungen eingesetzt. Xanthan bindet Wasser. Schleimstoffe wie Aloe Vera haben eine ähnliche Wirkung.  

Wasserhaltige Produkte sind gegenüber Mikroorganismen anfällig. Daher werden sie konserviert. Allerdings haben Konservierungsmittel ein Allergiepotential. Typische Mittel sind Parabene oder Benzoesäure. Alternativ werden feuchtigkeitsbindende Stoffe wie Glycerin eingesetzt.

Bekannte Duftstoffe sind Coumarin, Geraniol, Eugenol, Lilial, Linalool und Limone. Sie sind in vielen Handcremes enthalten. Doch Personen mit einer gestörten Hautbarriere sollten auf parfümhaltige Pflegecremes verzichten. Bei Neurodermitis lösen diese Hilfsstoffe häufig Allergien aus.

Pigmente werden mitunter eingesetzt, um Cremes aufzuhellen. Dies soll für eine größere Akzeptanz aufgrund der optischen Reize sorgen. Manche Pigmente haben jedoch UV-Filter- oder Camouflage-Eigenschaften. In diesen Fällen zählen sie zu den Wirkstoffen.

Wirkstoffe in Handcremes: Glycerin, Panthenol, Urea und Co.

Kamillenblüten
Kamille schützt und pflegt die sensible Haut zuverlässig.

Wirkstoffe können bereits in der Basis enthalten sein, etwa in Pflanzenölen, oder werden zusätzlich beigemengt. Oft setzen Kosmetikhersteller antioxidativ wirkende Vitamine wie Vitamin E zu. Sie dienen der Handcreme als Hilfs- und Wirkstoff. Da sie zum einen die Creme haltbar machen und zum anderen einen Anti-Aging-Effekt auf die Haut haben. Die Liste der Wirkstoffe ist lang.

Zu den beliebtesten Wirkstoffen gehören:

  • Aloe Vera in Handcremes: mildert Hautirritationen, spendet Feuchtigkeit und unterstützt die Regeneration der Haut
  • Ascorbinsäure in Handcremes: unterstützt die Kollagenbildung, wirkt antioxidativ, hellt Altersflecken auf und strafft die Haut (in der Zutatenliste ist das Vitamin C häufig als “Ascorbic Acid” oder “Ascorbyl” zu finden)
  • Ceramide in Handcremes: unterstützen die Barrierefunktion der Haut, sodass diese weder Feuchtigkeit verliert noch Schadstoffe eindringen können
  • Glycerin in Handcremes: ein Alkohol, der Feuchtigkeit in Cremes bindet und die Haut mit Feuchtigkeit versorgt, sie weich und geschmeidig macht
  • Elastin in Handcremes: sorgt für Elastizität und Geschmeidigkeit der Haut
  • Hyaluronsäure (Hyaluronic Acid) in Handcremes: unterstützt die Haut, Wasser zu binden und sorgt für ein glattes Hautbild
  • Kamille in Handcremes: hat hautberuhigende, entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften, Kamille ist daher eine hervorragende Zutat für Handcremes für sensible und empfindliche Haut
  • Kollagen in Handcremes: beruhigt irritierte Haut, gibt ihr Elastizität und Geschmeidigkeit
  • Panthenol in Handcremes: erhöht die Feuchtigkeit der Haut, unterstützt die Hautbarriere
  • Retinol in Handcremes: das Vitamin A schütz vor Umwelteinflüssen, wirkt antioxidativ und hilft so die Faltentiefe zu minimieren
  • Tocopherole in Handcremes: Vitamin E reguliert die Feuchtigkeit, unterstützt die Kollagenbildung
  • Urea in Handcremes: füllt die Feuchtigkeitsspeicher der Haut wieder auf und wirkt trockener Haut entgegen
  • Zinkoxid in Handcremes: wirkt antiseptisch und desinfizierend, unterstützt bei der Wundheilung

Unsere Produkttipps: sebamed INTENSIVE HANDCREME mit Panthenol-Complex |  Linola® Hand mit wertvollen Linolsäuren

Fazit
Ein Blick in die Zutatenliste der Handcreme ist zu empfehlen. Personen mit empfindlicher Haut sollten auf folgende Stoffe verzichten:
– mineralölbasierte Fette und Wachse
– synthetische Polymere
– Duftstoffe, wie Lilial
– Konservierungsstoffe, wie Diazolidinyl Urea

Cremes, die etwa paraffinartige Stoffe und Silikone enthalten, fetten. Sie integrieren sich nicht so gut in das Gleichgewicht der Haut wie natürliche Öle.


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Stand vom: 03.04.2020

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.

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