Matcha

Das Pulver aus gemahlenem grünen Tee

Matcha ist die Grundlage von Tee, der insbesondere in Japan mit einer besonderen Zeremonie kredenzt wird. Durch seinen reichen Gehalt an Vitaminen und antioxidativen Stoffen zählt er zu den Superfoods. Günstig ist die Zutat des gesunden Getränks jedoch nicht!

Matcha: Traditionelles Aufgussgetränk Japans

Tee-Plantage
Die Teepflanze wird in Plantagen angebaut. Sie dient zur Gewinnung von schwarzem und grünem Tee.

Matcha ist eine spezielle Art des grünen Tees. Er besteht aus gemahlenen Blättern der Teepflanze und stammt traditionell aus China. Ein Mönch brachte die Getränkegrundlage nach Japan, dort wird Matcha seit über 400 Jahren traditionell im Rahmen von aufwendigen Teezeremonien getrunken. Zuerst nur in Zen-Klöstern zum Wachhalten von Mönchen konsumiert, wurde er später auch von den Samurais verzehrt und gelangte so allmählich zur Allgemeinbevölkerung Asiens. Mittlerweile ist er auch in den westlichen Industrienationen als gesunder Wachmacher beliebt.

Gewinnung von Matcha

Matcha
Das feine Pulver dient vor allem als Aufgussgetränk.

Die Produktion des Matcha-Pulvers ist sehr aufwendig. Die verwendeten Blätter entstammen der Pflanze „Camellia Sinensis“. Vor der Ernte im April bis Mai, werden die Pflanzen für 2 bis 4 Wochen beschattet. Sinn des Lichtentzugs ist eine gesteigerte Produktion von Chlorophyll. Dies ist später deutlich an der intensiv leuchtend grünen Farbe des Tees, sowie an dessen herben Geschmacks erkennbar.

Nach dem Pflücken der Blätter erfolgt umgehend die Bedampfung. Hierzu werden Pflanzenteile mit Wasserdampf behandelt, um die Poren zu schließen und einer beginnenden Fermentation entgegen zu wirken. So behalten die Blätter ihre grüne Farbe. Durch anschließende Trocknung entsteht der Rohtee, der als „Aracha“ bezeichnet wird. Mit Windmaschinen wird dann das Blattfleisch von kleinen Ästen, Blattadern und Stielen getrennt.

Schon gewusst?

Bitterstoffe befinden sich beim grünen Tee hauptsächlich in den festen Teilen der Blätter. Hierzu zählen die Stiele und Blattadern. Da beim Matcha nicht nur ein Aufguss der Blätter getrunken wird, sondern das ganze Blatt, ist es wichtig diese Teile zu entfernen. Der Tee wäre sonst ungenießbar.

Durch einen weiteren Trocknungsprozess des Blattfleischs, entsteht der Rohtee „Tencha“. Hierbei handelt es sich um die endgültige Substanz, die die Grundlage des Matcha-Pulvers bildet. Dieses wird mit Granitsteinmühlen aus dem Tencha hergestellt. Um ein besonders feines Pulver zu erhalten, erfolgt das Mahlen nur sehr langsam. In einer Stunde produziert eine Mühle lediglich 30 Gramm des edlen Getränkepulvers.

Inhaltsstoffe von Matcha

Die spezielle Art des grünen Tees wird v. a. wegen seiner vielfältigen Inhaltsstoffe geschätzt. Hierzu zählen:

  • Teein
  • Aminosäuren wie L-Theanin
  • Catechine wie Epigallocatechingallat (EGCG)
  • Carotine
  • Chlorophyll
  • Proteine

Eine Bombe an Nährstoffen!

Da beim Verzehr von Matcha-Getränken das gesamte Teeblatt in Pulverform zu sich genommen wird, ist die Aufnahme o. g. Inhaltsstoffe besonders hoch. Eine Schale des Getränks soll die Nährstoffmenge von ca. 15 Tassen konventionellen Grüntees enthalten.

Wirkungen von Matcha

Abnehmen
Matcha soll beim Abnehmen helfen.

Die Wirkungen des Matchas werden von seinen Inhaltsstoffen bestimmt. Am bekanntesten ist sein aktivierender, wachmachender Effekt. Dieser ist auf das enthaltene Teein zurückzuführen. Hierbei handelt es sich um Koffein. Dadurch, dass der Stoff beim grünen Tee an die Gerbstoffe der Blätter gebunden ist, erfolgt seine Aufnahme in den Körper sehr langsam. So entfaltet das Teein nur langsam, aber dafür langanhaltend (bis zu 6 Stunden) seine Wirkung.

Schon gewusst?

Durch seine verzögerte Aufnahme in den Körper, sind die negativen Wirkungen des enthaltenen Koffeins reduziert. Hierzu zählen insbesondere Nervosität und Zittrigkeit, wie man es manchmal nach einem starken Kaffee verspürt. Was bleibt ist der wachhaltende und konzentrationssteigernde Effekt.

Außerdem wird dem Tee ein hoher Beitrag zum Zellschutz nachgesagt. Dies ist insbesondere auf die enthaltenen Carotine, Catechine und Vitamine zurückzuführen. Durch ihren ausgeprägten antioxidativen Effekt verhindern sie Schäden durch oxidativen Stress. Dieser entsteht alltäglich durch Umweltfaktoren, wie UV-Licht und Abgase, sowie ungesunde Lebensumstände, wie Stress und Zigarettenkonsum. So leistet Matcha einen Beitrag zu einem gesunden Herz-Kreislauf-System und wirkt u. a. der Entstehung von Krebs entgegen.

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Die enthaltenen Vitamine und Mineralien liefern dem Körper außerdem wichtige Nährstoffe, die für zahlreiche Stoffwechselvorgänge benötigt werden.

Inhaltsstoffe und Wirkungen von Matcha

Auch ein gewichtsreduzierender Effekt wird dem Tee nachgesagt. Dies ist wiederum auf das enthaltene Koffein und die Catechine zurückzuführen. Sie reduzieren die Aufnahme von Fetten aus der Nahrung. Die Catechine sollen außerdem den Stoffwechsel ankurbeln und damit den Kalorienverbrauch erhöhen.

Verzehr von Matcha

Längst wird Matcha nicht nur als Aufgussgetränk gereicht. Es dient auch als Zutat in Gebäck und leckeren Desserts.

Der gesunde grüne Tee kann auf verschiedene Art verzehrt werden. Traditionell wird aus dem Pulver ein Aufgussgetränk hergestellt. Vor allem in der japanischen Küche findet er noch vielseitige weitere Verwendung. So ist er hier Beigabe zu Säften sowie Milchgetränken und wird in Süßspeisen wie Schokolade, Gebäck und Eis verarbeitet.

Außerdem können Nahrungsergänzungsmittel auf Matcha-Basis erworben werde. Diese liegen zumeist in Form von Kapseln vor.

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Zubereitung von Matcha-Tee

Um das gesunde Heißgetränk zu genießen, werden etwa 2,5 g des Teepulvers mit 50 ml heißem Wasser übergossen. Dieses hat optimalerweise eine Temperatur von 80° C. Anschließend erfolgt das Aufschlagen der Lösung. Hierzulande empfiehlt sich dafür ein Milchschäumer. Traditionell wird dafür ein kleiner Bambusbesen verwendet. Die Konsistenz ist am Ende leicht cremig.

Was sollte beim Kauf von Matcha beachtet werden?

Der Preis für den Superfood-Tee ist hoch. So kosten 30 g ca. 50 Euro. An der falschen Stelle sollte hier allerdings nicht gespart werden. Es empfiehlt sich beim Kauf von Matcha-Produkten auf ein Biosiegel zu achten. So kann die Aufnahme von möglicherweise schädlichen Pestiziden reduziert werden.

Bei bitterem Geschmack hellhörig werden!

Stellen Sie bei dem Verzehr von Matcha-Getränken einen bitteren Geschmack fest, so handelt es sich höchstwahrscheinlich nicht um das originale, reine Pulver. Dieses weist zwar einen herben, aber nie einen bitteren Geschmack auf. Wahrscheinlich wurde Ihrem Produkt handelsüblicher grüner Tee beigemengt.


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Stand vom:23.01.2020

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit findet sich im Text die jeweils männliche Form bei Personenbezeichnungen. Es versteht sich jedoch von selbst, dass sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter beziehen.