Cholesterin

Cholesterin im Ei

In Eiern ist viel Cholesterin enthalten.

Etwa jeder 3. Deutsche im Alter zwischen 18 und 79 Jahren hat zu viel Cholesterin im Blut – der Cholesterinspiegel ist erhöht. Hohe Cholesterinwerte begünstigen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Dabei ist lediglich das LDL-Cholesterin schädlich. Wer viel HDL-Cholesterin im Blut hat, kann sich freuen.

Cholesterin ist ein in allen tierischen Zellen vorkommender Naturstoff, der in der Leber und in den Dünndarmzellen synthetisiert wird. Der menschliche Organismus stellt täglich etwa 1–1,5 g Cholesterin selbst her. Außerdem werden 300–800 mg jeden Tag über die Nahrung zugeführt. Insgesamt enthält der menschliche Körper etwa 140 g Cholesterin. Da dieser Stoff nicht wasserlöslich ist, befinden sich über 95 Prozent des Cholesterins in den Zellen.

 

Funktionen von Cholesterin

Die auch als Cholesterol bezeichnete fettähnliche Substanz ist unverzichtbar für den Körper. Cholesterin ist ein wichtiger Baustein der Plasmamembran. Es erhöht ihre Stabilität und trägt zusammen mit Proteinen dazu bei, Signalstoffe in die Zellmembran zu integrieren und wieder hinauszubefördern.

Als Vorstufe für Gallensäuren und Steroidhormone unterstützt Cholesterin den Organismus. Für die Bildung von Hormonen wandelt der Körper Cholesterin in Pregnenolon um. Dieses wiederum dient als Ausgangsverbindung für:

  • die Geschlechtshormone Progesteron, Testosteron sowie Östradiol
  • die Nebennierenhormone Aldosteron und Cortisol

Das Zwischenprodukt 7-Dehydrocholesterin der Cholesterinbiosynthese ist ein Provitamin zur Bildung von Vitamin D durch UV-Licht.

 

Cholesterinspiegel

Der Körper versucht, die Cholesterinwerte konstant zu halten: Nehmen wir viel Cholesterin über die Nahrung auf, drosselt die Leber die Produktion des Cholesterins. Enthält unsere Nahrung wenig Cholesterin, stellt die Leber mehr davon her. Wer jedoch zu viel Cholesterin aufgrund einer sehr fettreichen Ernährung aufnimmt, erhöht seinen Cholesterinspiegel. Begünstigende Faktoren sind erbliche Veranlagung und Stress.

Ein erhöhter Cholesterinspiegel kann jedoch in seltenen Fällen auch seine Ursache in einer erblich bedingten Störung des Fettstoffwechsels haben. Hier spricht man von einer sogenannten familiären Hypercholesterinämie.

Faktoren, die den Cholesterinspiegel erhöhen:


Mehr Informationen zu erhöhten Cholesterinwerten erhalten Sie in unserem Krankheitenglossar Krankheiten von A bis Z unter: Hypercholesterinämie.


 

HDL- und LDL-Cholesterin

Das schädliche und das gesunde Cholesterin

HDL-Cholesterin und LDL-Cholesterin

Cholesterin wird an verschiedene Lipoproteine gebunden, sodass es mit dem Blut befördert werden kann. Die Namen der Trägereiweiße leiten sich von den englischen Begriffen für ihre Dichte ab:

  • Lipoproteine hoher Dichte heißen HDL (High Density Lipoproteins)
  • Lipoproteine niedriger Dichte heißen LDL (Low Density Lipoproteins)

 

HDL-Cholesterin

HDL-Cholesterin nimmt abgelagertes Cholesterin aus den Geweben auf und bringt es zur Leber zurück. Das aus den Zellen und Gefäßwänden abtransportierte Cholesterin wird in der Leber zu Gallensäure umgebaut. Diese kann mit dem Gallensaft in den Darm ausgeschieden werden. Deshalb wird HDL-Cholesterin auch „gutes“ Cholesterin genannt. Ein hoher HDL-Cholesterin-Wert ist somit gesund, denn das HDL-Cholesterin schützt uns vor einer Arterienverkalkung (Arterioskleorse).

 

Die Konzentration von HDL-Cholesterin kann durch folgende Faktoren begünstigt werden:

  • Gewichtsabnahme
  • Nikotinabstinenz
  • Sport
  • niedrige Triglyceridwerte

 

Die Konzentration von HDL-Cholesterin kann durch folgende negative Faktoren sinken:

  • Nikotin
  • Übergewicht
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • körperliche Inaktivität
  • zu hohe Triglyceridwerte

 

LDL-Cholesterin

LDL-Cholesterin gelangt von der Leber mit dem Blut zu den Zellen. Dort wird es mittels spezieller Rezeptoren (Andockstellen) eingeschleust und weiterverarbeitet. Ist zu viel LDL im Blut vorhanden oder sind zu wenige Rezeptoren verfügbar, bilden sich in den Gefäßwänden Ablagerungen. Besonders häufig entstehen solche sogenannten Plaques an den Herzkranzgefäßen, quasi den Gefäßen, die das Herz mit Blut versorgen. Kommt es aufgrund dieser Ablagerungen zu einem Gefäßverschluss, droht ein Herzinfarkt. Bei verschlossenen Gefäßen am Hals oder im Kopf kann es zu einem Schlaganfall kommen.

 

Faktoren, die das schädliche LDL-Cholesterin im Körper senken, sind:

  • Ernährungsumstellung
  • Sport
  • Medikamente

 

Empfohlene Werte

Bei Menschen, die keine weiteren Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, sind folgende Werte empfohlen:

  • Gesamtcholesterin: < 200 mg/dl (5,2 mmol/l)
  • HDL-Cholesterin: > 40 mg/dl (1,0 mmol/l)
  • LDL-Cholesterin: < 160 mg/dl (4,1 mmol/l)

 

Bei Menschen mit Diabetes mellitus oder einer Herz- bzw. Gefäßerkrankung sind folgende Werte empfohlen:

  • Gesamtcholesterin: < 150 mg/dl (3,9 mmol/l)
  • LDL-Cholesterin: < 70 mg/dl (1,8 mmol/l)

 

Cholesterinreiche Nahrungsmittel

Cholesterin ist nur in tierischen Lebensmitteln enthalten. In besonders hohen Mengen finden wir Cholesterin in:

  • Hühnereiern
  • Innereien, wie Rinderleber oder verarbeitet in Leberwurst
  • Butter
  • Schmalz
  • Aal

 

Cholesterinmenge pro 100 g

Produkt Cholesterinmenge

mg pro 100 g

Hühnerei 417
Butter 280
Käse (45 % Fett i. Tr.) 100
Wurst 100
Fleisch 70
Milch 12

 

Häufig verzichten Menschen mit einem hohen Cholesterinspiegel auf Käse, da dieser über eine hohe Cholesterinmenge verfügt. Wer häufig bestimmte Käsesorten isst, leidet jedoch seltener an Herz-Erkrankungen. Verantwortlich dafür machen Forscher eine gesättigte Fettsäure – die Buttersäure. Sie beseitigt schlechtes Cholesterin und ist auch dafür bekannt, Darmkrebs vorzubeugen. Sie findet sich vor allem in folgenden Sorten:

  • Parmesan
  • Gouda
  • Edamer
  • Schafskäse

 

Nahrungsmittel, die Cholesterin senken

Neben den Buttersäure-haltigen Käsesorten eignen sich auch andere Lebensmittel dazu, den Cholesterinwert zu senken. Hierzu zählen:

  • Brokkoli
  • Olivenöl
  • Mandeln
  • Tomaten
  • Lachs
  • Äpfel
  • Knoblauch
  • Heidelbeeren
  • Hafer

 

Empfohlene Tagesdosis

Pro Tag sollte man nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin zu sich nehmen. Allgemein wird Personen mit zu hohem Cholesterinspiegel empfohlen, nicht mehr als 2–3 Eier pro Woche zu essen.

Hühnereier enthalten zwar Cholesterin, aber auch das cholesterinspiegelsenkende Lecithin.

Mit dem Cholesterin Selbst-Test Veroval® kann man schnell seinen Cholesterinwert selbst bestimmen.

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Hilfe aus Ihrer Apotheke

 

Mit dem Veroval® Cholesterin Selbsttest können sie mit einer Wahrscheinlichkeit von 96 Prozent bestimmen, ob bei Ihnen ein erhöhter Cholesterinwert vorliegt.

Beim Wunsch das Cholesterin im Körper zu senken, gibt es viele unterstützende Präparate in unterschiedlichen Darreichungsformen:

  • Die knusprigen Haferherzen Betavivo® enthalten Beta-Clucan, das den Cholesterinspiegel senkt. Sie können dem Müsli beigefügt werden.
  • Wolz bietet das Pulver Cholesterinreduktion an. Zu 99 Prozent ist in dem Pulver ebenfalls Hafer in Form von Haferkleie mit 23 % Beta-Glucanen enthalten. Daneben finden sich Vitamin B6, Vitamin B1, Vitamin B12 und Folsäure in diesem Nahrungsergänzungsmittel.
  • Zum Erhalt des Cholesterinspiegels dienen die Dragees Sanhelios Artischocke. Der Bitterstoff Cynarin unterstützt die natürliche Fettverdauung im Darm.
  • Zur diätischen Behandlung zu hoher Cholesterinwerte empfehlen sich die Tabletten ArmoLIPID. Das Mittel enthält eine Nährstoffkombination aus Rotem Reis, Folsäure, Astaxanthin aus Grünalgen und Coenzym Q10.
  • Die aus eiszeitlichem Löss gewonnene Luvos® Heilerde ist reich an Mineralien und Spurenelementen. Die Kapseln binden Cholesterin.

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