Bier

Das Lieblingsgetränk der Deutschen

Bier ist als Nahrungs- und Genussmittel aus dem Alltag der Deutschen nicht wegzudenken und tatsächlich hat das Bierbrauen auf deutschem Boden eine lange Tradition. Unter den Kelten kannte man Korma, ein Gerstenbier und Cervisia, ein Weizenbier mit Honig. Das älteste überlieferte Bierrezept stammt jedoch aus China. Es ist 5000 Jahre alt. 

Bier – alkoholisches Getränk mit langer Tradition

Ein Glas Bier
Ein Glas Bier zum Abend gönnen sich viele Deutschen.

Deutschland gilt als das “Biertrinkerland” schlechthin. Dabei ist es im direkten Vergleich mit anderen europäischen Ländern bzgl. des Pro-Kopf-Konsums nur auf Platz 2. Tschechien hat die Nase mit 143 Litern im Jahr 2015 weit vorn. Ganze 37 Liter weniger werden in Deutschland pro Kopf getrunken.

Infografik: Die Tschechen trinken am meisten Bier | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista.

Zudem sinkt der Bierabsatz in Deutschland von Jahr zu Jahr und somit auch der Pro-Kopf-Konsum.

Infografik: Keine Lust mehr auf Bier? | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista.

Bier ist ein alkoholisches Getränk, das Kohlensäure enthält. Es wird aus Hopfen, Malz und Wasser gewonnen. Ein wichtiger Prozess bei der Herstellung ist die alkoholische Gärung, die durch den Zusatz von Hefe ausgelöst wird. Deutsche Biere weisen normalerweise einen Alkoholgehalt zwischen 4,5 und 6 Promille auf.

Im weiteren Sinne handelt es sich bei Bier um alkoholische Getränke auf Basis von verzuckerter Stärke. Dabei wird der Zucker, anders als beim Wein, aus der Stärke von Getreide wie Gerste, Roggen, Weizen, Mais oder Reis gewonnen. Der japanische Reiswein Sake gehört demnach ebenfalls zu den Biergetränken.

Nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 darf zum Brauen eines Bieres nur Hopfen, Malz, Wasser und Hefe verwendet werden. Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahre 1987 dürfen in Deutschland auch ausländische Biere, die sich nicht an diese Verordnung halten, unter der Bezeichnung „Bier“ verkauft werden. Zwingend erforderlich ist die Kennzeichnung der Rohstoffe und Zutaten.

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Biergattungen

verschiedene Biere
Bier ist nicht gleich Bier.

Aus steuer- und lebensmittelrechtlichen Gründen werden Biere nach ihrer Stammwürze unterteilt. Die Stammwürze darf nicht mit dem Alkoholgehalt verwechselt werden. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Messgröße beim Bierbrauen. Der Stammwürzgehalt bezeichnet den Anteil der aus Hopfen und Malz in Wasser gelösten, nicht flüchtigen Stoffe vor der Gärung. In einer groben Einteilung unterscheidet man in Deutschland:

  • Einfachbier (Stammwürze ab 1,5–6,9 %)
  • Schankbier (Stammwürze ab 7,0–10,9 %)
  • Vollbier (Stammwürze ab 11,0–15,9 %)
  • Starkbier (Stammwürze ab 16,0 %)

Darüber hinaus unterscheidet man je nach Hefeart und Gärtemperatur obergärige und untergärige Bierarten. Zu den obergärigen Bieren zählen Weizenbier und Kölsch. Sie schmecken fruchtiger und weisen einen höheren Alkoholgehalt auf als untergärige Biere. Zu den letzteren zählen Pils, Lager oder Export-Biere. Sie werden bei kühleren Temperaturen hergestellt. Außerdem benötigen sie mehr Zeit zum Reifen, sind jedoch länger haltbar als obergärige Biere.

Inhaltsstoffe von Bieren

Bier
Frisch gezapft schmeckt es am besten.

Deutsche Biere bestehen in der Regel aus Gerstenmalz, Wasser und Hopfen. Außerdem fügt der Brauer Hefe hinzu, um den Gärungsprozess in Gang zu setzen. Da Bier aus Getreide gewonnen wird, enthält es ebenfalls wichtige B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium und Silizium.

Die folgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung eines Vollbieres (1 Liter):

BestandteileAnteil
Kohlenhydrate30–40 g
Proteine3–5 g
Alkohol35–43 g
Kohlensäure4–5 g
Wasser840–900 g
Mineralstoffe
Calcium40–100 mg
Kalium420–570 mg
Magnesium80–100 mg
Phosphor0,12–0,32 g
Schwefel0,1–0,2 g
Silicium0,01–0,04 g
Vitamine
Vitamin B1 (Thiamin)0,02–0,04 mg
Vitamin B2 (Riboflavin)0,3–0,4 mg
Vitamin B3 (Niacin)6–9 mg
Vitamin B5 (Pantothensäure)0,9–1,5 mg
Vitamin B6 (Pyridoxin)0,4–0,9 mg
Vitamin B7 (Biotin)0,005 mg
Vitamin B9 (Folsäure)0,04–0,8 mg

Wenn der Körper Alkohol abbaut, verbraucht er viele Vitamine und Mineralstoffe. Daher ist es fraglich, ob Bier als Nahrungsmittel zum Vitaminhaushalt beitragen kann.

Bier und Gesundheit

Rauchen und Biertrinken
Wer regelmäßig viel Bier trinkt, läuft Gefahr, alkoholabhängig zu werden.

Als alkoholisches Getränk zählt Bier zu gesundheitsschädigenden Lebensmitteln. Wer häufig und regelmäßig Bier trinkt, kann eine Alkoholabhängigkeit entwickeln, d. h. süchtig werden.

Allerdings ist häufiges Trinken von Bier oder auch Wein gesellschaftlich weitgehend anerkannt und ein Suchtverhalten wird spät oder gar nicht entdeckt.

Zudem liest man in den Medien oft, dass gelegentliches Biertrinken gesund sei. Doch die Ergebnisse von Studien weisen darauf hin, dass die schädliche Wirkung des Alkohols wesentlich stärker ist und die positiven Eigenschaften des Bieres gewissermaßen überdeckt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, dass Männer maximal 20 g Alkohol pro Tag zu sich nehmen sollten. Dies entspricht ungefähr 0,5 l Bier mit einem Alkoholgehalt von 4,8 ‰. Frauen sollten nicht mehr als 10 g Alkohol pro Tag aufnehmen.

 Alkoholfreies Bier

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Alkoholfreies Weißbier wird oft als isotonisches Getränk beworben. Sportmediziner sehen kein Problem darin, wenn Läufer beim Training auf dieses Getränk zurückgreifen. Eine Studie bestätigte die positive Wirkung auf die Gesundheit von Marathonläufern. Die im Bier enthaltenen Polyphenole stärkten das Immunsystem der Sportler und verminderten die Entzündungsreaktionen, die durch das Training auftreten können. Außerdem enthält die alkoholfreie Variante des Bieres weniger Kalorien.

Bier und Zöliakie

Buchweizen
Das Superfood Buchweizen wird derzeit immer beliebter. Selbst Bier kann man aus Buchweizen herstellen.

Bier enthält aufgrund seines Braugetreides Gluten. Für Personen mit Zöliakie ist herkömmliches Bier daher nicht verträglich. Stattdessen sollten Betroffene auf glutenfreies Bier zurückgreifen, welches aus Mais, Reis oder Buchweizen gebraut wurde.

Bierhefe

Bierhefe ist ein Abfallprodukt bei der Bierproduktion. Bierhefe enthält jedoch zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, ist proteinreich, aber kalorien- und fettarm. Sie gilt daher als Schön- und Schlankmacher und wird als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

Sie soll den Stoffwechsel anregen und den Blutzuckerspiegel konstant halten, sodass sie Heißhungerattacken vorbeugt. Für eine Diät ist Bierhefe demnach ideal. Die enthaltenen Mineralstoffe wiederum wirken sich positiv auf die Haut aus. Daher wird Bierhefe gern bei Akne, Flechten, Ausschlägen und unreiner Haut eingesetzt.

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Stand vom: 20.02.2019