Muskelkater

painBeinahe jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens irgendwann einmal einen Muskelkater. Dabei handelt es sich um Muskelschmerzen, die nach ungewohnten Bewegungen, sportlicher Betätigung oder körperlicher Anstrengung auftreten. Doch wie entsteht ein Muskelkater eigentlich? Wie kann man Muskelkater vorbeugen? Wie wird man ihn schnell wieder los? Und wann sollte ein Arzt konsultiert werden?

 

Wie Muskelkater entsteht

Lange Zeit wussten Mediziner nicht genau, was bei einem Muskelkater im Gewebe geschieht. Zunächst war die Ansicht verbreitet, dass eine Übersäuerung der beanspruchten Muskeln durch Milchsäure ein wichtiger Faktor für die Entstehung der Beschwerden sei. Andere Wissenschaftler machten Blutergüsse für die Symptome eines Muskelkaters verantwortlich. Heute vertreten viele Forscher die Meinung, dass durch die Überlastung des Muskels kleine Risse im Muskelgewebe entstehen, die sich entzünden. Dadurch kommt es zu vielen kleinen Wassereinlagerungen (Ödeme), wodurch der Muskel anschwillt und der für den Muskelkater typische Dehnungsschmerz ausgelöst wird.

 

Wie sich Muskelkater vorbeugen lässt

Muskelkater kann man grundsätzlich nicht verhindern. Es gibt aber Möglichkeiten, das Muskelkater-Risiko zu minimieren, beziehungsweise das Ausmaß der Symptome zu verringern. Das ist beispielsweise durch ein gewissenhaftes Aufwärmen vor dem Sport oder vorsichtige Dehnübungen möglich. Diese sollten sowohl vor als auch nach der Trainingseinheit durchgeführt werden. Zudem sollte die Intensität des Trainings nur langsam und stufenweise gesteigert werden. Dadurch können sich die Muskeln besser an die größer werdende Belastung anpassen.

 

Wie man Muskelkater behandelt

Bei einem Muskelkater ist in der Regel keine ärztliche Therapie erforderlich. Die betroffenen Muskelpartien sollten lediglich für die Dauer des Muskelkaters geschont werden, da der Körper eine gewisse Zeit braucht, um seine Selbstheilungskräfte zu entfalten. Als rezeptfreie Helfer kommen beispielsweise Salben wie DICLO RATIOPHARM Schmerzgel, KYTTA Geruchsneutral Creme oder FINALGON CPD Wärmecreme in Frage. Nur bei stark ausgeprägten Beschwerden kann der Arzt muskelentspannende oder schmerzlindernde Arzneien verordnen.

 

Wann ein Arztbesuch erforderlich ist

In der Regel macht sich ein Muskelkater ein bis zwei Tage nach einer körperlichen Anstrengung bemerkbar und klingt nach wenigen Tagen wieder ab. Wenn die Beschwerden länger als zehn Tage unvermindert andauern, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Mediziner kann Muskelfaserschäden ausschließen oder diese behandeln. Weitere Symptome, bei denen ein Arzt konsultiert werden sollte, sind Muskelkrämpfe, ein Taubheitsgefühl im Muskel oder eine starke Muskelschwellung.