Chrom

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Der Mineralstoff Chrom gehört wie Zink oder Jod zu den Spurenelementen. Chrom ist für den Menschen lebenswichtig (essentiell) und daher muss das Spurenelement regelmäßig in ausreichender Menge aufgenommen werden. Dass Chrom essentiell ist, wurde erst 1959 entdeckt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e. V. gibt den täglichen Chrom-Bedarf von Erwachsenen mit 30 bis 100 Mikrogramm an. Die Chrom-Versorgung in Deutschland liegt in der Regel unterhalb der Zufuhr-Empfehlungen. Eine unzureichende Chrom-Zufuhr ist also häufig. Daher erscheint es sinnvoll, die Chrom-Zufuhr über die Nahrung zu erhöhen oder im Rahmen einer gesunden Ernährung nach Beratung durch den Apotheker zusätzlich Chrom-Präparate einzunehmen. Chrom ist Bestandteil vieler Enzyme. Bei einem Chrommangel kommt es zu erhöhten Blutfettwerten und Blutzuckerwerten. Zudem führt Chrommangel zu Mattigkeit, Nervosität und Nervenkrankheiten.

Chrom in der Ernährung

Das Spurenelement kommt in vielen Lebensmitteln vor. Wer ausreichend Chrom aufnehmen möchte, sollte regelmäßig Vollkornprodukte wie Knäckebrot oder Müsli, Hülsenfrüchte, Nüsse, Meerestiere wie Muscheln und Innereien (beispielsweise Leber – zweimal monatlich verzehren) essen. In Bierhefe und Fleisch ist ebenfalls relativ viel Chrom enthalten. Gemüse und Obst enthalten in der Regel nicht viel Chrom.

Chrom gegen Diabetes mellitus

Zink ist wichtig für die Blutzuckerregulation. Bei Chrommangel kommt es zu erhöhten Blutzuckerwerten. Eine kohlenhydratreiche Ernährungsweise erhöht den Chrombedarf. Reichlich Kohlenhydrate stecken in Zucker und zuckerreichen Lebensmitteln sowie in Mehlprodukten, Früchten und Milch. Menschen, die sich vor Diabetes mellitus schützen möchten, sollten wie solche, die bereits unter Diabetes mellitus leiden, auf eine ausreichende Chrom-Zufuhr achten. Bei Chrom-Mangel kommt es in vielen Fällen zu einem Diabetes mellitus vom Typ 2.

Aufgaben von Chrom

Neben der wichtigen Aufgabe der Blutzuckerregulation (Kohlenhydratverwertung) ist Chrom auch für den Fettstoffwechsel und die Regulation der Blutfettwerte wichtig. Chrom erhöht das gute Cholesterin – HDL . Zudem senkt es das schlechte Cholesterin – LDL. Chrom ist auch für die Muskeln wichtig. Es fördert die Aufnahme von Eiweißbausteinen (Aminosäuren) in die Muskulatur und fördert den Aufbau von Proteinen (Eiweißen). Im menschlichen Körper kommt Chrom vor allem in der Leber, der Milz, den Knochen sowie im Fett- und Knochengewebe vor. Mit zunehmendem Alter verschlechtert sich der Chrom-Status.

 

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